Hier ist das vierte Video der AUGE/UG Awareness-Kampagne zu systemrelevanten Beschäftigten. Diesmal stehen die Erntehelfer*innen im Mittelpunkt.
Kennst du schon Bogdan und Mira?
Menschen in systemrelevanten Berufen sind während der Corona-Krise in aller Munde. Jedoch kämpfe sie häufig mit schlechten Arbeitsbedingungen und niedrigen Löhnen. Daran haben auch Beifall und lobende Politikerreden nichts geändert.
Ist das fair? Wir sagen: Nein!
Wir fordern mehr Wertschätzung in Form von: – besseren Arbeitsbedingungen – höheren Löhnen – besseren Corona-Schutzmaßnahmen
Bogdan und Mira arbeiten während der Spargelzeit als Erntehelfer*innen in Österreich. Ihre Arbeitsbedingungen sind äußerst prekär und geprägt von niedrigen Löhnen, langen Arbeitstagen und schlechten Unterkünften. Oft wird auch noch ein Teil des Lohns einbehalten oder Überstunden nicht ausbezahlt. Die Sprachbarriere und Isolation macht es ihnen nicht leicht ihre Rechte einzufordern.
Wir unterstützen daher die Forderungen der Erntehelfer*innen:
Faire Löhne und Nein zu Sozialdumping!
Strengere Kontrollen!
EU-weite Mindeststandards!
Streichung der Agrarsubventionen bei Verstößen!
Menschenwürdige Unterkünfte und Verpflegung!
Beratung in Muttersprache!
Viel Freude mit dem Video. Teilt es und verbreitet es weiter. Macht aufmerksam auf Menschen wie Bogdan und Mira.
Start der Petition: Arbeitszeit FAIRkürzen – 30-Stunden-Woche jetzt!
Am 30. April, dem Tag der Arbeitslosen, fordern wir: Arbeitslosigkeit und Armut bekämpfen – nicht Arbeitslose. Es braucht eine Erhöhung des Arbeitslosengeldes und damit eine Erhöhung der Nettoersatzrate auf 80 Prozent“, wiederholt AUGE/UG Bundesvorständin Karin Stanger die langjährige Forderung der Alternativen, Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen. Über 450.000 Erwerbsarbeitslose zeigen mehr als deutlich auf, wie rasch Menschen arbeitslos werden können und damit in Armut gedrängt werden.
“Der Bundesregierung muss klar sein: Wie die Kosten der Corona-Krise verteilt werden, entscheidet darüber, ob es in den nächsten Jahren in Österreich mehr oder weniger Armut geben wird”, so Karin Stanger. In dieser Krise ist es die Aufgabe der Regierung, auf die Menschen zu schauen, die wenig Geld und wenig Einfluss haben. Existenzsicherung und die Bekämpfung von Wohnungslosigkeit müssen weit oben auf ihrer Prioritätenliste stehen.
Die im Parlament beschlossene temporäre Erhöhung der Notstandshilfe, sowie die Kurzarbeit sind wichtige Schritte um Armut und Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, doch sie reichen nicht aus. Um den Menschen wieder eine Perspektive am Arbeitsmarkt zu bieten, braucht es massive Investitionen in den Bereichen Klimaschutz, Pflege, Soziales und Bildung sowie in den Ausbau des öffentlichen Personen-Nahverkehrs.
Die Arbeitslosenquote ist hoch, durch eine bessere Verteilung der Arbeit kann Beschäftigung geschaffen werden. Dazu braucht es eine umfassende Arbeitszeitverkürzung. “Mit unserer Petition zur Verkürzung der gesetzlichen Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden, bei vollem Lohn- und Personalausgleich, fordern wir die Regierung auf zu handeln. Jede Unterschrift unterstützt unsere Forderung. Daher unterschreiben Sie unsere Petition Arbeitszeit FAIRkürzen – 30-Stunden-Woche jetzt!”, fordert Karin Stanger zum Unterzeichnen der Petition auf.
Wir als AUGE/UG nehmen den 30. April – den Tag der Arbeitslosen und den 1. Mai – den Tag der Arbeit zum Anlass um eine umfassende Arbeitszeitverkürzung zu fordern:
Wir fordern: eine generelle Verkürzung der gesetzlichen Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden, bei vollem Lohn- und Personalausgleich!
Schon vor Jahren haben wir als Modell der Zukunft eine Arbeitszeitverkürzung gefordert.
Die Corona-Krise ist ein Brennglas der sozialen und ökonomischen Ungleichheit. Wie aus bereits bewältigten Krisen bekannt ist, lassen sich Verbesserungen danach nur dann erreichen, wenn man sie in der Nachbetrachtung nicht aus den Augen verliert. Unter diesem Aspekt ist es ein Gebot der Stunde sich mit der längst überfälligen Reduktion der Wochenarbeitszeit auseinanderzusetzen und die gesetzlichen Wochenarbeitszeit auf 30-Stunden zu reduzieren, bei vollem Lohn- und Personalausgleich.
Denn: ArbeitszeitFAIRkürzung ist eine Frage der Gerechtigkeit, der Belastbarkeit, der Gleichstellung und der Verteilung.
Hier ist das dritte Video der AUGE/UG Awareness-Kampagne zu system-relevanten Beschäftigten.
Kennst du schon Suzanna?
Menschen in system-relevanten Berufen sind während der Corona-Krise in aller Munde. Jedoch kämpfen sie häufig mit schlechten Arbeitsbedingungen und niedrigen Löhnen. Daran haben auch Beifall und lobende Politikerreden nichts geändert.
Ist das fair? Wir sagen: Nein!
Wir fordern mehr Wertschätzung in Form von:
– besseren Arbeitsbedingungen
– höheren Löhnen
– besseren Corona-Schutzmaßnahmen
Suzanna aus unserem Video arbeitet in der mobilen Pflege. Rund 486.000 Menschen haben derzeit Anspruch auf Pflegegeld, 153.500 beziehen mobile Dienste, mehr als 175.000 Menschen in Österreich werden ausschließlich und ohne professionelle Unterstützung von ihren Angehörigen gepflegt. Von den 950.000 Pflegenden in Österreich sind 75 Prozent Frauen. Rund 25.000 Österreicher*innen beziehen laut der Angehörigen-Studie des Sozialministeriums (2018) zur Unterstützung 24-Stunden-Betreuung. Jede*r hat ein Recht auf professionelle Pflege. Um die Mobile Pflege und Betreuung bestmöglich zu gestalten, braucht es eine Reihe von Reformen bei den Arbeitsbedingungen für die Arbeitnehmer*innen.
Wir fordern für die Mobile Pflege:
den Zugang zu Arbeits(hilfs)mittel für die betreuten Klient*innen: Die Krankenkassen und Unternehmen bzw. Organisationen der Pflegebranche müssen den Mitarbeiter*innen in vollem Umfang alle Hilfsmittel zur Verfügung stellen, die für ihre Arbeit und die Versorgung der Menschen gebraucht werden.
ausreichend Zeit bei den Klient*innen: Die Zeit an und mit den Klient*innen muss auch der Planungshoheit des Fachpersonals vor Ort unterliegen. Es muss genug Zeit für menschliche Kontakte und eine qualitative Betreuungsbeziehung vorhanden sein.
eine angemessene Entlohnung: Die Mitarbeiter*innen verdienen Wertschätzung, auch finanziell, die sie vor Armut während des Berufslebens und Mindestpension unter der Armutsgrenze bewahrt. Die Orientierung sollte am Durchschnittslohn der unselbständig Beschäftigten laut Statistik Austria erfolgen. Und zwar an dem der männlichen Beschäftigten.
arbeitnehmer*innen-freundliche Dienstpläne und Dienstzeiten: Die Dienstpläne und Dienstzeiten müssen so umgestaltet werden, dass sie Mitarbeiter*innen und deren Familien und Freizeit nicht schaden.
Viel Freude mit dem Video. Teilt es und verbreitet es weiter. Macht aufmerksam auf Menschen wie Suzanna.
Der 110. Internationale Frauentag ist dieses Jahr ein ganz besonderer und zwar im negativen Sinne: Die Covid-19-Pandemie zeigt, wie schnell hart erkämpfte Rechte und Gleichstellung in Krisenzeiten wieder abgebaut werden.
Gender Pay Gap droht zu wachsen
Die geschlechtsspezifische Lohnlücke zwischen Frauen und Männern hat sich in den vergangenen Jahren reduziert. Nun droht durch die Corona-Pandemie und ihre Folgen, der Gender Gap bei den Einkommen wieder zu wachsen, warnt das Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo). Denn die rückläufige Beschäftigung und die steigende Arbeitslosigkeit wirke sich für Frauen, stärker als für Männer, langfristig negativ auf das Einkommen aus, ausgehend von einem geringeren Niveau. Jedes fehlende Erwerbsjahr reduziert das Lebenseinkommen der Frauen, aufgrund der im Durchschnitt geringeren Anzahl an Erwerbsjahren, insgesamt stärker, als dies bei Männern der Fall ist. Arbeitslosigkeit bekämpfen ist ein Gebot der Stunde. Darum ist es wichtig Jobs, sowie Aus- und Weiterbildungsprogramme für Frauen zu schaffen.
Brennglas Pandemie
Die Corona-Krise ist ein Brennglas der sozialen und ökonomischen Ungleichheit, die sich auf Frauen ganz besonders hart auswirkt. Die Mehrfachbelastung, vor allem von Frauen mit Betreuungspflichten, wird besonders sichtbar. Gleichzeitig stehen Frauen in den sogenannten „systemrelevanten Berufen“ enorm unter Druck. Während Frauen die Mehrheit bei diesen Berufen bilden, verdienen sie gleichzeitig aber deutlich weniger als in männerdominierten Bereichen.
Arbeitszeitverkürzung jetzt!
Wir fordern höhere Löhne, eine Neubewertung von Arbeit und gerechte Verteilung von unbezahlter Sorgearbeit. Wir brauchen eine Arbeitszeitverkürzung und damit höhere Löhne. Denn eine 30-Stunden-Woche entlastet die Frauen in systemrelevanten Berufen und verteilt die Arbeitszeit gerechter auf mehrere Menschen, was zur Bekämpfung der Erwerbsarbeitslosigkeit und zu einem Anstieg bei der Bezahlung von Teilzeitbeschäftigten führt. Zudem braucht es einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab Vollendung des ersten Lebensjahres.
Gleichstellung kann nicht an einem Tag erreicht werden. Darum sagen wir: Für uns ist jeder Tag 8. März!
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Um auf die Situation von systemrelevanten Beschäftigen aufmerksam zu machen, haben wir eine Awareness-Kampagne gestartet. Schau rein und verbreite unsere Videos. Viel Spaß damit!
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