Ergebnisse zum Schlagwort: Gewerkschaft

J20 DEFENSE CAMPAIGN – Freiheit für US-Gewerkschafter*innen

Dear colleagues,
The Viennese AUGE/UG (Alternative and Green Trade Unionists/ Independent Trade Unionists) wishes to express support and solidarity with the J20 defendants. Arresting and charging peaceful protesters for exercising their First Amendment rights to freedom of expression and especially the targeting of union members is extremely concerning. We demand the charges against these protesters be dropped.

As Austrians we find idea of using the Federal Riot Statute to make individual participants guilty for the actions of others particularly disturbing because the Austrian parliament is considering passing a similar law. Just as we protest against such a law in Austria, we support our colleagues in the USA who are being targeted.

Taking to the streets is labor’s time-honored means of protest and we cannot allow this to be taken from any of our numbers. As your letter states, „the labor movement cannot succeed if union members are treated as criminals when protesting anti-union and anti-worker politicians and their policies.“

We have informed our supporters via of our weekly newsletter.

Please add our name AUGE/UG Vienna (Alternative und Grüne GewerkschafterInnen/ Unabhängige GewerkschafterInnen) to www.midatlanticgdc.com/letter

Best wishes,

Klaudia Paiha
Chairperson

AUGE/UG: Sobotkas autoritäre Fantasien auch Kampfansage gegen Gewerkschaften

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Versammlungsrecht ein Grundstein gewerkschaftlicher Arbeit. Einschränkung ist Kampfansage gegen Gewerkschaften

Scharfe Kritik an Innenminister Sobotkas Plänen zur Einschränkung der Versammlungsfreiheit kommt von Klaudia Paiha, Bundessprecherin der Alternativen, Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen – AUGE/UG: „Die Versammlungsfreiheit zählt zu den wichtigsten Errungenschaften einer Gesellschaft,sie ist ein Eckpfeiler von Demokratien. Dieses fundamentale Recht einschränken zu wollen, zeigt den autoritären Geist Sobotkas.“

Angriff auf Gewerkschaften

Das Versammlungsrecht gehört, wie das Vereins- und Koalitionsrecht, zu den Grundsteinen gewerkschaftlicher Arbeit. Dieses mit dem Argument „wirtschaftlicher Einbußen“ für „Geschäfte“ einschränken zu wollen, ist damit auch ein direkter Angriff gegen Gewerkschaften. Kundgebungen sind als öffentliche politische Meinungsäußerungen und Willensbekundung auch für die ArbeitnehmerInnenschaft unabdingbar. Proteste jeglicher Art sind darüber hinaus Formen von Kampfmaßnahmen in Arbeitskonflikten, auch vor betroffenen Firmen undGeschäften. „Wir werden daher eine Einschränkung der Versammlungsfreiheit unter keinen Umständen dulden“, so Paiha und warnt den Innenminister mit Blick auf die kommenden Proteste gegen den WKR-Ball (vulgo „Akademikerball“): „Sobotka soll lieber seinem Auftrag nachkommen und die Versammlungsfreiheit schützen. Aussperrung von JournalistInnen, Platzverbote und überbordende Polizeieinsätze gegen VersammlungsteilnehmerInnen, wie in den vergangenen Jahren, sind eine Schande für eine Demokratie.“

Warum der Kampf der französischen Gewerkschaften unsere Solidarität verdient

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Seit mehreren Wochen erlebt Frankreich die heftigste Streik- und Protestbewegung seit Mitte der neunziger Jahre. Hunderttausende ArbeitnehmerInnen und ihre Gewerkschaften protestieren gegen die geplanten Arbeitsrechts-„Reformen“ der sozialistischen Regierung, die in Wirklichkeit nichts anderes darstellen, als einen neoliberalen Kahlschlag und eine Frontalattacke auf Gewerkschaftsrechte, auf Löhne und die 35-Stunden-Woche in Frankreich. Laut Umfragen sympathisiert der Großteil der Bevölkerung mit den protestierenden ArbeitnehmerInnen. Warum der Kampf der französischen Gewerkschaften unsere Solidarität verdient weiterlesen

KIV/UG zur Causa Rainer: „KAV ist dringend aufgerufen, sein Leitbild ernst zu nehmen!“

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„Es ist schon jahrelang bekannt, dass im KAV befristete Dienstverträge nicht einfach verlängert werden und es immer wieder zu Schwierigkeiten im Qualitätsmanagement bzw. im Umgang mit Kritik kommt. Darüber hinaus stehen Fachkräftemangel und Arbeitsüberlastung in allen Berufsgruppen an der Tagesordnung, “ kritisiert Biju Onatt, Personalvertreter der KIV/UG – Konsequente Interessensvertretung/Unabhängige GewerkschafterInnen im Wiener KAV.

 

Als Unabhängige GewerkschafterInnen trägt die KIV/UG  das Leitbild selbstverständlich mit. „Das Tagesgeschehen lehrt uns aber, dass die Realität oftmals eine Andere ist. Daher wissen wir auch, dass sich viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des KAV weder von der führenden Gewerkschaft noch von der Personalvertretung nachhaltig vertreten fühlen, kritisiert der KIV/UG-Gewerkschafter. Der derzeitige Anlassfall im Otto Wagner Spital mache dabei eine sachliche Auseinandersetzung mit den suboptimalen Entwicklungen im Gesundheitssystem immer schwieriger.

 

Berechtigte Kritik darf nicht zu Kündigung oder Benachteiligung führen!

 

Wir stehen als unabhängige Fraktion in der Gewerkschaft younion für eine „wache“ Gewerkschaft, die stets die Interessen aller Bediensteten nachdrücklich vertritt. Keineswegs unterstützen wir die Vorgangsweise seitens der Dienstgeberin und der Politik. „Es kann seitens GewerkschafterInnen aus grundsätzlichen Erwägungen nicht akzeptiert werden, dass eine kritische Auseinandersetzung mit dem Arbeitsumfeld zu Kündigung, Entlassung oder Benachteiligungen führen darf. Es darf kein  nicht der Eindruck erweckt werden, dass  unabhängiges, kritisches Denken unerwünscht ist und zu negativen Konsequenzen für Beschäftigte führen kann. Eine derartige Vorgangsweise ist in jedem Fall abzulehnen. Das Recht auf freie Meinungsäußerung ist ein Grundrecht demokratischer Gesellschaften, “ hält Onatt fest.

 

Klares Bekenntnis der KIV/UG zu „Solidarprinzip“ in Gewerkschaften

 

Wesentliche Aufgaben der PersonalvertreterInnen und GewerkschafterInnen sind Schutz und Unterstützung aller Bediensteten. Dabei muss jede/jeder Bedienstete die Möglichkeit haben, sich in den verschiedensten Interessensvertretungen einzubringen und sich an diese zu wenden. Die Gründung einer eigenen, spezifischen Berufsgruppengewerkschaft – wie etwa für Ärzte – lehnt die KIV/UG   jedoch aus grundsätzlichen Überlegungen ab. Onatt abschließend: „Mit dem Versuch der Gründung einer eigenen Berufsgruppengewerkschaft wird aus unserer Sicht das Solidaritätsprinzip unter allen Beschäftigten verletzt.

 

Aus gutem Grund haben sich die Gewerkschaften in Österreich dafür entschieden, über alle Berufsgruppen hinweg eine Branche zu organisieren um schlagkräftiger auftreten und verhandeln zu können, aber auch um jene Beschäftigten stärker vertreten zu können, die ihre Interessen nur schwer organisieren und durchsetzen können. Mit diesem solidarischen Prinzip soll nicht gebrochen werden.“

 

Biju Onatt ist Personalvertreter der KIV/UG im KAV und Ersatzkammerrat der AUGE/UG Wien

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