Ergebnisse zum Schlagwort: Arbeitslosengeld

AUGE/UG-Paiha: Arbeitslosengeld auf 80 Prozent anheben!

Tag der Arbeitslosen: Deutliche Erhöhung des Arbeitslosengeldes und sozial-ökologische Beschäftigungspakete gefordert

„Erhöhen wir die Nettoersatzrate und damit das Arbeitslosengeld – gerade jetzt!“, wiederholt Bundessprecherin Klaudia Paiha anlässlich des Tags der Arbeitslosen die langjährige Forderung der Alternativen, Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen nach Anhebung der Nettoersatzrate auf 80%. Über 500.000 Arbeitslose würden mehr als deutlich zeigen, wie rasch Menschen in die Arbeitslosigkeit rutschen und damit ganze Familien verarmen könnten. „Es geht nicht an, diese Menschen in der Krise zurück zu lassen!“

Die jüngst im Parlament beschlossene Erhöhung der Notstandshilfe und Verlängerung des Berufs- und Einkommensschutzes seien zwar begrüßenswerte Schritte, bei Weitem aber nicht ausreichend, um die Betroffenen existenziell abzusichern.

Um den Menschen wieder eine Perspektive am Arbeitsmarkt zu bieten, braucht es massive Investitionen in Klimaschutz, Pflege, Soziales, Bildung und den Ausbau des öffentlichen Personen-Nahverkehrs. „Das schafft Arbeitsplätze und Einkommen und löst gleichzeitig weitere gesellschaftliche Probleme“.

Darüberhinaus braucht eine sozial- und klimagerechte Arbeitswelt existenzsichernde Mindestlöhne und eine umfassende Arbeitszeitverkürzung mit einem entsprechendem Lohn- und Personalausgleich. „Das wäre nicht nur ein wesentlicher Beitrag zum Abbau wirtschaftlicher Ungleichgewichte, sondern auch zu einer gerechteren Verteilung bezahlter und unbezahlter Arbeit“.

„Lassen Sie uns an eine ‚neue Normalität‘ gewöhnen mit einem Arbeitslosengeld, das vor Armut schützt, mit einem Konjunkturpaket, das Perspektiven und Klimagerechtigkeit schafft und mit Arbeitszeiten, die nicht das Leben fressen!“, meint Paiha abschließend in Richtung Bundeskanzler.

PRESSEINFORMATION 18.11.2019: AUGE Salzburg fordert höheres Arbeitslosengeld: „Wir liegen weit unter dem europäischen Schnitt“

Salzburg, 18.11.2019

PRESSEINFORMATION

AUGE Salzburg fordert höheres Arbeitslosengeld

Klaus Brandhuber: „Wir liegen weit unter dem europäischen Schnitt. Bildung bleibt der Schlüssel zum Arbeitsmarkt.“

Auf jede offene Stelle im Bundesland Salzburg kommen aktuell zwei Arbeitsuchende oder Menschen, die gerade AMS-Schulungen absolvieren. Besonders alarmierend ist die Situation für Personen mit geringer Ausbildung. Laut den Zahlen des AMS waren im September 2019 in Salzburg rund 10.800 Personen arbeitssuchend gemeldet. Rund 4.000 davon konnten als höchsten Bildungsabschluss nur die Pflichtschule vorweisen. Bei FacharbeiterInnen oder AbsolventInnen von berufsbildenden Mittelschulen herrschte unterdessen praktisch Vollbeschäftigung.

Die grüne Gewerkschaft AUGE Salzburg fordert deshalb mehr Mittel für die Qualifizierung von Arbeitsuchenden sowie ein Recht auf finanzierte Umschulung. Die Stellung von Arbeitssuchenden gegenüber dem AMS würde sich massiv verbessern. Außerdem sollten Arbeitssuchende eine höhere Unterstützung bekommen. In Österreich beträgt die Höhe des Arbeitslosengeldes im Schnitt nur 55 Prozent des letzten Nettolohnes. Im europäischen Schnitt liegt die sogenannte Nettoersatzrate aber bei 70 Prozent. Dafür ist die Bezugsdauer in Österreich teilweise länger als in anderen europäischen Ländern.

„Ziel muss sein, Bedingungen zu schaffen, damit Arbeitssuchende rasch wieder Anschluss an den Arbeitsmarkt finden”, sagt AUGE-Landessprecher Klaus Brandhuber. „Sollte das trotz adäquater Maßnahmen nicht möglich sein, ist eine Verlängerung der Bezugsdauer sinnvoll.” Dies sei bereits Praxis in einigen EU-Staaten und reduziere den Druck auf Arbeitssuchende erheblich.

„Derzeit müssen viele Menschen eine Arbeit annehmen, die eigentlich nicht ihren Qualifikationen entspricht“, so Brandhuber. Einen entsprechenden Antrag für ein höheres Arbeitslosengeld sowie ein Recht auf Umschulungen hat die AUGE/UG bei der letzten Vollversammlung der Salzburger Arbeiterkammer eingebracht.

Kontakt:

Klaus Brandhuber

e-mail:klaus.brandhuber@auge.or.at

Tel: 0660 / 653 27 66