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Ukraine-Krieg: Klima- und Asylrechtsbewegung veröffentlicht gemeinsame Forderungen

32 Organisationen sparen nicht mit Kritik an der Regierung

Die AUGE/UG veröffentlicht gemeinsam mit 31 Organisationen aus der österreichischen Klima- und Asylrechtsbewegung ein gemeinsames Statement mit vier Forderungen zum Ukraine-Krieg: Den Stopp klimazerstörerischer Aufrüstung, den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, offene Grenzen für Flüchtende und eine globale Agrar- und Ernährungswende.

Unter den Organisationen sind unter anderem: Attac Österreich, Aufstehn, Fridays For Future Wien, GLOBAL 2000, ÖBV-Via Campesina Austria, die Plattform für eine menschliche Asylpolitik, System Change Not Climate Change, u.v.a.

Klimapolitik ist Friedenspolitik

Verstärkte Aufrüstung führe zu weiterer Eskalation und beschleunige den Klimawandel, kritisieren die Organisationen. Die Waffenindustrie ist für etwa zwei Prozent der globalen Treibhausgase verantwortlich. Die Organisationen kritisieren daher auch die geplante Aufstockung des Heeresbudgets in Österreich. Diese entziehe der dringend nötigen Energie- und Mobilitätswende finanzielle Mittel. Anstelle von Militärbündnissen müssen diplomatische Lösungen und humanitäre Hilfe im Zentrum stehen. Österreichs Neutralität dürfe nicht zur Diskussion stehen.

Energie- und Mobilitätswende jetzt!

Österreichs enorme Abhängigkeit von russischem Gas wurde unter anderem von der OMV und der Wirtschaftskammer vorangetrieben, kritisieren die Organisationen. Statt nun teures Flüssiggas von woanders zu importieren, müsse die Energie- und Mobilitätswende oberste Priorität haben. Maßnahmen wie die Erhöhung der Pendlerpauschale hingegen zementieren lediglich die Abhängigkeit vom Verbrennungsmotor und entlasten vor allem hohe Einkommen. Die Organisationen vermissen zudem Anreize zum Energiesparen. Ein System, das auf Wachstum und Ausbeutung von fossilen Ressourcen beruht verursache zudem immer neue geopolitische Konflikte.

Keine rassistische Diskriminierung von Geflüchteten

Die Organisationen begrüßen, dass flüchtenden Menschen aus der Ukraine rasch und unbürokratisch geholfen werden soll. Zugleich verurteilen sie die Trennung in „gute“ und „schlechte“ Geflüchtete. Drittstaatsangehörige aus afrikanischen Ländern oder Asien genießen auch in Österreich nicht die gleichen Rechte wie Ukrainer*innen. Sie sind von Abschiebung in ihre „Heimatländer“ bedroht. Die Klima- und Flüchtlingsbewegung fordert gleiches Recht auf Schutz vor Verfolgung für alle. Nachhaltige Klimapolitik vermindere zudem Fluchtursachen, indem sie Lebensgrundlagen schützt.

Agrar- und Ernährungswende jetzt!

Mindestens 50 Länder sind bei der Versorgung mit Weizen zu 30 Prozent oder mehr von Russland und der Ukraine abhängig. Russland zählt zudem weltweit zu den größten Exporteuren von synthetischen Düngemitteln. Der Krieg offenbart, wie abhängig das weltweite Ernährungssystem von globalisierten Lieferketten und fossilen Brennstoffen ist. Es ist auf gewinnbringende Exporte statt auf nachhaltige Versorgung ausgerichtet. Agrarprodukte, Nahrungs- und Futtermittel werden als Tierfutter oder für Agrartreibstoffe verschwendet und dienen als Spekulationsobjekt.

Soforthilfen müssen daher mit einer umfassenden Agrar- und Ernährungswende einhergehen, fordern die Organisationen. Das bedeutet eine Landwirtschaft, die von fossilen Brennstoffen unabhängig ist, Massentierhaltung reduziert und auf Agrarökologie sowie auf kleinbäuerlichen Agrar- und Ernährungssystemen basiert. Stattdessen erwägen die EU-Agrarminister*innen sogar, wichtige Green Deal Ziele aufzuschieben oder gar zurückzunehmen, kritisieren die Organisationen.

Hier geht es zum Offenen Brief den wir mit 31 anderen Organisationen aus der österreichischen Klima- und Asylrechtsbewegung unterzeichnet haben!

AUGE/UG BR-Konferenz 06. und 07. Mai 2022

Kommunizieren mit der Belegschaft – Information, Kommunikation und Partizipation

Welche Herausforderungen gibt es?
Wie erreiche ich die Belegschaft besser? Wie erreicht mich die Belegschaft besser?

Lerne andere Betriebsrät*innen und Ersätze kennen, um dich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen, Synergien zu nutzen. Zudem wollen wir gemeinsam erarbeiten, wie der Betriebsrat besser mit der Belegschaft kommuniziert und wie die Belegschaft den Betriebsrat niederschwellig erreichen kann.

Die Konferenz beginnt am Freitag, 6. Mai 2022 um 18:00 Uhr und endet am Samstag, 7. Mai 2020 um 17:00 Uhr und findet in Salzburg statt.

Das jeweilige AUGE/UG Bundesland übernimmt für ihre fraktionierten Betriebsrät*innen und Ersätze die Anreise- und Verpflegungskosten. Für noch nicht fraktionierte Betriebsrät*innen und Ersätze sind die Bedingungen der Teilnahme und Kostenübernahme mit dem jeweiligen Bundesland zu klären.

Wir freuen uns auf deine verbindliche Anmeldung bis spätestens 21. April 2022 unter auge@ug-oegb.at.

Weitere Infos schicken wir dir nach der Anmeldung zu.

AUGE/UG Newsletter 14/2022

In diesem Newsletter …

AUGE/UG-Aktion zum Tag der Arbeitslosen 2022

Mach mit!
AUGE/UG-Aktion zum Tag der Arbeitslosen 2022

WANN: Fr. 29.04 um 09:30 bis 11:00 Uhr
WO: Mariahilferstraße/Ecke Neubaugasse

Zum 24. Mal begehen wir heuer den Tag der Arbeitslosen. Er wurde damals als bewusster Kontrapunkt zum „Tag der Arbeit“ eingeführt. Auch dieses Jahr wollen wir auf die schwierige Situation arbeitsloser Menschen aufmerksam machen und mit euch – mittels eine großen Bodenumfrage – diskutieren was Arbeitslosigkeit konkret für die Betroffenen bedeutet.

Gerade die Krisen der letzten Jahre haben gezeigt, wie wichtig ein soziales Absicherungsnetz für unsere Gesellschaft ist. Jetzt möchte Arbeitsminister Martin Kocher die Arbeitslosenversicherung reformieren. Noch ist noch nichts Konkretes bekannt, aber eine Ausweitung der Zumutbarkeitsbestimmungen, sowie ein degressives, also absinkendes, Arbeitslosengeld sind im Gespräch. 

Deshalb fordern wir gemeinsam mit dem Volksbegehren „Arbeitslosengeld Rauf!“ eine Erhöhung des Arbeitslosengeld und eine Entschärfung der strengen Zumutbarkeitsbestimmungen. Vor Ort werdet ihr auch die Möglichkeit haben, euch über das Volksbegehren Arbeitslosengeld Rauf! zu informieren.

Kommt vorbei und diskutiert mit uns!
Medienvertreter*innen sind herzlich willkommen! (Fotomöglichkeit!)

Wir freuen uns auf euch!


– Hier der Link zur Facebook-Veranstaltung!
– Hier findet ihr unsere Aktivitäten rund um das Volksbegehren Arbeitslosengeld Rauf!

 

Die AUGE/UG unterstützt das Volksbegehren Arbeitslosengeld Rauf!

Die Eintragungswoche für das Volksbegehren Arbeitslosengeld Rauf! findet zwischen 2. Mai und 9. Mai statt. Unterschreibe auch du damit wir die nötigen 100.000 Unterstützungen schaffen und das Volksbegehren im Parlament behandelt werden muss.

Das Volksbegehren fordert eine Erhöhung der Nettoersatzrate auf 70 Prozent.
Hier findet ihr den gesamten Text der Forderung des Volksbegehrens.

Pressekonferenz

Herzliche Einladung zur Pressekonferenz zu Beginn der Eintragungswoche des Volksbegehrens Arbeitslosengeld Rauf!

Wann? Mi., 27. April 2022, 10 Uhr
Wo? Café Frauenhuber, Himmelpfortgasse 6, 1010 Wien

Mit Beiträgen von:

  • Karin Stanger, Bundessprecherin AUGE/UG – Alternative, Grüne & Unabhängige Gewerkschafter*innen
  • Hans Karl Schaller, Vorsitzender der PRO-GE Obsterösterreich, Konzernbetriebsratsvorsitzender der voestalpine
  • Norbert Bauer, FCG-VIDA, Einreichender des Volksbegehrens;
  • Josef Stingl, GLB;
  • Prof. Dr. Jörg Flecker, Soziologe, Universität Wien;
  • Harald Sicheritz, Drehbuchautor und Regisseur;
  • Daniela Brodesser, Armutsaktivistin
Kundgebung

Traditionell findet am 30. April der Tag der Arbeitslosen statt. An diesem Tag gibt es in vielen Städten in ganz Österreich Aktionen die das Ziel haben auf Probleme im Falle der Arbeitslosigkeit hinzuweisen und eine bessere soziale Absicherung für Arbeitnehmer*innen im Falle des Arbeitsplatzverlustes zu fordern.

In Wien begehen wir diese Aktivität gemeinsam mit unterschiedlichen Organisationen und Personen aus dem gewerkschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Bereich.

Redner*innen:

  • Karin Stanger (AUGE/UG)
  • Erich Fenninger (Volkshilfe)
  • Selma Schacht (Komintern)
  • Noomi Anyanwu (Black Voices Volksbegehren)
  • Toma Khandour (ÖH Uni Wien)
  • Paul Stich (angefragt) Sozialistische Jugend
  • Norbert Bauer (Volksbegehren Arbeitslosengeld Rauf)

Musikeinlage: Maren Rahmann

Moderation: Irina Vana und Leo Xavier Gabriel

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