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Paiha, AUGE/UG: „Flexibel sind wir schon genug – jetzt braucht es Arbeitszeitverkürzung!“

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„Es besteht kein Mangel an Flexibilität, vielmehr ist das Ausufern von Arbeitszeiten und die damit einhergehende, immer ungleicher werdende Verteilung von Arbeit kaum mehr in den Griff zu bekommen.“

 

Arbeitszeiten: „Wir haben ein Verteilungs-, kein Flexibilitätsproblem“

 

„Mit durchschnittlich 41,6 Wochenstunden liegen Österreichs Vollzeitbeschäftigte auf Platz 3 in der EU. 2014 wurden 268 Millionen Überstunden geleistet. Einmal mehr zeigt sich, wie ‚flexibel‘ ArbeitnehmerInnen in Österreich längst sind. Oft auf Kosten ihrer Gesundheit, ihres Familien- und Privatlebens,“ so Paiha weiter. Gleichzeitig boomt Teilzeit mit Einkommen und einer sozialen Absicherung, die vielfach nicht zum Leben ausreichen und schnellen die Arbeitslosenzahlen in die Höhe. „Es gibt bei den Arbeitszeiten kein Flexibilitäts-, sondern ein Verteilungsproblem. Darum brauchte es dringend eine Verkürzung der täglichen und wöchentlichen Arbeitszeit, um bezahlte und unbezahlte Arbeit gerechter zu verteilen – zwischen jenen, die zu viel und jenen, die zu wenig haben, aber auch zwischen Männern und Frauen.“

 

Ja zu einer arbeitnehmerInnenorientierten Arbeitszeitflexibilisierung

 

Tatsächlichen Aufholbedarf sieht Paiha allerdings bei Arbeitszeitflexibilisierungs-Modellen, die sich an Bedarfs- und Lebenslagen von ArbeitnehmerInnen orientieren. Paiha: „Was immer noch fehlt, ist ein Recht auf Teilzeit in spezifischen Lebenslagen mit dem Rückkehrrecht zu Vollzeit – etwa zur Weiterbildung oder weil Betreuungspflichten bestehen. Ebenso fehlt immer noch ein Rechtsanspruch auf Inanspruchnahme sozial abgesicherter, zeitlich befristeter beruflicher Auszeiten. Hier bestünde tatsächlich dringender Handlungsbedarf, weil Belastungen und Druck in der Arbeitswelt ständig steigen und der Bedarf nach länger zusammenhängenden Erholungs- oder Umorientierungsphasen steigt.“

 

Klares Nein zur weiteren Ausweitung täglicher Arbeitszeiten

 

Ein klares Nein kommt daher von der AUGE/UG zu einer weiteren Ausdehnung täglicher Arbeitszeiten: „Es ist bereits jetzt schwer genug, Arbeit und familiäre bzw. private Verpflichtungen unter einen Hut zu bekommen. Eine weitere Ausweitung täglicher Arbeitszeiten würde einmal mehr die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben erschweren und würde einmal mehr auf Kosten der Frauen gehen, weil eine partnerschaftliche Aufteilung der unbezahlten Arbeit zunehmend verunmöglicht würde.“ Der Trend ‚weiblicher‘ Teilzeit und ‚männlicher‘ Vollzeit würde sich verfestigen. Frauen wären weiterhin beruflicher Aufstiegschancen, ausreichender sozialer Sicherheit und ökonomischer Eigenständigkeit beraubt.

 

„Ohne Arbeitszeitverkürzung und einem neuen, deutlich verkürzten Vollzeitstandard wird es keine gerechtere Verteilung von Arbeit, Einkommen und Chancen geben. Insbesondere die ÖVP ist aufgefordert, endlich ihre Blockadehaltung in dieser Frage aufzugeben, im 21. Jahrhundert anzukommen und ihre Retroforderung nach 12-Stunden-Arbeitstagen fallen zu lassen“ schließt Paiha.

Termine Monatstreffen 2017

Liebe AUGEn,

 

hier sind die neuen Termine für die Monatstreffen im Jahr 2017.

 

Termine:

30.01.2017

06.03.2017

27.03.2017

24.04.2017

29.05.2017

26.06.2017

25.09.2017

30.10.2017

27.11.2017

18.12.2017

 

Tagesordnungen werden wie immer ein paar Tage davor ausgesendet.

 

Mit solidarischen Grüßen

Robert Müllner

Termine Monatstreffen 2017

Liebe AUGEn,

 

hier sind die neuen Termine für die Monatstreffen im Jahr 2017.

 

Termine:

30.01.2017

06.03.2017

27.03.2017

24.04.2017

29.05.2017

26.06.2017

25.09.2017

30.10.2017

27.11.2017

18.12.2017

 

Tagesordnungen werden wie immer ein paar Tage davor ausgesendet.

 

Mit solidarischen Grüßen

Robert Müllner

AUGE – Anträge Steiermark Nov. 2016

Die AUGE hat in der Steirischen AK-Vollversammlung am 10.11.2016 dazu aufgefordert, zur Mindestsicherung eindeutig Stellung zu nehmen, denn jeder Versuch, in der Mindestsicherung mehrere Klassen von Menschen in Notlagen zu schaffen, ist abzulehnen. Eine verfassungswidrige Obergrenze zu Lasten von Kindern oder eine ‚Mindestsicherung light‘ darf nicht geschaffen werden.

Dringliche Resolution zur Mindestsicherung

Weitere Themen waren:

Antrag zur Frauenquote in Aus- und Weiterbildung

Antrag zum Steirischen Wohnunterstützungsgesetz

Antrag zum Gleichbehandlungsgesetz

Antrag zum Recht auf weiterführende Berufsausbildung bei BMS-Bezug