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AUGE/UG zu ÖBB-Fahrplan: „Verkehrte Verkehrspolitik!“

 

Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen: Schluss mit Verhöhnung der BahnfahrerInnen!

„Mit weniger Verbindungen den öffentlichen Verkehr attraktiver machen zu wollen, kann ja wohl nur eine Verhöhnung der BahnfahrerInnen, insbesondere der PendlerInnen sein“, kritisiert Klaudia Paiha, Bundessprecherin der Alternativen, grünen und unabhängigen GewerkschafterInnen-AUGE/UG, die ÖBB-Fahrplanänderungen.

„PendlerInnen können es sich nicht aussuchen, wann und wo sie fahren wollen. Sie müssen zu bestimmten Zeiten von bestimmten Orten zu bestimmten Orten gelangen – auch außerhalb sogenannter Hauptverkehrszeiten“. Die Veränderungen der Arbeitswelt haben dazu geführt, dass ArbeitnehmerInnen über den ganzen Tag verteilt von und zum Arbeitsplatz gelangen müssen, aber auch SchülerInnen und Studierende brauchen ihre Züge.

Hier sei vor allem aber die Politik gefordert: „Wer öffentlichen Verkehr will – und das ist nicht nur aus Gründen des Klimaschutzes geboten, sondern wird von den politischen EntscheidungsträgerInnen in Lippenbekenntnissen immer wieder betont – muss ihn auch bezahlen.“ Insbesondere kritisiert Paiha das Land Niederösterreich, welchem offenbar Klimaschutz und ArbeitnehmerInnen, aber auch Familien völlig egal sind: „Was nutzen ArbeitnehmerInnen-Hotline und Klimaschutz-Wettbewerbe, wenn den Leuten ständig das Leben erschwert wird. Wie sollen sie ‚den Kübel stehen lassen’, wie es in einer Werbekampagne heißt, wenn es keine Alternativen gibt? Und was machen jene, die überhaupt keinen ‚Kübel’ haben?“

Es sei zwar begrüßenswert, dass nunmehr endlich ein verstärkter Ausbau der Bahn stattfinde, aber: „Es ist inakzeptabel, dass die Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte nun auf dem Rücken der KundInnen ausgetragen werden. Wie kommen gerade jene dazu, die die Bahn nutzen und dadurch einen Beitrag zu Klimaschutz und Finanzierung des öffentlichen Verkehrs leisten, deshalb Fahrplanausdünnung, Haltestellen-Schließungen, längere Fahrzeiten, Verspätungen und regelmäßige Verteuerungen auf sich nehmen zu müssen?“, ist Paiha erbost.

Auch die geplante Verlagerung von Güter-, aber teilweise auch Personenverkehr auf die Strasse, verurteilt Paiha scharf: „In Zeiten, wo mittlerweile alle schon erkannt haben, dass es im Klimaschutz höchste Eisenbahn ist, kann das ja nur als Provokation bezeichnet werden. Offenbar wird hier nach dem Prinzip gehandelt: Verkürz’ Mensch und Umwelt das Leid – steig auf’s Gas!“

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