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GPA-djp: Jetzt unterschreiben – Keine Einschränkung der betrieblichen Mitbestimmung!

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Durch die derzeit geplante Novelle des Arbeitsverfassungsgesetzes (ArbVG) soll die Mitbestimmung des Betriebsrats bei leistungsbezogenen Entgeltsystemen massiv eingeschränkt werden. Bei Zielvereinbarungssystemen mit leistungs- und erfolgsbezogenen Entgelten wie Prämien oder Boni ist der Betriebsrats derzeit mitbestimmungspflichtig. Genau diese Entgeltformen wurden aus dem Gesetz gestrichen, obwohl sie immer mehr an Bedeutung gewinnen. Im Paragrafen 96 wären dann nur mehr Akkordlöhne und akkordähnliche Entgeltformen erfasst, die tendenziell an Bedeutung verlieren.

Gravierende negative Auswirkungen auf die Entgelte

Diese Novelle hätte gravierende negative Auswirkungen auf die Entgelte der Beschäftigten. Die GPA-djp hat auf ihrem Bundesforum vergangene Woche einstimmig einen (ursprünglich von der AUGE/UG eingebrachten, Anm.) Initiativantrag beschlossen, in dem dazu aufgerufen wird, dieses Kernstück der betrieblichen Mitbestimmung nicht aufs Spiel zu setzen und erwartet eine Korrektur im Zuge der parlamentarischen Behandlung.

Darum: Jetzt unterschreiben!

Näher Infos und die Möglichkeit zu Unterschreiben, gibt es hier.

Unabhängige GewerkschafterInnen im ÖGB unterstützen Plattform „Zukunftsbudget“

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Budgetkonsolidierung raubt Chancen und Zukunft – Mehr Geld für Bildung, Soziale Dienste, Gesundheit und Wissenschaft!

Die Unabhängigen GewerkschafterInnen im ÖGB – KIV/UG, UGöD, AUGE/UG und UG Vida – unterstützen die breite Plattform „Zukunftsbudget“ und rufen zur Teilnahme an der Demonstration am 27. November, um 13.00 bei der Urania auf.

„Wie schon bei der von uns initiierten Kundgebung ‚Krötenwanderung‘ haben sich nun auch in der Plattform ‚Zukunftsbudget‘ von den drohenden Sparmaßnahmen betroffene Interessensvertretungen, Initiativen, Vereine und Organisationen zusammengefunden – nicht nur um gegen den Zukunftschancen raubenden Sparkurs der Regierung bei StudentInnen, jungen ArbeitnehmerInnen, Pflegebedürftigen usw. zu demonstrieren, sondern auch, um Investitionen in die Bereiche Bildung, Soziale Dienste, Gesundheit und Wissenschaft zu fordern. Es kann gar nicht oft genug betont werden: jeder Euro, der in Bildung und Soziales investiert wird, rechnet sich mehrfach, erhöht den gesellschaftlichen Wohlstand, reduziert soziale Ungleichheit und schafft ein mehr an Chancengerechtigkeit. „Wer bei Bildung und sozialen Diensten spart, handelt sozialpolitisch unverantwortlich, und wirtschaftspolitisch dumm,“ fordert Markus Koza, Vertreter der Unabhängigen GewerkschafterInnen im ÖGB-Bundesvorstand einen Kurswechsel in der Budgetpolitik.

„Die Breite der Plattform zeigt jedenfalls eindrucksvoll, dass der Widerstand gegen die geplanten Einsparungsmaßnahmen längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist und immer weniger Menschen bereit sind, chancen- und zukunftraubende Sparpolitik so einfach hinzunehmen,“ schließt Koza.

AUGE/UG: „Außeruniversitäre und universitäre Forschung finanziell absichern, statt Forschungsprämie für private Unternehmen erhöhen!“

Vollkommen falsche Prioritätensetzung bei Forschungsausgaben seitens der Bundesregierung. „Bürgerliche“ ÖVP übt sich in Antiintellektualismus und Provinzialismus.

„Während die Forschungsprämie für Unternehmen im Rahmen der von der Bundesregierung beschlossenen ‚Offensivmaßnahmen‘ von 8 auf 10 % erhöht – was SPÖ und ÖVP von 2011 bis 2014 immerhin einen geschätzten Steuerausfall von mindestens 320 Millionen Euro wert ist – drohen sozial-, geistes- und kulturwissenschaftlichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen das Aus. Weil die insgesamt 28 Millionen an Basissubventionen für die Jahre 2011 bis 2014 nicht mehr leistbar sein sollen. Hier wird unternehmensbezogene, private Forschung – zusätzlich zu einer ohnehin bereits existierenden, großzügigen Forschungsförderung – noch einmal um das mehr als 10fache aus Steuermitteln gefördert, als Dutzenden außeruniversitären Forschungseinrichtungen an Basissubventionen zur Verfügung steht.

AUGE/UG: „Statt Forschungsprämie für private Unternehmen erhöhen, außeruniversitäre und universitäre Forschung finanziell absichern!“

Und ÖVP-Wissenschaftsministerin Karl besitzt auch noch die Chuzpe, angesichts dieses dieses Kahlschlags in der Wissenschaftsszene von einer Strukturbereinigung zu sprechen !“, kritisiert Markus Koza, Bundessekretär der AUGE/UG – Alternative und Grüne GewerkschafterInnen/Unabhängige GewerkschafterInnen und Vertreter der UG – Unabhängige GewerkschafterInnen im ÖGB-Bundesvorstand die vollkommen falsche Prioritätensetzung bei den Forschungsausgaben seitens der Bundesregierung.

ÖVP: Antiintellektualismus und Provinzialismus als Programm?

Die ÖVP habe offensichtlich Antiintellektualismus und Provinzialismus zu neuen „bürgerlichen“ Werten erhoben: „Solange nur die Reichsten und Vermögenden ihre Schäfchen vor der Finanz ins Trockene bringen können und der Landwirtschaft ihre Agrardieselrückvergütung gesichert ist, ist für die ÖVP die Welt offensichtlich in Ordnung. Da ist es auch egal, wenn universitäre und außeruniversitäre Forschung den Bach ‚runtergehen‘. Forschungspolitik wird in der ÖVP scheinbar ohnehin nur noch von der Industriellenvereinigung gemacht. Die darf sich zusätzliche hunderte Millionen an Forschungsförderung sichern, wobei die Effekte die aus einer steuerlichen Förderung auf die unternehmensinterne Forschungstätigkeit ausgehen genauso zweifelhaft sind, wie die verteilungspolitische Wirkung. Sozial-, geistes- und kulturwissenschaftliche Forschung spielt in der Welt der ÖVP, die in St. Pölten beginnt und beim nächsten Lagerhaus endet, dagegen ganz offensichtlich überhaupt keine Rolle mehr. Ein Blick über den Tellerrand würde nicht schaden,“ so Koza weiter.

Wer bei universitärer und außeruniversitärer Forschung spart raubt berufliche Perspektiven für JungwissenschafterInnen!

Mit der drohenden Streichung von Basissubventionen bei rund 40 Instituten, drohen hunderte von den insgesamt rund 2.300 Beschäftigungsverhältnissen im gesamten außeruniversitären Bereich verloren zu gehen. „Wer bei außeruniversitärer wie universitärer Forschung spart, raubt
künftigen UniabgängerInnen berufliche Perspektiven und befördert so den Exodus von JungwissenschafterInnen. Das wäre eine einzige Katastrophe und ein unglaublicher intellektueller Aderlass! Es braucht mehr statt weniger Geld für universitäre wie auch außeruniversitäre Forschung und eine vollkommen andere Prioritätensetzung bei den Forschungsausgaben – weg von privatwirtschaftlicher, an Gewinnmaximierung orientierter und nicht öffentlich zugänglicher Forschung, hin zu universitärer und unabhängiger, außeruniversitärer Forschung, deren Ergebnisse zu einem großen Teil auch einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich sind. Wir brauchen daher eine Bildungsmilliarde für universitäre Forschung und eine großzügige finanzielle Absicherung außeruniversitärer Forschung! Gerade Gewerkschaften und Arbeiterkammern sind daher dringend aufgerufen, sich auch für das weitere Bestehen einer außeruniversitären Forschung zu engagieren,“ schließt Koza.

Unabhängige GewerkschafterInnen: „Volle Solidarität mit StudentInnen im Kampf gegen Einsparungen im Bildungs- und Familienbereich!“

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mehr Bilder http://www.flickr.com/photos/augeug/sets/72157625261689544/

Budgetkonsolidierung a la SPÖ und ÖVP geht wieder einmal garantiert „treffsicher“ zulasten von jungen ArbeitnehmerInnen und StudentInnen!

„Wenn es darum geht, im Rahmen von Sparpaketen
wieder – um nicht zu sagen wie immer – ‚treffsicher‘ StudentInnen und
junge ArbeitnehmerInnen zu erwischen, ist das der Bundesregierung
einmal mehr gelungen. Wann immer Sparpakete geschnürt wurden, oder
werden, eines gilt immer: StudentInnen, Jugendliche und der
Bildungsbereich müssen immer bluten.

Es ist daher selbstverständlich, dass die Unabhängigen GewerkschafterInnen die Protest gegen die
Streichung der Familienbeihilfe für StudentInnen über 24 unterstützen, und es ist für uns natürlich auch selbstverständlich, dass wir die Streichung der Familienbeihilfe für arbeitssuchende, junge ArbeitnehmerInnen ablehnen,“ ruft Markus Koza, Vertreter der Unabhängigen GewerkschafterInnen im ÖGB-Bundesvorstand zur Teilnahme an den heute stattfindenden Protestkundgebungen der Studierenden und ihrer Interessensvertretungen auf.

Unglaubliche Ignoranz der Politik gegenüber Lebensrealitäten und
Problemlagen Jugendlicher!

„Nachdem ein Budget in Zahlen gegossene Politik ist, lassen sich aus den veranschlagten Budgetposten auch entsprechende Schlüsse ziehen, wie wichtig der Politik einzelne Politikfelder sind. Das Signal, dass an Jugendliche in Ausbildung und junge ArbeitnehmerInnen dabei ausgesendet wird, ist fatal: bei ihnen und ihren Einkommen wird massiv gespart, ebenso bei ihren Bildungseinrichtungen. Es erscheint der Bundesregierung nicht einmal notwendig, mit den
Interessensvertretungen der StudentInnen und der Jugend zu verhandeln. Eine derartige Ignoranz gegenüber Lebensrealitäten und Problemlagen von Jugendlichen ist schlichtweg eine Zumutung und
inakzeptabel. Was die Regierung für die Jugendlichen dafür hat, sind jede Menge zynischer Anmerkungen und Wortspenden, von denen sich niemand was kaufen kann,“ so Koza weiter.

„Die 80 Millionen Euro, die da jährlich jeweils für Schulen und Universitäten frei gemacht werden sollen, machen die geplanten Budgetkürzungen im Schulbereich bei weitem nicht wett und bedeuten
bei den Unis nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wenn Staatsausgaben gekürzt werden, trifft das vor allem einkommensschwächere Schichten – jene, die für die Krise und die daraus entstandenen gesellschaftlichen Kosten definitiv nicht verantwortlich sind!“

Keine Offensivmaßnahmen im Bereich Sozialer Dienste – Gewerkschaftlicher Protest notwendig!

Erfreut zeigt sich Koza darüber, dass auch seitens der Gewerkschaften und des ÖGB der Protest der Studierenden unterstützt, und ein Aufschnüren des Familienpakets gefordert wird: „Gerade aus
Gewerkschaftssicht stellen etliche Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung nicht hinnehmbare Provokationen dar, etwa die massiven Einsparungen im Bereich der aktiven Arbeitsmarktpolitik, bei der Pflege, oder eben auch bei StudentInnen, jungen ArbeitnehmerInnen und bei der Bildung.
Von Offensivmaßnahmen im Bereich der sozialen Dienste – Stichwort ‚Sozialmilliarde‘, wie von den Gewerkschaften gefordert – ist jedenfalls nichts zu sehen. Die Offensivmaßnahmen im Bereich Bildung
lächerlich niedrig dotiert und sollen wohl vor allem über die massiven Einsparungen, die ein dickes Minus hinterlassen, hinwegtäuschen. Und die Kürzungen bei der Entwicklungszusammenarbeit
sind für eines der reichsten Länder der Welt schlichtweg ein Skandal.“

Gleichzeitig fehlen Finanzierungsquellen wie eine Börsenumsatzsteuer, eine Aufhebung der Spekulationsfrist ab der Gewinne aus dem Verkauf von Immobilien steuerfrei sind, sowie der
Einstieg in eine umfassende und faire Vermögensbesteuerung, sowie eine höhere Besteuerung von Spitzeneinkommen. „Nach wir vor darf sich dagegen die Landwirtschaft steuerlicher Privilegien erfreuen und leistet kaum einen Beitrag zur Budgetkonsolidierung. Die Gewerkschaften sind jedenfalls gefordert und aufgerufen alles zu tun, damit die geplanten Zumutungen nicht umgesetzt werden,“ schließt Koza.

Das war die Krötenwanderung am 1. Oktober 2010: 900 demonstrieren für Sozial- und Bildungsmilliarde!

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(Foto: Martin Mair)

Dutzende Betriebsratskörperschaften – von Lebenshilfe Wien, Diakonie bis zur Caritas Socialis, Interessensvertretungen – von Unabhängigen GewerkschafterInnen, Netzwerk österreichischer Frauen- und Mädchenberatungsstellen bis zur ÖH und Initiativen aus dem Sozial- und Bildungsbereich – von unibrennt bis zum Kollektiv Kindergartenaufstand riefen für den 1. Oktober zur Krötenwanderung auf. Rund 900 Betroffene – BetriebsrätInnen, LehrerInnen, StudentInnen, Beschäftigte – aus dem Sozial- und Bildungsbereich sowie solidarische Menschen folgten dem Aufruf.

Nach Sammlung und Kundgebung vor dem Haus des Meeres führte der Demozug über Mariahilferstrasse und Babenbergerstrasse vorbei am Bundessozialamt hin zur Akademie der bildenden Künste – zur Schlusskundgebung.

In zahlreichen Redebeiträgen wurde nicht nur eine Sozialmilliarde sowie eine Bildungsmilliarde – und eine Krötenwanderung von Vermögenden, Banken, Finanzinstitutionen und Spitzenverdienern hin zu Sozialen Dienste und Bildungseinrichtungen gefordert, sondern auch gesellschaftliche Rahmenbedingungen, die den offenen und freien Zugang zu Bildungseinrichtungen und sozialen Diensten zulassen. Gefordert wurden auch Arbeits- und Einkommensbedingungen die eine qualitätsvolle Leistungserbringung zulassen und der Prekarisierung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten im Sozial- und Bildungsbereich entgegenwirken. Eine Sozial- und eine Bildungsmilliarde sowie eine Abkehr vom rigorosen Sparkurs bei Bildung, Gesundheit und sozialen Diensten können dabei nur der Beginn einer Investitionsoffensive im Sozial- und Bildungsbereich sein. Vorerst kämpfen wir allerdings einmal dafür. Für mehr Verteilungsgerechtigkeit, für mehr Steuergerechtigkeit und ein gutes Leben! Darum:

Her mit den Kröten!
Her mit der Sozialmilliarde!
Her mit der Bildungsmilliarde!

Umfangreiche Linktipps zu livestreams, videos, Berichten und Photos von der Kundgebung „Achtung! Krötenwanderung!“ gibt es hier auf unserem BLOG http://www.sozialmilliarde.at