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PRESSEINFORMATION 12.11.2019: Zum Leben zu wenig: AUGE fordert Maßnahmen gegen Erwerbsarmut

Salzburg, 12.11.2019

PRESSEINFORMATION

Zum Leben zu wenig:

AUGE fordert Maßnahmen gegen Erwerbsarmut

Rund 30.000 Menschen in Salzburg befinden sich in atypischen Beschäftigungsverhältnissen, davon befinden sich rund 25.000 in prekären Arbeitsverhältnissen und können von ihrer Arbeit nicht leben. Unser Bundesland liegt bei den Löhnen im Österreich-Vergleich traditionell im letzten Drittel. Bei den Mieten und Lebenshaltungskosten liegt Salzburg dagegen weit vorne. Dies führt dazu, dass immer mehr Menschen als so genannte „working poor“ gelten. Die AUGE Salzburg fordert nun dringend Maßnahmen, um dieser Entwicklung entgegenzusteuern. „Wir brauchen dringend eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich“, sagt AUGE-Landessprecher Klaus Brandhuber. „Das wäre ein Schritt in Richtung mehr Chancengleichheit.“

Besonders betroffen sind vom Phänomen Armut trotz Arbeit einmal mehr die Frauen. Grund sind zum einen Niedriglohnbrachen wie Handel, Tourismus und Dienstleistungen, in denen vorwiegend Frauen beschäftigt sind. Zum anderen arbeiten Frauen – auch aufgrund von Betreuungspflichten – besonders oft in Teilzeit. Doch selbst bei gleicher Stundenzahl verdienen Frauen laut dem „Frauenmonitor der Salzburger Arbeiterkammer“ um rund ein Drittel weniger.

„Wir müssen alles daransetzen, um jetzt die richtigen Maßnahmen zu ergreifen“, sagt Klaus Brandhuber. „Erwerbsarmut setzt sich ja weiter fort. Wir produzieren Pensionisten und Pensionistinnen, die im Alter auf Transferleistungen angewiesen sind.“ Die AUGE wird deshalb bei der Vollversammlung der Salzburger Arbeiterkammer Maßnahmen zur Bekämpfung der Erwerbsarmut fordern.

 

Kontakt:

Klaus Brandhuber,

e-mail:klaus.brandhuber@auge.or.at

Tel: 0660 / 653 27 66

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