Alle Beiträge von AUGE UG

Unabhängige GewerkschafterInnen an GewerkschafterInnen im Nationalrat: „Sagt NEIN zum Fiskalpakt!“

fiskalpakt stoppen

 

Wer für ein Europa der Solidarität und Beschäftigung ist, muss gegen den Fiskalpakt stimmen!

 

Der ÖGB habe sich bislang um ein klares Nein „herumgedrückt“, so Koza weiter. „Ist die Forderung nach einer Ergänzung um einen Wachstums- und Beschäftigungspakt an sich schon widersprüchlich – Vollgas bei Vollbremsung geht nicht – , hat sich die Hoffnung nach einem solchen nach dem letzten EU-Rat auch zerschlagen. Das 120 Mrd. Europaket, das da beschlossen wurde, ist viel heiße Luft, wenig neues Geld. Es werden lediglich bereits vorhandene bzw. verplante Mittel umgeschichtet oder ‚umgetitelt‘, wo es dringend zusätzliche Mittel für Investitionen in erneuerbare Energien, soziale Dienste, den ökologischen Umbau unseres Industriesystems sowie in Bildung, Jugendbeschäftigung und wirtschaftliche Entwicklung bräuchte.“ Auch ÖGB und EGB bewerten die Ergebnisse des Gipfels als völlig unzureichend und nur wenig ambitioniert. „Das große Beschäftigungs- und Wachstumspaket entpuppt sich damit als Etikettenschwindel und kann daher auch für GewerkschafterInnen nicht mehr als ‚Ausrede‘ für eine Zustimmung zum Fiskalpakt herhalten. Wer für Wachstum und Beschäftigung ist, muss gegen den Fiskalpakt sein um den Weg für ein solidarisches, ökologisches und demokratisches Europa frei zu machen. Wer europäisch denkt, muss NEIN zu einem Vertrag sagen, der weiter Druck auf Löhne, Arbeitsbedingungen und soziale Sicherungssysteme macht, “ fordern die Unabhängigen GewerkschafterInnen von den GewerkschafterInnen im Nationalrat.

 

Kritik an ESM-Beschluss: Chance auf Einstieg in umfassende Vermögensbesteuerung vertan!

 

Kritik kommt von den Unabhängigen GewerkschafterInnen aber auch an den ESM-Verhandlungsergebnissen: „Abgeordnete aus dem Gewerkschaftsbereich und Grüne haben es verabsäumt, die Zustimmung zum ESM an einen Einstieg in eine umfassende Vermögensbesteuerung zu binden. Damit wurde eine einmalige historische Chance für mehr Steuer- und Verteilungsgerechtigkeit vertan,“ kritisiert Klaudia Paiha, Fraktionschefin der Alternativen und Grünen GewerkschafterInnen/Unabhängigen GewerkschafterInnen (AUGE/UG) in der AK Wien. Paiha erinnert an entsprechende Beschlusslagen in AK und GPA-djp, in welchen den Abgeordneten eine Verknüpfung von einer Zustimmung zum ESM an Vermögenssteuern nahegelegt wird. Entsprechende Beschlusslagen gebe es auch bei den Grünen. „In Sonntagsreden stets die verteilungspolitische Schieflage zu beklagen und groß den Robin-Hood zu geben, wenn es darauf ankommt allerdings einen Rückzieher zu machen, zeugt nicht unbedingt davon, dass die eigenen Positionen ernst genommen werden,“ kritisiert Paiha. Der verhandelte Einstieg in eine Finanztransaktionssteuer stelle „nur ein Trostpflaster dar“, da das Aufkommen aus diesen Mitteln deutlich unter Vermögenssteuern läge und die Umsetzung – selbst im „Klub der Willigen“ – nach wie vor nicht gesichert ist. „Wir bleiben jedenfalls dabei und werden weiter Druck machen, dass diejenigen, die für die Krise verantwortlich sind und deren Vermögen durch Steuermittel der Allgemeinheit gerettet wurden, endlich auch im Sinne der Verursacherprinzips zur Kasse gebeten werden,“ schließen Koza und Paiha.

UG-Infoveranstaltung: „Alle reden von der Schule in Finnland …“

 

Ein Dorfplatz fuer alle im Bildungsbereich aktiven UG-lerInnen. Fuer alle vom Bildungsbereich betroffenen UG-lerInnen. Fuer alle am Bildungsbereich interessierten UG-lerInnen. Also fuer alle … Der UG-Dorfplatz zum Schulschluss … 

 

– Kein Kind darf zurueckgelassen werden

– Kein Kind darf beschaemt werden

– Alle Kinder haben das Recht auf einen Kindergartenplatz, auf bestmoegliche Bildung und Foerderung


Wir freuen uns auf Euer zahlreiches Kommen!

Die UG im OEGB

Veranstaltung: Streik im Sozial-/Gesundheitsbereich – wie geht das bzw. geht das überhaupt…?

 

Wann? Dienstag, 26. Juni 2012, 17h bis ca. 20.30h Uhr

Wo? im Clublokal der Konsequenten Interessenvertretung (KIV-Club) Grosse Mohrengasse 42 / Ecke Odeongasse, 1020 Wien

 

Programm:


17h Beginn: Input und Diskussion mit Heinz Duerr „Streikrecht in Oesterreich und die Duldung des Staates

Welche Streikformen gibt es? Was ist im Sozial-/Gesundheitsbereich vorstellbar?

 

ca. 18.15h: Input und Diskussion mit Dr. Martin Risak „Das Recht auf Streik als Menschenrecht?

Grundlagen sowie moegliche Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhaeltnis und im Hinblick auf Aufsichts- und Berufspflichten im Sozial-/Gesundheitsbereich

 

ca. 19.15h: „Streik im Sozial-/Gesundheitsbereich – wie geht das bzw. geht das überhaupt…?

Diskussion mit den TeilnehmerInnen anhand der ExpertInnen-Inputs zu den Fragen: Für unser leibliches Wohl mit Getraenken und einem kleinen Buffet wird gegen eine freie Spende gesorgt!

 

Zwecks Planung bitten wir bei Teilnahme um Rueckmeldung bis spaetestens 22. Juni an: christine.rudolf@kiv.at

 

Wir hoffen, dass viele KollegInnen aus unserer Vernetzung und insbesondere jene, die am Sozialgipfel teilgenommen und Interesse an einer Weiterarbeit an den Ergebnissen haben, kommen! Wir freuen uns schon auf Euch und einen spannenden Abend! 

 

Hinweis auf eine die Woche davor stattfindende, dazu sehr passende Veranstaltung:

 

Die ganze Palette… vom Gespraech bis zum Streik

 

Wann? Montag, 18. Juni 2012 Beginn: 18:30 Uhr

Wo?  Fachbuchhandlung des OeGB-Verlags, Rathausstraße 21, 1010 Wien.

 

Praesentation und Diskussion zur aktuellen Broschuere der Interessengemeinschaft work@social in der GPA-djp, welche sich mit Fragen der Mobilisierung und Organisierung von MitarbeiterInnen beschaeftigt und Tipps zu Interessendurchsetzung und Umgang

AUGE/UG zu Europatag: „Eine Stimme gegen den Fiskalpakt ist eine Stimme für Europas Zukunft!“

Für eine neue Finanzmarktarchitektur in Europa – Steueroasen austrocknen, riskante Finanzmarktprodukte verbieten, Finanztransaktionssteuer endlich umsetzen!

Mit der Wahl Hollandes zum neuen französischen Präsidenten bestünde nun zumindest eine berechtigte Hoffnung, dass der von der konservativen Achse Merkel-Sarkozy den europäischen Staaten aufgezwungene Sparkurs aufgeweicht würde: „Mit aufweichen alleine wird es allerdings nicht getan sein. Es braucht eine grundlegend neue Finanzarchitektur mit entsprechend strikten Finanzmarktregulierungen in Europa – von einem Austrocknen der Steueroasen, einer Beendigung des Steuerwettlaufs nach unten, einem europaweiten Verbot riskanter Spekulationsgeschäfte und Finanzmarktprodukte bis zu einer ohnehin längst überfälligen Finanztransaktionssteuer. Der Europäische Rettungsschirm muss endlich die Bankenlizenz erhalten, die Europäische Zentralbank die Rolle als ‚Lender of last resort‘, also letzter Kreditgeber um Staatspleiten zu verhindern, bzw. um Staaten zu finanzieren, übernehmen dürfen. Und es braucht, um dem – von allen Regierungen ja stets beklagten – Druck der Finanzmärkte auszukommen endlich Euro-Bonds, europäische Anleihen, um insbesondere auch den Druck von hochverschuldeten Ländern zu nehmen. Die Finanzierung öffentlicher Leistungen und Investitionen, von Bildung und Gesundheit bis hin zu sozialen Sicherungssystemen darf nicht weiter den Launen der Finanzmärkte und Finanzmarktinstitutionen überlassen bleiben,“ so Koza weiter.

Nein zum Fiskalpakt! Nein zum autoritären Kurs in Europa!

„Der derzeitige Kurs in Europa – vom Sixpack über den Euro-Plus-Pakt bis hin zum Fiskalpakt – führt Europa dagegen schnurstracks in ein autoritäres Wirtschaftsregime das keine Alternativen zum Abbau von Sozialstaatlichkeit, Lohndruck und Entrechtung von ArbeitnehmerInnen zulassen will und über ein kompliziertes Regelwerk inklusive automatisierter Sanktionsmechanismen nationalstaatliche, parlamentarische Entscheidungsprozesse bzw. demokratisch gefällte Beschlüsse aushebeln kann. Mit dieser autoritären, gegen die sozialen und ökonomischen Interessen breiter Bevölkerungsschichten gerichteten Politik, droht sich die starke soziale und ökonomische Kluft innerhalb Europas noch zu vertiefen, mit unabsehbaren Folgen auf die demokratische Verfasstheit unseres Kontinents,“ warnt Alternativgewerkschafter Koza.

Das Europa der Eliten hat keine Zukunft – Europa braucht Solidarität, sozialen Fortschritt und eine ökologisch verträgliche Wachstums- und Beschäftigungsstrategie!

Was Europa brauche, sei ein Investieren aus, statt ein Hinein-Sparen in die Krise: „Mehrere tatsächlich namhafte ÖkonomInnen, aber selbst Institutionen wie der Währungsfonds und die vielfach geschmähten Ratingagenturen – die allerdings immer für die Legitimation von Sparpaketen herhalten müssen – warnen inzwischen vor einem Sparkurs. Nicht, weil sie allesamt Freunde des Schuldenmachens wären, sondern schlichtweg, weil es ein intelligente, ökologisch und sozial verträgliche Wachstumsstrategie mit entsprechender Steigerung der Beschäftigung braucht, soll die Krise überwunden, Budgets konsolidiert und Staatsschulden abgebaut werden.“

Der Sparkurs sei hinsichtlich seiner Zielvorgaben – Budgetkonsolidierung, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und Staatsschuldenabbau – bereits spektakulär und dramatisch gescheitert, wie die ökonomischen Kenndaten Griechenlands, Portugals und Spaniens belegen, so Koza: die Ökonomien sind in eine tiefe Rezession geschlittert, die Staatsschuldenquote habe sich seit den drastischen Sparpaketen weiter erhöht, Arbeitslosigkeit und Armut haben Rekordwerte erreicht.

„Dass einige konservative ÖkonomInnen nach wie vor am Sparkurs der ‚europäischen Folterkammer‘ festhalten wollen, spricht weniger für die Richtigkeit dieses Kurses als für die Krise der traditionellen, neoliberal ausgerichteten mainstream-Ökonomie, die uns nicht zuletzt das ideologische Unterfutter für eine Politik geliefert hat, die uns in diese Krise geführt hat. Wir brauchen nachhaltig wirkende, beschäftigungsintensive Investitionen und einen Aufbruch in ein Europa des sozialen und ökologischen Fortschritts, um die wirtschaftliche, wie auch gesellschaftliche Krise zu überwinden. Wir brauchen eine europäischen Einigungsprozess im Zeichen von Demokratie und sozialen Grundrechten, nicht unter dem Diktat der Finanzmärkte, des Sparens und des Sozialstaatsabbaus. Nur ein Europa der Solidarität, des sozialen Fortschritt und des Zusammenhalts hat Zukunft – denn das Europa der Eliten ist gescheitert und hat uns einen Scherbenhaufen hinterlassen. Höchste Zeit dass dieser weggeräumt wird, um eine Europa auf stabilerem Fundament aufzubauen,“ schließt Koza.

8. Mai: „Jetzt Zeichen setzen!“

8 mai

 Am Tag der Befreiung „gedenken“ allerdings auch deutschnationale Burschenschaften, vielfach in Begleitung freiheitlicher Funktionäre, beim „Heldendenkmal“ der Gefallenen der deutschen Wehrmacht und Waffen-SS – jener Truppen Nazi-Deutschlands, welche für Vernichtungskrieg, Besetzung, Zerstörung,Vertreibung und millionenfachen Mord verantwortlich zeichnen. Aus dem Aufruf von „Jetzt Zeichen setzen“:

„Jedes/jeder Toten zu gedenken, ist eine Selbstverständlichkeit – bei den gefallenen Wehrmachtssoldaten sollte dies aber eine private Angelegenheit sein. Zu wenige hatten den Mut sich zu verweigern oder zu desertieren. Manche zogen aus Begeisterung in den Krieg, andere gezwungen, aber für Österreich tat es keiner. In Narvik, Kreta, Stalingrad und anderswo haben sie nicht die Heimat verteidigt, sondern einen verbrecherischen Angriffs- und Eroberungskrieg geführt. Jeder Tag ihrer so genannten „Pflichterfüllung“ im NS-System hat den verbrecherischen Krieg und damit das Leid der politisch, rassistisch und sexistisch Verfolgten, der Menschen in den eroberten Gebieten, der Kriegsgefangenen und letztendlich der Bevölkerung in Österreich und der Soldaten selbst verlängert.“

Die Initiative „Jetzt Zeichen setzen!“ fordert daher u.a. (aus dem Aufruf):

  • Der Heldenplatz soll ein Ort des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus sein!

  • Am Heldenplatz sollen jene Menschen gewürdigt werden, die sich dem nationalsozialistischen Verbrechensregime verweigert oder Widerstand geleistet haben!

  • Am Heldenplatz soll der Befreiung durch die Alliierten und ihres wichtigen Beitrags zu Freiheit und Demokratie gedacht werden!


Diese Menschen verdienen endlich ein ehrendes Gedenken am Heldenplatz!

 

Hier geht’s zum Der Aufruf bzw. zur Homepage der Initiative „Jetzt Zeichen setzen!“, die auch von der AUGE/UG unterstützt wird.

 

„Jetzt Zeichen setzen!“ wird u.a. unterstützt von der Israelitischen Kultusgemeinde, dem Mauthausen Komitee Österreich, Asyl in Not, SOS Mitmensch, der Katholischen Aktion, der AUGE/UG, den Grünen, der SPÖ Wien, der GPA-djp Jugend, dem Bund jüdischer Verfolgter des Naziregimes und Aktivisten gegen Antisemitismus, dem Bundesverband österreichischer AntifaschistInnen, WiderstandskämpferInnen und Opfer des Faschismus (KZ-Verband – VdA), der IG Autorinnen Autoren, der ÖH Bundesvertretung, u.v.m.