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AUGE/UG Newsletter 09/2022

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AUGE/UG – Karin Stanger zum Internationalen Frauentag: 111 Jahre Frauentag – 111 Jahre Kampf für die Rechte der Frauen*!

Karin Stanger, AUGE/UG Bundessprecherin

Es braucht eine Neubewertung von Arbeit & höhere Löhne in frauendominierten Branchen
Der Internationale Frauentag hat an Aktualität nichts eingebüßt. Es gibt nach wie vor keine echte Gleichstellung. „Viele der Forderungen, die vor 111 Jahren zum ersten Frauentag aufgestellt wurden, sind nach wie vor aktuell“, so Karin Stanger, Bundessprecherin der AUGE/UG – Alternativen, Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen. „Wir fordern höhere Löhne, eine Neubewertung von Arbeit und die gerechte Verteilung von unbezahlter Sorgearbeit!“
 
Die Corona-Krise ist ein Brennglas der sozialen und ökonomischen Ungleichheit, die sich auf Frauen ganz besonders hart auswirkt. Frauen haben öfter ihre Arbeit verloren, waren öfter in Kurzarbeit und viele haben ihre Erwerbsarbeitszeit unbezahlt verkürzt um ihren Betreuungspflichten nachkommen zu können. „Die Studienergebnisse dazu sind schockierend. Frauen leisteten im Lockdown im Schnitt 12,5 Stunden pro Woche mehr Sorgearbeit als Männer. Diese Krise wurde auf dem Rücken der Frauen ausgetragen!“
Es braucht eine Neubewertung von Arbeit!
Viele Frauen standen und stehen den systemrelevanten Berufen enorm unter Druck. Während Frauen die Mehrheit bei diesen Berufen bilden, werden sie in diesen deutlich schlechter entlohnt als in männerdominierten Branchen. „Es reicht! Hier braucht es endlich politische Lösungen – eine Neubewertung von Arbeit muss her! Wir brauchen besser Arbeitsbedingungen und höhere Löhne für Menschen, die auf unsere Mitmenschen schauen – ob Kindergarten, Pflege, Behindertentagesstätte, Krankenhaus, etc.!“, fordert Karin Stanger.
Arbeitszeitverkürzung jetzt!
„Wir fordern die 30-Stunden-Woche, bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Das entlastet die Frauen – so können Arbeitszeit und Sorgerabeit gerechter aufgeteilt werden. Die Arbeitszeitverkürzung dient der Bekämpfung der Erwerbsarbeitslosigkeit und bringt eine bessere Bezahlung von Teilzeitbeschäftigten, da sich der Gap zu Vollzeitarbeit verringert“, so Karin Stanger. Zudem braucht es einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ab Vollendung des ersten Lebensjahres.
Aufruf zur Demo!
Tragen wir unseren Protest gemeinsam auf die Straße!
Demonstration zum Internationalen feministischen Kampftag vom Bündnis “take back the streets”
8. März 2022 – 17 Uhr, Bahnhof Mitte (Landstraße).
Link zur Demo: http://bitly.ws/p64i
 
Genderspezifische Effekte von COVID-19 // Dr.in Katharina Mader / WU Wien:
Link zu den Studienergebnissen: http://bitly.ws/p64n

Systemerhalterinnen wehrt euch!

Vera Koller, Landessprecherin der AUGE/UG Wien

Die AUGE/UG Wien fordert zum Internationalen Frauentag endlich gleichen Lohn für gleiche Arbeit

„Frauen tragen den überwiegenden Teil der Absicherung und Erhaltung unserer Gesellschaft“, so Vera Koller, Landessprecherin der AUGE/UG Wien. Ob in der Kindererziehung, im Haushalt, bei der Pflege, sie sind es die die Versorgung stemmen. Aber nicht nur im sogenannten privaten Bereich, sondern darüber hinaus auch in den systemrelevanten Berufen, sind sie überproportional vertreten.

All diese gesellschaftlichen Tätigkeiten werden finanziell nicht entsprechend ihrer Wichtigkeit honoriert. Während Managementgehälter vorwiegend für Männer weiterhin in schwindelerregenden Höhen ausbezahlt werden, grassiert die Entlohnung in klassischen Frauenbranchen weiterhin an der Schwelle zur Armutsgefährdung.

„Es ist immer die doppelte und dreifache Belastung von Frauen, die das System am Überleben hält. Dies ist ein unhaltbarer Zustand. Es müssen endlich Voraussetzungen geschaffen werden, die Frauen eine gleichberechtigte Teilhabe an unserer Gesellschaft ermöglichen.“ so Vera Koller weiter.

Es braucht nicht nur eine gesellschaftliche und finanzielle Aufwertung der Care Arbeit, sondern ein anderes Verständnis von Arbeit. Im Gegensatz zu manchen Annahmen suchen sich Frauen ihre Tätigkeiten nicht aus, sondern sie meiden deshalb manche Branchen oder Positionen, weil diese schlichtweg mit sonstigen Versorgungspflichten nicht vereinbar sind.

Gleichberechtigte selbstbestimmte Teilhabe benötigt eine Verschiebung von Wertigkeiten. Solange Leistung an wirtschaftlichen Kennzahlen und Wachstum gemessen wird, werden sich Ungleichheiten weiterhin verfestigen. In Zeiten der Diskussion eines sozioökonomischen Wandels müssen die Bedürfnisse und Voraussetzungen für Frauen ausreichend gehört werden. Das System braucht uns, also fordern wir gemeinsam was uns zusteht, nicht nur heute, nicht nur für uns, sondern um für alle bessere Bedingungen zu schaffen, so Vera Koller abschließend.

AUGE/UG Newsletter 08/2022

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UG-Konferenz Inhaltlicher Teil „Klimapolitik und gerechter Strukturwandel“

Am Freitag und Samstag den 10./11. Juni 2022 findet der inhaltliche Teil der UG-Konferenz in Salzburg statt.

Freitag 17:00 bis 19:30
 
Ankommen, gemeinsames Abendessen und netter Ausklang
 
Samstag 9:30 bis 16:30
 
In Workshops wollen wir gemeinsam erarbeiten, wie wir in unseren Funktionen und Einflussbereichen mit den Herausforderungen der Klimakrise umgehen können: Was können/müssen gewerkschaftliche Antworten, Aktionen, Anträge etc. auf den notwendigen Wandel sein? Wo können wir ansetzen? Wie und womit erreichen wir unsere Kolleg*innen in den Betrieben?