Alle Beiträge von Melissa Bakic

Vollversammlung November 2025 – Antrag 1

Antrag  1

an die 04. Vollversammlung vom 13. November 2025
der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Steiermark

Kalte Progression

Viele Jahre lang hat sich die AK für die Abschaffung der kalten Progression eingesetzt. Die letzte Bundesregierung hat diese Forderung dann auch endlich umgesetzt. Es geht dabei um ein Steuervolumen von rund 1,2 Milliarden Euro jährlich, das nicht an den Finanzminister geht, sondern bei den Steuerzahlerinnen, insbesondere den Arbeitnehmerinnen, verbleibt.

Davon wurden und werden zwei Drittel über eine Anhebung der Steuersätze weitergegeben. Für das dritte Drittel gab es die soziale ldee, dass dieses Drittel insbesondere den einkommensschwächsten Gruppen zugute kommt. Beispielsweise wurden Alleinerzieherinnen und Alleinverdienerinnen, welche bislang automatisch € 60,- pro Monat bzw. € 720,- pro Jahr erhielten, finanziell unterstützt. Dieser Ansatz hätte im Laufe der nächsten zwei Jahre mit den dann zusätzlich zur Verfügung stehenden Mitteln zu einer echten Kindergrundsicherung ausgebaut werden können.

Die neue Regierung setzt den vollständigen Ausgleich der kalten Progression zu Gunsten des allg. Budgets aus. Sie schafft die soziale Umverteilung des dritten Drittels und damit den intelligentesten und sozial gerechtesten Teil der bisherigen Regelung ab.

Die Vollversammlung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Steiermark fordert die Bundesregierung auf, weiterhin die kalte Progression voll auszugleichen und ins besonders das dritte Drittel der Bevötkerung weiterhin durch Maßnahmen zurückzugeben, welches einkommensschwachen Gruppen zugutekommt und somit lnstrumente für soziale Gerechtigkeit und Umverteilung darstellen.

Für die Fraktion der AUGE/UG

DI Sandra Hofmann                                                     Graz, den 13. November 2025

 

Symposium „Aufrüsten und auf den Krieg vorbereiten – oder?“ – Veranstaltung 12.12.2025 18 Uhr

Die Grazer Initiative für Frieden und Neutralität lädt ein zum Symposium „Aufrüsten und auf den Krieg vorbereiten – oder?“, das am Freitag, 12. Dezember ab 18.00 im Festsaal der Arbeiterkammer Steiermark, Hans-Resel-Gasse 8–14, 8020 Graz stattfinden wird.
Der Eintritt ist frei, es wird aber um formlose Anmeldung unter info@giffun.at gebeten.
 
Referieren werden:
Univ.-Prof. Dr. Johannes Varwick: „Die Auswirkungen von Aufrüstung und Kriegsrhetorik auf die Staaten und Gesellschaften der EU und Österreichs“
 
Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak: „Die Krise der internationalen Institutionen der Zusammenarbeit und Friedenssicherung (UNO, OSZE etc.) und mögliche Auswege“
 
Irmgard Ehrenberger: „Die Möglichkeiten der Zivilgesellschaft und der staatlichen Institutionen Österreichs als neutraler Staat für Frieden fördernde und schaffende Initiativen“
 
Moderation: Martina Schmidt, langjährige ORF-Journalistin und „Report“-Redakteurin
 
Nach den Referaten und einer Podiumsrunde besteht die Möglichkeit, Fragen an die Referent:innen zu stellen sowie zur Publikumsdiskussion.
 
Das Symposium wird u.a. von der Stadt Graz unterstützt.
Weitere Informationen zu den Referent:innen, zu den unterstützenden Organisationen und zur Grazer Initiative für Frieden und Neutralität sowie Abstracts der Referate finden sich unter www.giffun.at.
 

Frauenbilder und Frauenrealitäten von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart – Veranstaltung 12.09.2025 18 Uhr

Veranstaltung im Literaturhaus bei freiem Eintritt:

Vortrag und Musik und danach eine Diskussion

80 Jahre nach Ende der Naziherrschaft wollen wir einen kritischen Blick auf die Entwicklung von Frauenbildern und Frauenrealitäten von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart werfen.

Für Frauen stellte die Nachkriegszeit v.a. wegen der katastrophalen Versorgungslage eine besonders große Belastung und Herausforderung dar, war aber auch durch die Einschränkungen und Zwänge einer patriarchalen Gesellschaft, in welcher sehr klare Erwartungen in Bezug auf Lebensmöglichkeiten von Frauen bestanden, geprägt, wobei diese Vorstellungen auch in den nachfolgenden Jahrzehnten gültig waren.

Eine maßgebliche Veränderung dieser Situation erfolgte erst ab den 1970er Jahren, als auch in Österreich – initiiert auch durch die Aktivitäten alternativer Bewegungen, wie etwa der Frauenbewegung sowie später der Grünen – eine längst fällige gesellschaftliche Modernisierung erfolgte und mit den bahnbrechenden gesetzlichen Reformen der Kreisky-Ära die Grundlagen für die rechtliche und gesellschaftliche Gleichberechtigung von Frauen gelegt wurden, wobei offen ist, ob und inwieweit diese in der Gesellschaft und in den individuellen Beziehungskonstellationen auch umgesetzt wurde.

Die Veranstaltung beleuchtet den Weg von den politischen und gesellschaftlichen Einschränkungen bis zu deren Veränderungen und den damit entstandenen Möglichkeiten der Gleichberechtigung von Frauen, ergänzt durch populäre Schlagermusik, die mit ihren realitätsfernen Klischees von Liebe und Harmonie nicht nur einen Kontrast zur Realität des Alltags, mit der Möglichkeit, dieser zu entfliehen, darstellte, sondern auch eine wichtige Rolle in der Zuschreibung von Geschlechterrollen spielte.

Referentin: Univ.Prof.i.R.Dr.in Karin Schmidlechner

Musik: Dr.in Irina Karamarkovic

Statement der Geschäftsführerin des Grazer Frauenrats Anna Majcan

Wann? Freitag, 12. September 2025, 18:00 – 20:00

Wo? Literaturhaus, Elisabethstraße 30, 8010 Graz – Freier Eintritt

Veranstalter*innen: Grüne Akademie Steiermark, Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung, Clio, Zukunft braucht Erinnerung, Grüne Senior*innen, AUGE/ UG Stmk, inspire thinking, Omas gegen Rechts

 

Nachhaltig in die Arbeit

Pixabay

Vom täglichen Weg zur Arbeit zur Mobilitätswende: Warum Graz und die Steiermark jetzt weitergehen müssen.

Der tägliche Arbeitsweg kann mehr sein als Routine – er kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Dafür braucht es allerdings passende Rahmenbedingungen und dies geht nur mit politischem Willen.

Graz beweist sich bereits als Wegbereiter: Ausbau des Straßenbahn- und Radnetzes, E-Bussen und attraktiveren Ticketangeboten– aber echte Verkehrswende braucht verbindliche Strategien. Ob sauberere Luft, flächendeckende Radwege oder faire Öffi-Anbindung – jeder Schritt zählt.

Zwei kürzlich angenommene AUGE/UG-Anträge liefern konkrete Vorschläge: Wiedereinführung des Lufthunderters und die Forderung eines eigenen Fuß- und Radverkehrs-Finanzierung Gesetz. Den ganzen Artikel findest du auf Nachhaltig in Graz: Nachhaltig in die Arbeit

Vollversammlung Mai 2025 – Antrag 5

Antrag  5

an die 03. Vollversammlung vom 8. Mai 2025

der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Steiermark

Rücknahme der Körperschaftssteuersenkung

Antrag mehrheitlich zugewiesen:
FSG, ÖAAB-FCG, FA-FPÖ: Zuweisung
GLB-KPÖ: Annahme

 

Die Einführung der CO2-Steuer hat vor allem die Preise für Mineralöle wie Benzin und Diesel erhöht. Diese Einnahme war als Lenkungsmaßnahme gedacht, damit eine Abkehr von den traditionellen Treibstoffen beschleunigt wird. Durch den Rückfluss soll die Belastung einzelner reduziert werden. So sind Bewohner in ländlichen Gebieten stärker subventioniert worden als Stadtbewohner, die auf einen gut ausgebauten Öffentlichen Verkehr zurückgreifen konnten. Damit Firmen einen Belastungsausgleich bekommen wurde eine Reduzierung der Körperschaftssteuer beschlossen. Diese Maßnahmen waren notwendig, um die soziale und wirtschaftliche Belastung durch die Umstellung auf umweltfreundlichere Technologien zu mindern und den Übergang zueiner nachhaltigeren Wirtschaft zu unterstützen.

Die prekäre Situation im Staatsbudget hat eine Reduzierung der Subventionen eingeläutet. Während Privathaushalte bereits eine Anpassung an die neuen Gegebenheiten erfahren haben, indem der Rückfluss zur Gänze eingestellt wurde, fehlt bei den Firmen noch die Rücknahme der Erleichterungen. Um eine gerechte Verteilung der Lasten sicherzustellen und den Staatshaushalt zu stabilisieren, ist es erforderlich, die Körperschaftssteuer wieder auf das ursprüngliche Niveau von 25% zu erhöhen.

Die Körperschaftssteuer wird vom Gewinn eines Unternehmens berechnet. Größere Investitionen werden über eine gewisse Zeit abgeschrieben und reduzieren dadurch den Gewinn und in weiterer Folge auch die Steuer. D.h. eine Erhöhung der Körperschaftssteuer reduziert nicht die Investitionsfähigkeit sondern reduziert den übrig gebliebenen Gewinn auf das Maß vor 2023.

Die Vollversammlung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Steiermark fordert die Bundesregierung auf, die Senkung der Körperschaftssteuer auf Grund der Einführung der CO2-Steuer zurückzunehmen.

Für die Fraktion der AUGE/UG

DI Sandra Hofmann                                       Graz, den 8. Mai 2025