Alle Beiträge von AUGE UG

Paiha, AUGE/UG zu Leitl und Co.: Steuersubventionierte Billigstarbeitskräfte für Dumpingunternehmen?

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 Jede andere Erklärung für das seit drei Tagen andauernden ÖVP-Arbeitslosenbashing zur Verschärfung der Zumutbarkeitsbestimmungen im Arbeitslosenversicherungsrecht ergäbe einfach keinen Sinn. Denn, so Paiha weiter: „Kein Mensch kann doch ernsthaft annehmen, dass angesichts von 25.962 freien Jobs für fast 400.000 arbeitslose Menschen eine Verschärfung des Drucks auf jene 375.000 Menschen, die diese Jobs nicht bekommen können, irgendeine positive Wirkung für den Arbeitsmarkt zeigt.“

 

Druck auf arbeitslose Menschen, auch Jobs unter ihrem Qualifizierungsniveau annehmen zu müssen und Steuersubventionen für Niedrigstlöhne schaffen keinen einzigen neuen Arbeitsplatz, sondern nur Anreize zur Umwandlung von Vollzeitjobs in subventionierte Niedriglohnjobs. Dazu passt auch das laute Nachdenken in konservativen Kreisen darüber, ob denn arbeitslosen Alleinerziehenden trotz Betreuungsplfichten nicht längere Anfahrtswege und längere Arbeitszeiten zumutbar wären. Paiha: „Für die teilweise schlechte Betreuungssituation in einzelnen Regionen jetzt auch noch arbeitslose AlleinerzieherInnen büßen zu lassen, ist geradezu letztklassig, zeigt aber nur einmal mehr, wes Geistes Kind die angebliche ‚Familienpartei‘ ist. Wer nicht ins konservative, heile Familienbild passt, soll schauen, wo er/sie bleibt. Und wer noch dazu arbeitslos ist, soll gleich doppelt bestraft werden.“

 

Die AUGE/UG-Bundessprecherin abschließend: „Würden die ÖVP-Pläne umgesetzt, würde das eine zusätzliche Prekarisierungs- und Dequalifizierungsspirale in Gang setzen und damit die soziale Situation der Betroffenen noch einmal verschärfen. Aber ganz offensichtlich ist das Programm der Christlich-‚Sozialen‘: Nach oben – sprich in Richtung Millionenerben und Stifter – buckeln, dafür nach unten treten. Einfach letztklassig. Einfach ÖVP.“

PV-Wahlen im öffentlichen Dienst: Schwarzen (Bildungs-)Beton aufbrechen – UGöD wählen!

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Neue Kandidaturen im LehrerInnenbereich

 So kandidiert die ÖLI/UG – die Unabhängigen LehrerInnen – erstmals seit langem wieder bei den NÖ PflichtschullehrerInnen. Volkschul-, Hauptschul- und NMS-LehrerInnen haben somit eine Wahlalternative zum schwarzen „Bildungsbeton“ – gerade auch in NÖ. Weitere neue Kandidaturen gibt es bei den BerufsschullehrerInnen in Tirol, Vorarlberg und in der Steiermark, sowie bei den Lehrenden der Pädagogischen Hochschulen.

Erstmalige Kandidatur im Bundeskanzleramt

Erstmals kandidiert eine UG-Liste auch im Bundeskanzleramt. Deutlich breiter aufgestellt sind die Unabhängigen GewerkschafterInnen auch im Verteidigungsministerium. Kandidierte die UG bei der letzten Wahl erst auf einer Dienststelle, sind es nun gleich sechs geworden. Erstmalig ist auch im Finanzministerium die UG wählbar.

 

Eine Aufstellung  aller UGöD-Kandidaturen zur PV-Wahl 2014 gibt es auf unserem Blog Belvederegasse.

163. AK Wien Vollversammlung: AUGE/UG Initiativen für Steuerstrukturreform, Ferientage für Arbeitslose und Arbeitsmarktöffnung für AsylwerberInnen

AK Wien

 Für ein Steuerstrukturreform

 

Dass die AUGE/UG bzw. die UG im ÖGB dem AK-ÖGB-Modell zur Steuerreform kritisch gegenübersteht und dieses nicht unterstützen kann, ist soweit bekannt. Kritik seitens der AUGE/UG kommt vor allem am Volumen, der Entlastung oberer Einkommensgruppen sowie der unzureichenden Gegenfinanzierung, die kaum Spielräume für notwendige Investitionen in Bildung, Soziale Dienste und Klimaschutz lässt. Während FSG und ÖAAB einmal mehr Anträge für eine umfassende Senkung der Lohnsteuer einbringen, legt der Antrag der AUGE/UG vor allem Wert auf eine entsprechende Gegenfinanzierung sowie auf eine Steuerstrukturreform. Die AUGE/UG fordert dabei insbesondere

 

  • die Erhöhung vermögensbezogener Steuern auf EU-Schnitt – eine Maßnahme, die alleine jährliche Mehreinnahmen von über 4 Mrd. Euro bringen würde.
  • die Ökologisierung des Steuersystems über die Streichung umweltschädigender Subventionen und Steuerbegünstigungen
  • die deutliche Erhöhung des Aufkommens aus Gewinnsteuern
  • sowie die konsequente Bekämpfung von Steuerbetrug und Steuerhinterziehung

 

Der Fokus sei dabei insbesondere auf vermögensbezogene Steuern zu legen, da diese „konjunkturneutral“ wirken würden, die wirtschaftliche Entwicklung also kaum negativ beeinträchtigen und auch entsprechende Mittel für notwendige Investitionen in Krisenzeiten  frei machen würden. Die AUGE/UG will mit diesem Antrag vor allem eine einnahmeseitige Konkretisierung der Gegenfinanzierung seitens der AK erreichen, da erhoffte Einsparungseffekte aus einer „Verwaltungsreform“ maximal mittelfristig wirken würden und in einer Größenordnung sind, die nicht zu einer Gegenfinanzierung taugen.

 

Arbeitsmarktöffnung für AsylwerberInnen

 

Brandaktuell auch die Initiative der AUGE/UG für eine Arbeitsmarktöffnung für AsylwerberInnen. Eine derartige Positionierung der AK gibt es zwar bereits – allerdings noch nicht in jenem Umfang, wie sie seitens der AUGE/UG gefordert wird. Derzeit werden AsylwerberInnen in illegalisierte und prekäre Beschäftigungsverhältnisse oder in „freie“ Gewerbe gedrängt, wollen sie eigenständig Einkommen verdienen. Maximal bleibt – seit dem berüchtigten „Bartenstein-Erlass“ – eine Tätigkeit als Saisonierarbeitskraft oder ErntehelferIn. AsylwerberInnen werden also zum Nichtstun verdammt, müssen sich dafür allerdings auch noch gefallen lassen, von bestimmten politischen Gruppen als „arbeitsunwillig“ hingestellt zu werden. Mit unserem Antrag fordern wir

 

  • die Aufhebung des Bartensteinerlasses
  • den Zugang junger AsylwerberInnen zu sämtlichen Lehrberufen
  • es AsylwerberInnen zu ermöglichen, sich beim AMS arbeitsmarktsuchend zu melden und Zugang zur Arbeitsmarktförderung zu erhalten.

 

Urlaub für Erwerbsarbeitslose

 

In einem dritten Antrag fordert die AUGE/UG einen „Urlaubsanspruch“ auch für arbeitssuchende Menschen. Während nämlich in anderen Ländern Europas – wie etwa in der Schweiz – es arbeitslosen Menschen möglich ist, auf Urlaub zu fahren oder FreundInnen und Verwandte im Ausland zu besuchen, ohne den Leistungsanspruch zu verlieren, gibt es in Österreich keine derartige Regelung. Wer als Arbeitsloser ins Ausland fährt – warum auch immer – verliert für diese Dauer Arbeitslosengeld. Wir wollen diesen Zustand ändern. Arbeitslose sollen u.a.

 

  • fünf Ferientage nach je drei Monaten Leistungsbezug,
  • unter Entfall von Melde-, Kursbesuchs- und ähnlichen Verpflichtungen an Ferientagen

 

bekommen. Bis zu einem Gesamtausmaß von 4 Wochen sollen Ferientage gesammelt, die freien Ferientage sollen frei gewählt werden können.

 

Weitere AUGE/UG Initiativen

 

 In weiteren Resolutionen und Anträgen  (eine Auswahl) fordert die AUGE/UG ein Berufsgesetz für Sozialarbeit – wenn nicht auf Bundes-, dann akkordiert auf Landesebene, eine „goldene Investitionsregel“, die wieder budgetäre Handlungsspielräume für öffentliche Haushalte schafft, oder die faire Regelung von medizinischer und pflegerischer Zusammenarbeit im KAV Wien. Sämtliche AUGE/UG Anträge finden sich hier. Über die Behandlung der Anträge wird im Menüpunkt „Anträge“ berichtet.

Endlich! Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz eröffnet

Deserteursdenkmal

Das Denkmal mitten im politischen Zentrum Österreichs – am Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt – wird den Deserteuren den ihnen angemessenen Respekt und Stellenwert nun auch im öffentlichen Raum geben. Auf der Homepage der Wiener Grünen heißt es dazu: „Der Ballhausplatz mit seiner Nähe zu den Heldendenkmälern ist nicht nur der ideale Standort, sondern von heute an vielleicht der Ausgangspunkt für zivilgesellschaftliches Engagement, für Protest und zivilen Ungehorsam. Das Deserteursdenkmal wäre nicht möglich gewesen ohne den unermüdlichen Einsatz von Richard Wadani und dem Personenkomitee ‚Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz‘.“

 

Wir wollen uns diesem Dank an unseren langjährigen Freund und Wegbegleiter Richard Wadani aus ganzem Herzen anschließen.

 

Links: Deserteursdenkmal

Unsere BürgerInneninitiative für Arbeitszeitverkürzung im Nationalrat: Stellungnahmen, Reaktionen und Parlamentsreden

Freecard AZ S1 200

Fast 2.000 Wahlberechtigte haben unsere parlamentarische BürgerInneninitiative „Arbeitszeit FAIRkürzen, Arbeit FAIRteilen“ unterstützt. Am 17. September wurde sie im Petitionsausschuss, am 24. September im Plenum des Nationalrats abschließend behandelt. Damit ist unsere BürgerInneninitiative vorerst einmal parlamentarisch erledigt. Auch eine ausführliche Stellungnahme des BMASK zu den Anliegen der BI – 7-Stunden-Normalarbeitstag, Verkürzung der täglichen Höchstarbeitszeit auf maximal 9 Stunden und deutliche Verteuerung von Überstunden – liegt vor. Zusammenfassen lässt sich die Position des BMASK in aller Kürze auf: „Geht nicht, derzeit nicht umsetzbar“. Wir haben dazu Position bezogen. Weil wir sagen: geht nicht, gibt’s nicht. Wo ein Wille wäre, wär auch ein Weg. Unsere Stellungnahme, unsere BürgerInneninitiative, unsere Anliegen, sowie die parlamentarische Beahndlung und die Kritik daran– vor allem die Rede von Wolfgang Pirklhuber – und viele weitere Beiträg zum Thema gibt es auf unserem BLOG Arbeitszeit fair kürzen. Wir werden jedenfalls nicht locker lassen und weiter gegen 12-Stunden-Arbeitstag und für ArbeitszeitFAIRkürzung kämpfen!

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Empfohlene Links:

Stellungnahme des BMASK: Visionslose Resignation Wir beziehen zur BMASK Stellungnahme Position

Im Gartenzwergemodus Kommentar zum Umgang der Sozialdemokratie und des SP-geführten BMASK mit dem Thema Arbeit und Arbeitszeitverkürzung

Arbeitszeit fair kürzen! Der AUGE/UG-Blog zum Thema