Alle Beiträge von AUGE UG

Geh mit uns auf die Straße beim weltweiten Klimastreik am 15. September!

Klimastreik

Denn gerade jetzt sagen wir mehr denn je: Klima vor Profit! Es brennt!

Wann: Freitag, 15. September 2023, 12 Uhr
UG-Treffpunkt: Wien Mitte, vor der Bäckerei Der Mann (Adresse: Landstraẞer Hauptstraße 1)

Seit 150 Jahren kennen wir den CO2 Treibhauseffekt. Seit den 1970ern wissen wir von den Grenzen des Wachstums und die Tatsache, dass alles zusammenhängt: Umwelt, Wirtschaft, Umgang mit Ressourcen und Menschen. Seit Jahrzehnten warnen Klimaforscher:innen immer eindringlicher, dass uns für wirksame Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe die Zeit davonläuft. 

Klima vor Profit

Weil es brennt. Und es brennt immer schneller, wenn wir weiterhin nicht handeln.

Unsere Verantwortlichen riskieren mit ihrer Untätigkeit eine völlig veränderte Erde mit Bedingungen, die niemanden gefallen können: Ein großteils unbewohnbarer Planet, neue Krankheiten, weniger Platz zum Leben aber auch für Nahrungsmittelproduktion. Und wenn Ressourcen knapp werden, sind Konflikte vorprogrammiert. Damit bringt uns der Klimawandel auch soziale Probleme weltweit und niemand kann sich davon isolieren.

Weitermachen wie bisher? No way!

Geh mit uns auf die Straße für maximale Investitionen in Ausbau, Forschung und Entwicklung erneuerbarer Energien sowie Ausbildungsprogrammen für Fachkräfte. Fordere mit uns ein starkes Klimaschutzgesetz mit verbindlichen Umsetzungsschritten und Sanktionen bei Missachtung. Gemeinsam müssen wir Konzerne in die Pflicht nehmen im Sinne von höchstmöglichen Umwelt-, Arbeits- und Sozialstandards entlang der gesamten  Lieferkette und gestärkten Rechten für Beschäftigte und Interessensvertretungen.

​​So kann es gehen – #ZukunftFürAlle!

12:00 Startkundgebung
12:30 Demozug durch die Innenstadt
14:30 Abschlusskundgebung

Nur mit Deiner Hilfe kann der Weltweite Klimastreik zu einem lautstarken, unübersehbaren Protest für Klimagerechtigkeit werden. Hier eine Möglichkeiten, wie du mithelfen kannst:

  • Erzähle möglichst vielen Menschen aus deinem Betrieb, deiner Familie, deinem Freundeskreis, deinen Arbeits-/Studienkolleg*innen, deinem Verein etc. davon! Lade sie ein, (mit dir) auf den Weltweiten Klimastreik zu gehen!
  • Teile die Ankündigung von Fridays for Future auf Social Media (zum Beispiel das Facebook-Event oder die Aufrufe auf Instagram)

Auf zum Klimastreik – Wir sehen uns!

Gewerkschafter:innen der AUGE/UG: Abschaffung des „Lufthunderters“ absurd

Appell an Mut im Sinne des Klimaschutzes und eines dringend notwendigen Systemwandels

„Als völlig absurd“ bezeichnet Stefan Taibl, Landessprecher der AUGE/UG Niederösterreich, die Diskussion über die Abschaffung des Lufthunderters, die gerade auf Bundesländer-Ebene geführt wird. Wissenschaftlich unstrittig wird durch die generelle Reduktion auf Tempo 100 km/h der CO2 Ausstoß um fast ein Viertel gesenkt.

„Nach einem Sommer der Extreme, der uns die jetzt schon bestehenden Auswirkungen des Klimawandels drastisch vor Augen führte, ist die Diskussion über die Abschaffung der wenigen Strecken mit Tempo 100 km/h das vollständig falsche Signal“, so auch Vera Koller, Landessprecherin der AUGE/UG Wien. Während viele aus der jüngeren Generation klar erkannt haben, in welche Richtung Schritte gesetzt werden müssen, halten politische Vertreter:innen weiterhin an veralteten Positionen fest. Das Hochstilisieren des österreichischen Landes der Autofahrer ist nicht das, was zur Bekämpfung des Klimawandels notwendig ist.

Die Reduktion auf Tempo 100 km/h ist noch eine der milderen Maßnahmen, die wir hinnehmen müssen. Es braucht endlich ehrliche, mutige Schritte, auch vonseiten der Gewerkschaften und der Arbeiterkammern, um uns und der Generation danach auch in Zukunft noch ein halbwegs menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

„Nur mit Überzeugung und nicht mit dem Schielen auf mögliche Wählerschichten ist es möglich, politische Entscheidungen zu treffen. Wir appellieren an alle, haben Sie den Mut, im Sinne des Klimaschutzes und des dringend notwendigen Systemwandels zu handeln“, so Taibl und Koller abschließend.

Hier geht es zu unserer Presseaussendung.

AUGE/UG-Karin Stanger und Martin Gstöttner zur Mietpreisbremse: Sehr spät, aber doch. Es braucht dringend Nachbesserungen

ÖVP-Blockade verhinderte wirksame Maßnahmen für Mieter*innen!

Die Bundesregierung hat letzte Woche eine Mietpreisbremse präsentiert. “Die Mietpreisbremse ist erfreulich, aber bei genauerem Hinsehen müssen wir sagen: Sie kommt sehr spät! Denn die lange ÖVP-Blockade verhinderte wirksame Maßnahmen für Mieter*innen!”, so Karin Stanger, Bundessprecherin der AUGE/UG und AK Wien Fraktionsvorsitzende. “Längst hätte man die Mietpreisbremse umsetzen müssen. Dann wären die Mieten bereits auf einem niedrigeren Niveau, die Inflation wäre gesunken und drittens gäbe es auch eine bessere Ausgangsposition für die Lohnverhandlungen im Herbst.”

Nachbesserungen gefordert

Wir begrüßen, dass die Bundesregierung sich endlich dem Thema Wohnen und Mietkosten widmet. “Aber es braucht dringend Nachbesserungen für eine umfassende Mietpreisbremse für alle Mieter*innen. Damit die Mietpreisbremse effektiv wirkt, sollte sie rückwirkend greifen für 2022 und 2023. Die Mietpreisbremse sollte alle Mieten umfassen, auch die ungeregelten, privaten Mieten, die nicht in der Mietpreisüberprüfung erfasst sind. Es ist ungerecht, dass nicht alle Mieter*innen vom Deckel profitieren”, so Martin Gstöttner, stellvertretender Bundessprecher der AUGE/UG und Landessprecher der AUGE/UG Oberösterreich.

Die Arbeiterkammer rechnet vor, dass die Kategorie-Mieten und ungeregelten, privaten Mieten Ende dieses Jahres bereits um über 20 Prozent steigen und die Richtwertmieten um rund 15 Prozent. Auch bei den Genossenschaften ist die Mieterhöhung schon erfolgt, auch hier wäre eine rückwirkende Mietpreisbremse sinnvoll.

Städte in die Pflicht nehmen

Viele Städte hätten sich Graz, Traiskirchen oder bspw. Innsbruck schon längst zum Vorbild nehmen können und einen Mietpreisdeckel einziehen können. Die Stadt Wien ließ ihre Mieter*innen im Regen stehen und zog keine Mietpreisbremse ein.

70 % der armutsgefährdeten Menschen leben zur Miete

„Über 40 Prozent der Bevölkerung in Österreich lebt in Miete. Bei armutsgefährdeten Menschen ist dieser Anteil noch einmal deutlich höher und liegt bei fast 70 Prozent. Die mehrmaligen und extremen Mieterhöhungen haben vor allem Menschen mit niedrigen Einkommen stark unter Druck gesetzt. Die Mietpreisbremse reicht da nicht aus. Es besteht weiterhin großer Handlungsbedarf, erstens bei leistbarem Wohnen, zweitens bei der Aufwertung des Niedriglohnsektors und drittens beim armutsfest machen der Sozialleistungen!“, so Karin Stanger und Martin Gstöttner abschließend.

Hände weg von der Arbeiterkammer!

Die Angriffe der FPÖ auf die Arbeiterkammer sind nicht neu. Seit vielen Jahren tritt die FPÖ als Gegnerin der organisierten Arbeitnehmer:innen auf. Eine Aufzählung

Die FPÖ behauptet von sich, sie sei die „soziale Heimatpartei“ und die „neue Arbeiterpartei“. Die Wahrheit ist eine andere: „Wo immer sie in Verantwortung war, setzte sie massive Verschlechterungen für Arbeitnehmer:innen durch. Wo immer sie auftrat, zeigte sie ihren Hass gegenüber organisierte Arbeitnehmer:innen, gegen Gewerkschaften und Arbeiterkammer“, so Vera Koller, Sprecherin der AUGE/UG Wien.

Eine (unvollständige) Aufzählung über die immer wiederkehrenden Angriffe der FPÖ und ihrer Vorfeldorganisationen:

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* Unter Schwarz-Blau I kam es zu massiven Angriffen auf den ÖGB und die Gewerkschaften. Kollektivverträge sollten zurückgedrängt werden und nur noch auf betrieblicher Ebene verhandelt werden, dort wo die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer:innen also schwächer ist.

* 2015 drohte der FPÖ-Nationaratsabgeordneter Axel Kassegger: “Ich kann nur andeuten bzw. klar feststellen, wenn die FPÖ an der Macht wäre, … würden wir die Kammerbeiträge massiv senken, weil das eine Entlastung der Unternehmen darstellt und wir würden mittelfristig selbstverständlich auch die Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft anstreben”.

* Noch unter der Führung Haiders gründete die FPÖ eine Gewerkschaft, die FGÖ. Diese trat sehr schnell als „gelbe“ Gewerkschaft auf, also als arbeitgeberfreundliche Organisation. So wollte sie von Unternehmen finanzielle Unterstützung und versprach wohlwollendes Verhalten als Gegenleistung.

* Der ehemalige Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Vorsitzender der Schwesterpartei der FPÖ in Kärnten, forderte 2011 die Auflösung des ÖGB.

* In der darauffolgenden Diskussion behauptete auch Herbert Kickl, eine Zwangsmitgliedschaft (!) beim ÖGB (!) sei problematisch.

* Werner Herbert, Bundesrat der FPÖ und Vorsitzender der FPÖ-nahen Personalvertretungsliste AUF, sprach am 7. Jänner 2015 von “System-Gewerkschafter” und erinnerte mit diesem Begriff fatal an Zeiten, in denen Gewerkschafter:innen verfolgt und ermordet wurden.

* In einer Resolution aus dem Jahre 2009 forderte der “Ring freiheitlicher Wirtschaftstreibender” (RFW), eine Vorfeldorganisation der FPÖ, eine autoritäre Gesetzgebung, mit der mittels „Notgesetzgebung“ Arbeitnehmer:innenrechte beseitigt werden können: „Den Betrieben muss erlaubt sein, eigenständig und ohne Einfluss der Sozialpartner und der Politik, einzig und allein im Einvernehmen mit allen im Betrieb Betroffenen, maßgeschneiderte Überlebensstrategien zu treffen und umzusetzen.“

* In Zuge dieser Diskussion bekräftigte Fritz Amann, Bundesobmann des RFW, diese Resolution und meinte: „Die GPA (Gewerkschaft der Privatangestellten, Anm.) hat weder etwas zu verlangen und schon gar nichts zu fordern. Sie sollen aus dem täglichen Wirtschaftsleben endlich verschwinden und jene die Krise bewältigen lassen, die davon etwas verstehen, nämlich den Unternehmen mit ihren Mitarbeitern.“

* In der Festschrift anlässlich des 50-jährigen Bestehens des RFW, bekennet sich dieser zur „Abwehr des Zugriffs der übermächtigen Gewerkschaften“ und der „SPÖ-dominierten Arbeiterkammern“. 2012 rief Amann in einer Presseaussendung dazu auf, dass „Sozialisten und Gewerkschaften zum Teufel gejagt“ werden müssten.
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„Die FPÖ ist demokratiefeindlich und autoritär. Sie war, ist und bleibt eine Gegnerin der organisierten Arbeitnehmer:innen. Das werden wir stets aufzeigen und uns dagegen zur Wehr setzen!“, so Koller abschließend.

Keine Lohnzurückhaltung im Herbst – gerade bei dieser Inflation!

“Lohnzurückhaltungen erteilten wir eine klare Absage!“, so Karin Stanger, Bundessprecherin der AUGE/UG – Alternativen, Grünen und Unabhängigen Gewerkschafter*innen. “Wir wollen Abschlüsse über der rollierenden Inflation. Das haben sich die Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer nicht nur verdient, sondern ist auch notwendig, um sich das Leben – gerade mit dieser Inflation – leisten zu können.“

Außerdem weisen wir darauf hin: “Die Lohnverhandlungen führen die Sozialpartner und sonst niemand. Die ständigen unqualifizierten Zurufe kann man sich sparen.”

Lohnnebenkosten müssen bleiben!

“Die Forderungen Lohnnebenkosten zu senken, ist der nächste Humbug, der bzgl. der Lohnverhandlungen im Herbst gefordert wird. Den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern stehen ihre Sozialversicherung, ihre Unfallversicherung und ihre Abfertigung zu”, so Karin Stanger (AUGE/UG). Vielmehr muss die Sozialversicherung wieder in die Hände der Arbeitnehmer*innen – die Selbstverwaltung muss wieder vollständig hergestellt werden.

An die Regierung: Unternehmen sie endlich etwas gegen die Inflation!

Bisher hat die Regierung nur wenig unternommen, um die Inflation einzudämmen. Die Maßnahmen sind größtenteils wirkungslos, in Österreich liegt die Inflation deutlich über dem EU-Schnitt. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, wie etwa Eingriffe in die Miet-, Energie- und Lebensmittelpreise. Stattdessen wird die Lohn-Preis-Spirale herbeigeredet, obwohl Wirschaftsforscher*innen diese größtenteils als Unsinn bezeichnen.

“Als AUGE/UG werden wir uns auf alle Ebenen für gute Abschlüsse einsetzen, die deutlich über der Inflation liegen!“, so Karin Stanger (AUGE/UG) abschließend.