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PRESSEINFORMATION 03.03.2020: AUGE Salzburg fordert deutliches Signal der Politik zur Finanzierung der 35-Stundenwoche für Sozial-, Gesundheits- und Pflegeberufe

Salzburg, 03.03.2020

PRESSEINFORMATION

AUGE/UG Salzburg fordert deutliches Signal der Politik zur Finanzierung der 35-Stundenwoche für Sozial-, Gesundheits- und Pflegeberufe

Klaus Brandhuber: „35-Stunden-Woche ohne Verschlechterung anderer Arbeitsbedingungen muss möglich sein.“

Nachdem die siebte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Sozialwirtschaft Österreich (SWÖ) Montagnacht abgebrochen wurde, zeichnet sich weiterhin Uneinigkeit zwischen ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen ab. Die SWÖ-Verhandlungen sind auch ausschlaggebend für Kollektivvertragsverhandlungen der Caritas und Diakonie.

Die Forderung nach einer 35-Stunden-Woche konnte bisher nicht durchgesetzt werden. Von einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Sozial-, Gesundheits- und Pflegeberufen ist man noch weit entfernt. Ideen zur Verbesserung der Arbeitsqualität von Arbeitgeberseite gibt es scheinbar nicht – dies wird in den nächsten Jahren ganz klar zu einer Unterversorgung des Sozial- & Pflegesystems führen.

Die achte Runde der SWÖ-Kollektivvertragsverhandlungen ist für den 26. März geplant. Bis dahin ist mit Streiks zu rechnen. Die 35-Stunden-Woche wird weiterhin eingefordert werden. Das Argument der Nicht-Finanzierbarkeit ist keine Sache des Nicht-Könnens sondern Nicht-Wollens. Die Politik, die hier klar in der Handlungsverantwortung steht, lehnt sich zurück und beobachtet, es soll nur ja kostenneutral sein.

„Es benötigt endlich eine klare finanzielle Zusage seitens der politischen EntscheidungsträgerInnen, die eine 35-Stunden-Woche ohne Verschlechterungen anderer Rahmenbedingungen ermöglicht“, fordert daher Klaus Brandhuber, Landessprecher der AUGE/UG Salzburg und Verhandler im Diakonie KV, der sich an den SWÖ-Verhandlungen orientiert. Seine KollegInnen, BetriebsrätInnen, die Gewerkschaften GPA-djp und vida sowie ÖGB und AK aber auch die Zivilgesellschaft fordert er auf vehement zu bleiben, die Forderungen zu unterstützen und sich solidarisch zu zeigen.

Kontakt:

Klaus Brandhuber

e-mail:klaus.brandhuber@auge.or.at

Tel: 0660 / 653 27 66

AUGE/UG: Solidarität mit den Streikenden und allen Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialbereich

Fördergeber dringend aufgefordert, erforderliche budgetäre Mittel zur Verfügung zu stellen

„Es ist kein Wunder und mehr als berechtigt, wenn die Beschäftigten im Sozial- und Gesundheitsbereich jetzt streiken. Es ist die Folge von langjähriger Unterfinanzierung in diesem Bereich, schlechten Löhnen und Arbeitsbedingungen. Nicht umsonst steht die Forderung nach einer Sozialmilliarde seit Jahren auf der Agenda der AUGE/UG“, meint Klaudia Paiha, Bundessprecherin der Alternativen, Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen.

Es ist eine zentrale Aufgabe der Politik, finanzielle und organisatorische Rahmenbedingungen so zu setzen, dass die Sozialwirtschaft ihren gesellschaftlich wichtigen, notwendigen und erwünschten Aufgaben nachkommen kann. „Wir fordern alle Fördergeber auf, endlich ihre Verantwortung wahrzunehmen und die Missstände für die Beschäftigten zu beseitigen. Nur sie können die erforderlichen Mittel zur Verfügung stellen, damit die Beschäftigten angemessene Löhne und Arbeitsbedingungen erhalten“, verlangt Paiha von den Finanzverantwortlichen in Bund, Ländern und Gemeinden.

Die im Sozial- und Gesundheitsbereich Tätigen brauchen Arbeitsbedingungen, die eine intensive Beschäftigung und Auseinandersetzung mit den spezifischen und vielfältigen Bedürfnislagen der KlientInnen ermöglichen. Zu diesen gehört auch eine verkürzte Normalarbeitszeit. Daher unterstützt die AUGE/UG selbstverständlich auch die Forderung nach einer 35-Stunden Woche. „Unsere volle Solidarität und Unterstützung gilt den Beschäftigten. Wir wünschen ihnen viel Erfolg in ihrem Arbeitskampf“, schließt Paiha

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