Ergebnisse zum Schlagwort: Umwelt

Antrag 6 / Billigfleisch hat seinen Preis – für die Tiere, aber auch für unsere Gesundheit und Umwelt

der AUGE/UG -Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen

zur 173. Vollversammlung der Arbeiterkammer Wien am 12. November 2019

Antrag mehrheitlich zugewiesen:
FA, GA, Persp., ARGE, , GLB, Türkis, Kom., BDFA: ja
FSG, ÖAAB: für Zuweisung
FAIR: nein

Die 173. Vollversammlung der Arbeiterkammer Wien möge beschließen:
Die Arbeiterkammer spricht sich dafür aus, dass

  • in Einrichtungen der öffentlichen Hand der Fleisch-Anteil bei Speisen an den Empfehlungen der österreichischen Gesellschaft für Ernährung ausgerichtet und ggf. gesenkt wird,
  • in der öffentlichen Beschaffung Tierwohlkriterien stärker berücksichtigt werden, der Anteil an tierischen Produkten, deren Produktion über dem gesetzlichen Tierwohl-Mindeststandard liegen, stetig auszubauen,
  • in Einrichtungen der öffentlichen Hand ausschließlich Speisen angeboten werden, bei denen die tierischen Komponenten nicht mit Hilfe von gentechnisch veränderten Futtermitteln oder mit Futtermitteln aus Regenwaldzerstörung erzeugt wurden,
  • in Einrichtungen der öffentlichen Hand bei Speisen die Herkunft, Haltungsform, Futtermittel und das Tierwohl des Fleischanteils transparent ausgelobt wird. Sollte dies nicht praktikabel sein, ist alternativ die Angabe `aus unbekannter Herkunft´ möglich.

Der Weltklimarat IPCC untersuchte den Zusammenhang zwischen der Landnutzung durch den Menschen und der Klimaerhitzung. Laut dem aktuellen Bericht „Climate Change and Land“ des IPCC sind die Auswirkungen deutlich dramatischer als bisher angenommen: Unser globales Ernährungssystem – allen voran die industrielle Landwirtschaft und Fleischproduktion – ist für rund 37 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich.
Der Fleischkonsum hat sich in den letzten 60 Jahren mehr als verdoppelt, die Land-Flächen wurden in einer in der Geschichte der Menschen beispiellosen Geschwindigkeit in landwirtschaftliche Nutzflächen umgewandelt. Jedes Jahr verschwinden Tropenwälder von der Größe Sri Lankas, da der Mensch neue Anbauflächen für eine exportorientierte Agrarindustrie schafft. Gleichzeitig schwindet damit die Möglichkeit, große Mengen Kohlendioxid aufzunehmen. Im Amazonas-Regenwald und auch in der Cerrado-Savanne im Südosten Brasiliens werden riesige Wälder vernichtet, die in der Regel zuerst als Weideland und anschließend als Sojafelder genutzt werden.
Die industrielle Fleischproduktion ist durch eine steigende Nachfrage überall auf der Welt auf dem Vormarsch. Auf unseren Tellern landet oft billige, minderwertige Massenware. Für einen gesunden Planeten braucht es jedoch eine deutliche Reduktion des Fleischkonsums und der Nutztierhaltung. Diese wäre auch ein Hebel für mehr Tierwohl und für eine gesündere Ernährung. Gemäß der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung sollten wir, um gesund zu bleiben, nicht mehr als drei Portionen von je 100 bis 150 Gramm Fleisch pro Woche konsumieren. Die Österreicherinnen und Österreicher essen im Schnitt rund 1,2 Kilo Fleisch pro Woche – also etwa das Dreifache.

AUGE/UG bringt Umwelt- und Klimaschutz in die AK-NÖ Grundsatzerklärung

Die erste Vollversammlung nach der AK-Wahl ist eine sehr „formelle“ Veranstaltung: neue AK-RätInnen werden angelobt, das Präsidium und die diversen Ausschussmitglieder werden gewählt. 

Grundsatzerklärung mit Umwelt- und Klimaschutz

Am 17. Mai wurde bei der 1. Vollversammlung der AK-NÖ auch eine Grundsatzerklärung verfasst und einstimmig beschlossen. Dabei ist es uns gelungen, auch das Thema Umwelt- und Klimaschutz als einen der wichtigen Schwerpunkte in der Arbeit der AK „formell“ zu verankern. 

Die Überschriften der Grundsatzerklärung:  

  • für eine starke und unabhängige Arbeiterkammer
  • für eine moderne und zukunftsorientierte Interessensvertretung
  • für eine zukunftsfähige Sozialpartnerschaft
  • für konkrete Investitionen in Umwelt- und Klimaschutz in Betrieben und in den öffentlichen Verkehr
  • für bessere Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen und in der Pflege
  • für sichere Arbeitsplätze
  • für einen wirksamen Kampf gegen Lohn- und Sozialdumping
  • für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt
  • für die besten Startbedingungen unserer Jugend

sollen in den nächsten Jahren noch mehr mit Leben erfüllt werden. Wir von der AUGE/UG freuen uns schon auf diese Arbeit  und hoffen, dass dieser Grundsatzbeschluss uns künftig dabei stärken wird, wenn wir in der AK umwelt- und klimaschutzrelevante Anträge einbringen.

Wahlen – die Besetzung der Gremien:

Nicht nur die Wahl des Präsidenten, – auch die Besetzung des Vorstands und der Ausschüsse erfolgte einstimmig. 
Im Kontrollausschuss wurde AUGE/UG AK-Rätin Brigitte Reiter als 2. Stellvertreterin des Vorsitzenden gewählt. AK-Rat Stefan Taibl wurde – wie schon in den letzten 5 Jahren – in den Vorstand kooptiert (und hat damit beratende Stimme). 

Die erste Vollversammlung hat uns jedenfalls darin bestärkt, dass wir die konstruktive Zusammenarbeit mit den anderen AK-Fraktionen auch in den kommenden 5 Jahren fortsetzen werden.

 

2. Parade für saubere Luft in Graz – ein Redebeitrag von Heidi Schmitt

Umsteigen aufs Fahrrad

Redebeitrag zur 2. Parade für saubere Luft, 26. März 2019,
von Heidi Schmitt

Auch wenn einige es noch immer nicht wahrhaben wollen, das Klima ändert sich. Die Luft in Graz und in anderen Städten ist schlecht. Diskutiert wird aber nur, wo man genau messen soll, um die Grenzwerte nicht zu überschreiten. Dabei liegt das eigentliche Problem ganz woanders, zum Beispiel in unserem Mobilitätsverhalten.

Verstanden haben das die Schülerinnen und Schüler, die an den Freitagen auf die Straße gehen, um uns Erwachsene zum Umdenken zu bewegen.

Ihnen möchte ich besonders für ihr Engagement danken!

Kompliment für den Mut, den sie aufbringen! Sie verdienen unsere Hochachtung!

In erster Linie sind die Verantwortlichen gefragt, aber auch jede und jeder Einzelne von uns kann dazu beitragen, dass die Kinder KEINE Angst vor der Zukunft haben müssen. Der individuelle Lebensstil kann sehr viel beitragen. Kürzlich war im Standard zu lesen, dass nach einer Studie des Joanneum Research die zehn Prozent der Bevölkerung, die am meisten CO2 verbrauchen, etwa 18x so viel Treibhausgase verursachen wie das umweltfreundlichste Zehntel.

Das ist nicht nur unglaublich, sondern auch unverantwortlich!

Wenn ich mit Leuten übers Radfahren spreche, kommen meist keine Gründe, sondern Ausreden, warum sie nicht radeln. Das Auto ist in den Köpfen bei vielen Leuten die erste Wahl und wird nicht hinterfragt.

Dabei ist die Hälfte der Wege in Graz unter 5 Kilometer!

Dafür braucht man kein Auto. Das geht sehr gut per Rad, zumal in einer Stadt, in der überwiegend schönes Wetter ist. Ich verstehe nicht, wie man in einer Blechkiste gefangen sein mag, wenn man gesund genug ist, sich draußen zu bewegen. Radfahren macht Spaß, hält gesund und fit und ist zudem das sozialverträglichste Verkehrsmittel, das wir haben. Dabei gibt es immer wieder Umstiegs-Aktionen, wie z.B. Autofasten, die einladen, das Radfahren im Alltag auszuprobieren.

Der öffentliche Verkehr platzt zudem aus allen Nähten, daher ist der Umstieg aufs Rad für alle Teile der Gesellschaft von Vorteil.

Das haben viele Leute, vor allem die führende Politik in Graz noch nicht verstanden!

Wenn wir mit Verantwortlichen über den Radverkehr sprechen, kommen ebenfalls keine Gründe, sondern Ausreden, warum etwas nicht geht. Eine sehr beliebte Ausrede sind die angeblich hohen Kosten. Dabei hat der Südgürtel, also 2 km Autostraße 120 Mio Euro verschlungen So viel wurde in der Steiermark insgesamt, seit man Radwege baut, noch nicht für den Radverkehr ausgegeben.

Der Radverkehr im Kosten-Nutzen-Verhältnis an der Spitze!

Was passiert in Graz? Man denkt nach über Gondeln und U-Bahnen, der Radverkehr kommt bei den Überlegungen gar nicht vor. Radverkehr ist offenbar im Gegenteil nicht zu teuer, sondern zu billig, so dass es nicht genügend Motivation für die Verantwortlichen gibt, sich damit zu beschäftigen, weil sie offenbar keinen Profit darin sehen.

Nun ist es an uns allen, aufzuzeigen, dass uns das Klima, die sanfte Mobilität, insbesondere der Radverkehr wichtig ist und den Verantwortlichen klar zu machen, dass auch sie umdenken müssen.

Ihr seid heute schon gekommen, um ein Zeichen zu setzen, dass uns die Luft nicht ausgeht!

Dafür herzlichen Dank!


Die 2. Grazer Mobilitätsparade stand für saubere Luft &
…eine aktive Verkehrspolitik
…klimagerechte Mobilität
…Platz(FAIR)teilung im Verkehr
…eine lebenswerte und zukunftsfähige Stadt

ROUTE: Schillerplatz – Merangasse – Elisabethstraße – Ring – Vorplatz der Grazer Oper

Hier ein paar Eindrücke der Parade:

AUGE/UG NÖ: Spitzenkandidat Stefan Taibl klar auf Distanz zu Kesetovic

Wie heute bekannt wurde, soll AK-Rat Samir Kesetovic – er ist Spitzenkandidat der Liste GGNÖ – eine politische Mitbewerberin aufs übelste Weise beschimpft und mit sexistischen Nachrichten belästigt haben.

AUGE/UG – Grüne, Alternative und Unabhängige GewerkschafterInnen NÖ Spitzenkandidat Stefan Taibl stellt klar:
„Wir distanzieren uns von dieser Art des Umgangs mit dem politischen Gegner. Sexistische und widerwärtige Beschimpfungen sind keine tauglichen Mittel im Kampf gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. Wir stellen klar, dass die Liste von Samir Kesetovic – die sogenannten ‚Grünen Gewerkschafter‘ in Niederöstereich, nichts, aber auch gar nichts mit grün-alternativen Werten zu tun haben. Die Grünen rufen zur Wahl der AUGE/UG auf – der einzigen österreichweit kandidierenden sozial-ökologischen Kraft in der Arbeiterkammer.“

„Darum AUGEn auf bei der AK-Wahl: Wer bei den AK-Wahlen ‚grün‘ wählen will, macht sein Kreuz bei der Liste 4 – AUGE/UG“, schließt Stefan Taibl siehe OTS

Dieser Hr Kesetovic ist kein Grüner und hat nichts mit Grünen Werten zu tun. Im Gegenteil, er hat mit Frau Rosenkampf gegen „die feministische Allmacht in der Politik“ und für mehr
Väterrechte protestiert, er hat mit dem BZÖ und den Neos gegen Grüne kandidiert. Er missbraucht einen nicht geschützten Namen, aber „er
ist kein Grüner“.

Er ist auch nicht Repräsentant der Arbeiterkammer. Er hat ein
Kammerrats-Mandat, ja, aber diese Aktionen macht er nicht als
Repräsentant der Arbeiterkammer. Und, schon seltsam, wie ähnlich er
den Freiheitlichen ist: die letzten sexistischen Entgleisungen eines
Kammer-Rates in NÖ kamen von einem Freiheitlichen. Dieser hatte zumindest den Anstand, danach zurück zu treten. Hat Herr Kesetovic Anstand? Das wird
sich zeigen.

AK-Wahl 2019: AUGE/UG – Liste 4

Die Hauptwahlkommission der AK hat am Freitag getagt – jetzt ist es fix: 

Acht Listen treten bei der kommenden AK-Wahl an – die AUGE/UG als Liste 4!

Wir haben es geschafft: durch die Unterstützungserklärung von mehr als 300 AK-Mitgliedern tritt die AUGE/UG als „Liste 4“ bei der AK-Wahl an. Vielen Dank an alle, die uns dabei unterstützt haben!!!

Unsere KandidatInnen

Die KandidatInnen der AUGE/UG:
Stefan Taibl (Betriebsratsvorsitzender PSZ), Brigitte Reiter (Lehrgangsleiterin Donauuni Krems und Stadträtin in Langenlois), Walter Waiss (Behindertenhilfe Korneuburg), Renate Partei (Umweltberaterin), Wolfgang Studeny (Betriebsrat Caritas St.Pölten), Monika Hobek-Zimmermann (Gastronomie und Gemeinderätin)

Mehr über unsere KandidatInnen und unser Programm findest Du auf unserer Wahlkampfhomepage .

Achtung: taktisches Manöver am Wahlzettel!

Durch ein taktisches Manöver finden sich leider auch diesmal wieder 2 Grüne Namen auf dem Wahlzettel. 3 AK-RätInnen aus anderen Fraktionen haben durch ihre Unterschrift die Kandidatur der „Grünen GewerkschafterInnen“ als „künstliche Konkurrenz“ zur AUGE/UG ermöglicht.

Außer dem Wort „Grün“ im Namen hat diese Liste nichts mit Umweltpolitik zu tun. Es gibt weder ein Programm, noch eine Homepage der Grünen GewerkschafterInnen. In den letzten 5 Jahren gab es gab es von ihnen auch kaum Anträge und Debattenbeiträge  in der AK-Vollversammlung  – und schon gar nicht zu umweltrelevanten Themen wie Öffentlicher Verkehr oder Klimaschutz.  

Grün, Alternativ und Unabhängig = Liste 4 AUGE/UG!

Die Grünen unterstützen die AUGE/UG – als starke Stimme in der Arbeiterkammer: für konsequenten Umwelt- und Klimaschutz, mehr Gerechtigkeit am Arbeitsmarkt und faire Arbeitsbedingungen für alle. Wir freuen uns über GRÜNE Wahlempfehlungen für die AUGE/UG als Alternative und Unabhängige Gewerkschaftsgruppe.

Unabhängigkeit ist uns wichtig – Deshalb ist die AUGE/UG auch keine Grüne-Teilorganisation, sondern eine Liste unabhängiger GewerkschafterInnen, für die eine intakte Umwelt ebenso im Interesse der ArbeitnehmerInnen liegt, wie in ein intaktes soziales Netz und demokratische Strukturen, die Gleichberechtigung ermöglichen. 
Wir unterscheiden uns damit bewusst von „Mitbewerbern“, für die die Gewerkschaft in erster Linie als Sprungbrett in die (Bundes- und Landes)Politik dient und die im Interessenskonflikte zwischen Regierungslinie und ArbeitnehmerInnenpolitik letztlich ihren Parteien verpflichtet sind.

Überzeuge dich selbst von der AUGE/UG!

Auf unserer Wahlkampfhomepage   findest Du mehr Infos zu unseren KandidatInnen und warum sie für die AK-Wahl kandidieren – und  unsere Programm-Schwerpunkte für die Wahl und die kommende Legislaturperiode im AK-Parlament. Auf der AUGE/UG Homepage findest du auch unsere zahlreichen umwelt- und sozialpolitischen Initiativen

Wir setzen uns auch nach der Wahl für die Interessen der ArbeitnehmerInnen in Niederösterreich ein:

  • Klima vor Profit – damit dir nicht die Luft ausgeht
  • Zusammenhalten, gerade jetzt – damit Spaltung und Hetze keine Chance haben
  • Her mit fair – damit Wohlstand bei allen ankommt
  • 30 Stunden sind genug – damit die Arbeit nicht das Leben frisst
  • Mei Demokratie is net deppat – damit du im Betrieb gehört wirst

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ältere Beiträge |