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AUGE/UG Salzburg fordert gleiche Behandlung bei Covid-Gefahrenzulage an den Landeskliniken

Salzburg, 07.05.2020

 

AUGE/UG Salzburg fordert gleiche Behandlung bei Covid-Gefahrenzulage an den Landeskliniken


Klaus Brandhuber: Ist die Gesundheit von Pflegekräften weniger wert als die von Ärztinnen und Ärzten?

 

Die speziellen Herausforderungen durch das Coronavirus führten für die MitarbeiterInnen der Salzburger Landeskliniken, die im Covid-Bereich arbeiten, zu extremen Risiken und Belastungen.

Um dazu einen Ausgleich zu schaffen, wurde Anfang April ein spezielles Zulagenmodell zur „Gefahrenabgeltung“ beschlossen. Das Modell sieht vor, dass Pflegeassistenzkräfte 200 Euro im Monat zusätzlich erhalten. Diplomierte Kräfte bekommen 400 Euro im Monat. Ärztinnen und Ärzte erhalten bis zu 140 Euro – für jeden einzelnen Dienst.

Klaus Brandhuber, Landessprecher der AUGE/UG, dazu: „Obwohl die Gefahr für alle gleich groß ist, wird hier streng hierarchisch nach Berufsgruppen unterschieden. Ist die Gesundheit von Pflegekräften weniger wert als die von Ärztinnen und Ärzten?“ Gerade in der momentanen Situation zeige sich, wie wichtig jede einzelne Berufsgruppe für unsere medizinischen und sozialen Systeme ist. „Ein Modell mit unterschiedlich hohen Risiko-Zulagen basiert auf einem Menschenbild, das ich nicht nachvollziehen kann“, so Brandhuber.

 

Kontakt:

Klaus Brandhuber
klaus.brandhuber@auge.or.at
Tel: 0660 / 653 27 66

 

 

Klima-Corona-Deal

Mehrere Gruppen und Organisationen aus der Österreichischen Klimavernetzung (klimaprotest.at), darunter die Fridays for Future, System Change, not Climate Change!, GLOBAL 2000, der WWF Österreich, Attac, und viele andere mehr, haben gemeinsam Ansatzpunkte für einen Klima-Corona-Deal für Österreich entwickelt. Selbstverständlich unterstützen auch wir, als selbstverständlich auch wir als Alternative, Grüne und unabhängige GewerkschafterInnen diesen Klima-Corona-Deal

Die 4 Forderungen beziehen sich auf das geplante Konjunkturpaket der österreichischen Bundesregierung, die jetzt vor der historischen Gelegenheit steht, die staatlichen Rettungsgelder intelligent und klimagerecht zu investieren.

Mit Stand 5.5.2020 haben bereits 94 Organisationen, Initiativen & Gruppen sowie 518 Wissenschaftler*innen die Forderungen unterstützt, gemeinsam setzen wir uns für einen klimagerechten Gesellschaftsvertrag in Österreich ein: Damit unser Sozialsystem und unser Ökosystem gesichert werden!

Klima-Corona-Deal

Für einen klimagerechten Gesellschaftsvertrag in Österreich
Die österreichische Regierung steht vor der historischen Gelegenheit die staatlichen Rettungsgelder intelligent und klimagerecht zu investieren. Die Covid-19-Pandemie hat der Welt gezeigt, wie schnell und entschlossen wir als Gesellschaft handeln können, um eine Katastrophe abzuwenden. Daraus müssen jetzt die richtigen Lehren gezogen werden, um die weltweite Klima- und Naturzerstörung einzudämmen.
Wir müssen uns auf allen Ebenen klimagerecht und naturverträglich ausrichten, um langfristig krisensicher zu sein. Die Regierung soll sich mit aller Kraft für einen ambitionierten, solidarischen, wirksamen und finanzstarken Green Deal der EU einsetzen. Nur wenn alle Konjunkturprogramme gut ineinander greifen, können wir die Corona-Krise bewältigen und zugleich die Weichen stellen, um die drohende Klimakatastrophe abzuwenden.

In diesem Moment hängt alles davon ab, wohin die Gelder fließen. Um aus der derzeitigen Krise das Bestmögliche zu machen, müssen die Gelder in den naturverträglichen Ausbau sauberer, erneuerbarer Energien, in effiziente Energieverwendung bei Gebäuden und Industrie, in öffentliche Verkehrsmittel und in nachhaltige Landwirtschaft investiert werden. Berufsfelder, die sich durch einen geringen CO2-Ausstoß auszeichnen, wie Pflege, Bildung, Gesundheit und Kinderbetreuung sollten deutlich ausgebaut werden, die Entwicklung hin zu einer regionalen und kohlenstoffarmen Wirtschaft soll gefördert werden. Jetzt ist die Zeit, um die sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft voranzutreiben.

Deshalb fordern wir einen Klima-Corona-Deal für Österreich: Damit unser Sozialsystem und unser Ökosystem stabil bleibt!

1. Die Zukunft der Menschen sichern: Die österreichische Regierung soll alle Menschen existenziell absichern deren Arbeitsplätze durch die Corona-Krise bedroht oder verloren gegangen sind. Sie soll Mittel für Begleitmaßnahmen zur Umqualifizierung, Re-Qualifizierung, Weiterbildungsmaßnahmen sowie Beschäftigungsinitiativen für Arbeitnehmer*innen bereitstellen. Durch die kluge Verteilung der Rettungsgelder kann die Regierung jetzt tausende neue und langfristig sichere klimafreundliche Arbeitsplätze schaffen. Dadurch werden alle Menschen dabei unterstützt, Schritte zu einem guten Leben für alle zu setzen und den existenzbedrohenden Klimakollaps abzuwenden.

2. Umbau statt Wiederaufbau – Staatshilfen an Erreichung des 1,5 Grad Ziels knüpfen: Gelder aus den jetzigen Hilfs- und Konjunkturpaketen des österreichischen Staates sollen den Strukturwandel zur Erreichung des 1,5 Grad-Ziels des Pariser Klimaabkommens vorantreiben. Auch weitere mögliche Konjunkturpakete nach der Krise müssen diesen Vorgaben folgen. Wir fordern Bedingungen für die staatliche Unterstützung, die so ausgestaltet sind, dass sie sich am Pariser Abkommen, den Biodiversitätszielen und den Sustainable Development Goals orientieren. Subventionen für fossile Energieträger sollen gestrichen und stattdessen klimagerecht investiert werden. Unternehmen sollen verpflichtet werden, gemeinsam mit den Belegschaften Dekarbonisierungs-Roadmaps zu erstellen. Kein Geld für Öl, Kohle, Gas und Unternehmen, die die sozial-ökologische Transformation blockieren.

3. Die Krise demokratisch bewältigen: Die Zivilgesellschaft und alle Sozialpartner müssen an den Verhandlungen um die Verteilung der staatlichen Finanzhilfen beteiligt werden. Vergabekriterien müssen transparent gestaltet werden und dem 1,5 Grad Ziel entsprechen. Die Bevölkerung muss durch Bürger*innenversammlungen und ähnliche partizipative Formate permanent in die Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Eine lebenswerte und klimagerechte Zukunft braucht eine umfassende Demokratisierung, nur so kann die Krise auch im weiteren Verlauf gerecht bewältigt werden.

4. Globale Klimagerechtigkeit: Menschen im globalen Süden sind schon heute viel stärker von der Klimakrise betroffen. Die Regierung muss sich auf internationaler Ebene dafür einsetzen, dass die Schulden der ärmsten Staaten gestrichen werden, dass statt Krediten Transferzahlungen geleistet werden und Österreich einen fairen Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung leistet. Auch in der Gestaltung der Handels- und Investitionspolitik muss sich die Regierung für die Einhaltung von Menschen- und Arbeitnehmer*innenrechten sowie für Umweltstandards stark machen.

Deal als pdf ->

Meine Gruppe/Organisation/Initiative unterstützt den Klima-Corona-Deal






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Ich unterstütze den Klima-Corona-Deal als Wissenschafter*in






Mit Stand 5.5.2020 haben bereits 94 Organisationen, Initiativen & Gruppen sowie 518 Wissenschaftler*innen den Klima-Corona Deal unterstützt.
94 unterstützende Organisationen, Initiativen & Gruppen

aufstehn · AG Bewahrung der Schöpfung Nenzing · Aktion kritischer Schüler_innen (aks) · Amnesty International · Arche Noah · ARGE Schöpfungsverantwortung · Artists for Future · Attac Österreich · AUGE/UG – Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen · Austria Solar · Bird Life · Brot für die Welt · B.U.N.T. Kärnten · Cafe Abraham Wien · CliMates Austria · Department für Botanik und Biodiversität, Österreichische Mykologische Gesellschaft · Dienstleister Energieeffizienz und Contracting Austria (DECA) · Doktors for Future · echt.im.biss e.U. · EU Umweltbüro · Extinction Rebellion Austria · Fachhochschule St. Pölten · fairkom Gesellschaft · FFF Austria · Footprint · Forum für nachhaltige Visionen in Aktion · Forum ViA · freigeist arbogast · Fridays for Future Vienna · FuturAbility · FuturAbility eG · Future Aid – Die Zukunft braucht unsere Hilfe! · Generation Earth · Gewerkschaft Bau – Holz · GLOBAL 2000 · Greenpeace Österreich · greenskills – United Creations · IG Fahrrad · IG Windkraft · Institut für Wohnbauforschung · Institute of Building Research & Innovation · Interessensgemeinschaft (IG) Windkraft · i-on e.U. · Katholische Aktion der Erzdiözese Wien · Katholische Frauenbewegung Wien · Katholische Jugend Österreich · Katholische Jungschar · Katholische Sozialakademie · KLAR! Tiebeltal und Wimitzerberge · Klimabündnis OÖ · Klimavolksbegehren · Konferenz der Kirchlichen Umweltbeauftragten Österreichs · Linkswende jetzt · Naturschutzbund Salzburg · ÖGUT · oikos Vienna · Ökosoziales Studierendenforum · Ökovernetzungsförderverein · Ordination Marlovits · OSENUM Ges. für Energie- und Umweltmanagement e.U. · Österreichische Berg- und Kleinbäuer_innen Vereinigung (ÖBV) – Via Campesina Austria · Parents for Future Austria · Parents for Future Baden · Pioneers of Change · Plattform für eine menschliche Asylpolitik · PointC_holistic change · proPellets Austria · Radlobby Kärnten · Schloss Thannegg Academy · Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis · SERI · ShareConomy & TradeCommunity · so-sein.at · SOLSCP · Sonnentor · Students for Future Graz · System Change, not Climate Change Wien · Theater der Unterdrückten Wien · Transition Graz · Treeathlon · UG – Unabhängige GewerkschafterInnen im ÖGB · Umweltbeauftragung der Evangelischen Diözese A.B. Wien · Umweltdachverband · Umweltreferat ÖH Universität Salzburg · Verantwortung Erde · Verband Austria Solar · Verein für beherzte Gespräche und Selbstermächtigung · Verein Spiel_Raum – Raum für Bewegung,Theater und Anti-Diskriminierung · Vier Pfoten · VISIpedia · WaXunion Verein zur Förderung von Nachhaltigkeit und Vielfalt · Welthaus Wien · World Wide Fund For Nature (WWF Österreich) · Zukunftsküche
518 unterstützende Wissenschaftler*innen

Die Scientists for Future Linz sowie die 401 Wissenschaftler*innen der Scientists for Future Tirol/Vorarlberg unterstützen den Klima-Corona-Deal. Darüber hinaus unterstützen folgende Wissenschaftler*innen die Forderungen:

Gilbert Ahamer, Universität Graz · Arabel Amann, Technische Universität Wien · Hannah Augustin, Universität Salzburg · Markus Bacher, Universität für Bodenkultur Wien · Daniel Barben, Institut für Technik- und Wissenschaftsforschung, Universität Klagenfurt · Richard Bärnthaler, Wirtschaftsuniversität Wien, Institute for Multi-Level Governance and Development · Alejandra Barrera, Wirtschaftsuniversität Wien · Benedikt Becsi, Universität für Bodenkultur Wien · Lisa Bohunovsky, Universität für Bodenkultur Wien, Zentrum für globalen Wandel und Nachhaltigkeit · Ulrich Brand, Universität Wien · Martin Bruckner, Wirtschaftsuniversität Wien, Institute for Ecological Economics · Bruno Buchberger, Johannes Kepler Universität Linz · Louison Cahen-Fourot, Wirtschaftsuniversität Wien, Institute for Ecological Economics · Renate Christ, ehemalige Generalsekretärin IPCC · Giuseppe Delmestri, Wirtschaftsuniversität Wien · Martha Ecker, Technische Universität Wien · Franz Essl, Universität Wien, AG „BioInvasions. global change. macroecology“ · Stefan Fredenhagen, Universität Wien · Jürgen K. Friedel, Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Ökologischen Landbau, · Martin Gebser, Universität Klagenfurt, Institut für Angewandte Informatik · Barbara-Amina Gereben-Krenn, Universität Wien, Department Evolutionsbiologie · Michael Getzner, Technische Universität Wien, Institut für Raumplanung · Juri Giannini, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung · Stefan Giljum, Wirtschaftsuniversität Wien, Institute for Ecological Economics · Christoph Görg, Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Soziale Ökologie · Günter Gruber, Technische Universität Graz, Institut für Siedlungswasserwirtschaft und Landschaftswasserbau · Michael Gruber, Universität Salzburg · Micaela Grüner-Hönnemann, Universität Mozarteum Salzburg · Anke Gutmann, Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Nutztierwissenschaften · Robert Happel, Universität Wien · Elisabeth Haring, Naturhistorisches Museum Wien · Yvonne Hartinger, Universität Mozarteum Salzburg Alois Haselböck · Wirtschaftsuniversität Wien Babette, Hebenstreit · FH Vorarlberg, Energietechnik und Energiewirtschaft Anna Hehenberger Momentum Institut, Andrea · Höltl Donau-Universität Krems, Michael · Holzer Medizinische Universität Graz, Otto-Loewi Forschungszentrum, Renate · Hübner Alpen-Adria Universität Klagenfurt, Daniel · Huppmann International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA), Hans-Peter · Hutter Medizinische Universität Wien, Zentrum für Public Health, Mirko · Javurek Johannes Kepler Universität Linz, Sabrina · Jenull Max Perutz Labs Vienna, Lisa · Kappel FH-Campus Wien, Katrin · Karner Universität für Bodenkultur Wien, Georg · Kaser Universität Innsbruck, Georgios · Katsaros IST Austria, Reka · Kelemen IST Austria, Christian · Kerschner Modul University Vienna, Ferdinand · Kerschner Johannes Kepler Universität Linz, Stefan · Kienberger Universität Salzburg – Scientist4Future, Steffen · Kittlaus Technische Universität Wien, Institut für Wassergüte und Ressourenmanagement, Johannes · Klackl Universität Salzburg, Lukas Daniel · Klausner Fachhochschule St. Pölten, Institut für IT-Sicherheitsforschung, Hermann · Klug Universität Salzburg, Andreas · Koch Universität Salzburg, Joschka · Köck Doktorand Universität Kassel, Politische Ökologie, Heinrich · Kowalski Medizinische Universität Wien, Christian · Kozina Universität Graz, RCE Graz-Styria, Johanna · Kranz Austrian Educational Competence Centres – Biologie, Halliki · Kreinin Wirtschaftsuniversität Wien, Institute for Ecological Economics, Helga · Kromp-Kolb Universität für Bodenkultur Wien, Zentrum für Globalen Wandel und Nachhaltigkeit, Lara · Leik Universtität Salzburg, Scientists4Future, Mirko · Lieber Institute for Ecological Economics, Vienna University of Economics and Business, Sarah · Lindner Karl-Franzens-Universität Graz, Axel · Maas Universität Graz, Pierre · Madl Universität Salzburg, Cornelia · Malojer Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, Patrick · Meidl IST Austria, Claudia · Mich Climate Change Centre Austria, Michael · Miess Wirtschaftsuniversität Wien, Institute for Ecological Economics, Xenia · Miklin Wirtschaftsuniversität Wien, Ecological Economics Institute, Mario · Molina-Kescher Alpen-Adria Universität Klagenfurt, Geographie Institut, Gerd · Müller Universität Wien, Stefan · Nabernegg Universität Graz, Wegener Center, Stefano De · Nicola IST Austria, Herta · Nöbauer, Universtität Wien, Institut für Kulut- und Sozialanthropologie, Andreas · Novy Wirtschaftsuniversität Wien – Institute for Multi Level Governance and Development, Selma · Osmanagic-Myers Medizinische Universität Wien, Walter · Papousek Technische Universität Graz, Institut für Theoretische Physik, Thomas · Payer Wissenschaftler im Forschungsprojekt „Angewandte Hydrogeologische Forschung, Stadtgebiet Wien“, Jana · Petermann Universität Salzburg, Biowissenschaften, Barbara · Petschacher Technische Universität Graz, Erna · Pfeiffer Universtität Graz, Christina · Plank Universität Wien, Ekaterini · Platanitis Max Perutz Labs Vienna, Ivo · Ponocny Modul University Vienna, Department of Sustainability, Governance, and Methods, Julia · Ramesmayer Max Perutz Labs Vienna, Franz · Rauch Universität Klagenfurt, Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung, Klaus · Rieser Universität Graz, Institut für Amerikanistik, Peter · Rossmann Universität Graz, Johann Thomas · Rotheneder Medizinische Universität Wien, Natalia · Ruzickova Institute of Science and Technology Austria, Patrick · Scherhaufer Universität für Bodenkultur Wien, Martin · Scheuch Hochschule für Agrar- & Umweltpädagogik, Julia · Schmitt Johannes Kepler Universität Linz, Colleen · Schneider Wirtschaftsuniversitaet Wien, Stefan · Schüchner Medizinische Universität Wien, Barbara · Smetschka Universität für Bodenkultur Wien, Ena · Smidt Universität für Bodenkultur Wien, Sigrid · Stagl Wirtschaftsuniversität Wien – Sozioökonomie – Ecological Economics, Michaela · Stainer Ludwig Boltzmann Institut für klinische und experimentelle Traumatologie Michael Steinwandter, EURAC research · Reinhard Steurer, Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Wald-, Umwelt- und Ressourcenpolitik · Andrea Stickler, Technische Universität Wien · Alfred Strigl, ÖIN Österreichisches Institut für Nachhaltige Entwicklung · Christian Sturmbauer, Universität Graz · Werner Suppanz, Universität Graz, Institut für Geschichte · Henry Fabian Thomas, Max Perutz Labs Vienna · Andreas Tribsch, Universität Salzburg, FB Biowissenschaften · Isabella Uhl-Hädicke, Universität Salzburg – Scientists4Future · Philipp von Gehren, Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit | AGES · Lisa Weidlich, Gregor Mendel Institut, Austrian Academy of Science · Heidemarie Weinhäupl, Universität Wien, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie · Manuela Winkler, Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Botanik · Nikola Winter, Universität Wien · Thomas Wrbka, Universität Wien · Larissa Zajicek, Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften

AUGE/UG-Paiha/Taibl: Unverschuldet Arbeitslose nicht zurücklassen!

Corona-Hilfspaket für Arbeitslose gefordert

Aufgrund der Pandemie ist in Österreich die Arbeitslosigkeit sprunghaft angestiegen. Die Regelungen zur Kurzarbeit federn zwar Einiges ab, aber nicht alle Arbeitgeber nehmen sie in Anspruch. Viele bleiben bei Kündigungen. Mehr als 100 000 Menschen sind aktuell davon betroffen. Das Hilfspaket der Regierung sieht in diesem Fall keine zusätzliche Unterstützung für Erwerbsarbeitslose vor.

Arbeitslose bekommen demnach nicht wie in der Kurzarbeit 80% oder mehr ihres Gehaltes, sondern zumeist nur 55%. „Hier muss die Regierung dringend nachbessern. Umso mehr, als verstärkt Menschen im Niedriglohnsegment betroffen sind“, verlangt Stefan Taibl, AK-Rat und Betriebsrat für die Alternativen, Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen in Niederösterreich. Es geht nicht an, diese Menschen zurück zu lassen, unverschuldet ganze Familien in die Armut zu schicken, noch dazu ohne Chancen auf raschen Wiedereinstieg ins Erwerbsleben, solange die Krise anhält“. Die AUGE/UG fordert daher die sofortige Anhebung der Nettoersatzrate im Arbeitslosengeld auf 80% als weitere Maßnahme des Corona-Hilfspakets.

„Die Krise zeigt einmal mehr, wie rasch Menschen unverschuldet in die Arbeitslosigkeit rutschen können“, so Klaudia Paiha, Bundessprecherin der AUGE/UG. „Wir fordern seit langem eine Anhebung der Nettoersatzrate, um existenzsichernd zu sein. Im internationalen Vergleich hinkt Österreich da sowieso hinterher. Gerade jetzt wird deutlich, wie wichtig diese Forderung ist“, so Paiha weiter, die sich dabei auf einer Linie mit den Arbeiterkammern und Gewerkschaften weiss. Diese haben größtenteils, auch auf Betreiben der AUGE/UG, diese Forderung schon lange in ihrem Programm. „Erhöhen wir die Nettoersatzrate und damit das Arbeitslosengeld – gerade jetzt! Damit wir in der Krise niemanden zurück lassen“, so Taibl zum Abschluss.

Darüberhinaus fordert die AUGE/UG, jenen Unternehmen, die sich durch Kündigungen in der Krise unsolidarisch gegenüber den Beschäftigten zeigen, auch nicht die volle solidarische Hilfe durch die Allgemeinheit zukommen zu lassen, etwa bei Förderungen oder Stundung von Abgaben- und Steuerschulden.

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