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Weil Asylpolitik auch Gewerkschaftssache ist: Arbeitsmarkt öffnen, legale Einreise nach Europa ermöglichen

refugees

Eine Frage, die uns angesichts der Flüchtlingstragödie immer wieder gestellt wird: gibt es eigentlich gewerkschaftliche Positionen zum Thema „Asylpolitik“?

Ja, es gibt sie, nicht zuletzt, weil die AUGE/UG seit ihrem Bestehen in Asyl- und Menschenrechtsfragen klar Position bezieht und diese Positionen auch auf AK- und Gewerkschaftsebene einfordert. Die AUGE/UG unterstützt nicht nur aktiv Hilfsorganisationen für AsylwerberInnen und geht für eine humane Flüchtlingspolitik auf die Straße.

Sie setzt auch in AK und Gewerkschaften Initiativen für eine menschenwürdige Asyl- und Integrationspolitik, in Österreich wie in Europa. Und die ist ja – nicht erst seit der dramatischen Zuspitzung der letzten Wochen und Monate – höchst überfällig!

AK-Resolution „Flüchtlingsdrama und Massensterben im Mittelmeer beenden“

„Jedes Jahr sind Millionen von Menschen gezwungen, ihr Zuhause aufgrund von bewaffneten Konflikten, Verfolgung, Hungersnot und Armut zu verlassen. Tausende Menschen sterben jedes Jahr beim Versuch, andere Länder zu erreichen. In den letzten Tagen und Wochen ist das Mittelmeer neuerlich zum Massengrab für tausende Menschen geworden, die den Versuch, Europa zu erreichen, mit dem Leben bezahlt haben. Unzählige andere werden an den Grenzen gewaltsam zurückgedrängt oder sitzen in Nachbarländern fest, wo sie keine Rechte haben.

Asyl ist keine Gnade, es ist ein Recht. Ein Recht, das den betroffenen Menschen nur allzu oft verwehrt wird, indem auch in Europa die Grenzen verstärkt werden und es für Flüchtlinge keine legalen und sicheren Möglichkeiten gibt, nach Europa zu kommen.“

So beginnt die Erklärung eines AUGE/UG– Antrags zum letzten Bundes-ArbeitnehmerInnenparlament zum derzeit dominierenden innenpolitischen Thema. Ein Antrag, der erfreulicherweise mit den Stimmen der FSG – nach Wien nun auch auf AK-Bundesebene – eine Mehrheit gefunden hat. Mit diesem Antrag fordert die AK eine humane Flüchtlingspolitik und Möglichkeiten der legalen Einreise nach Europa sowie einen fairen Verteilungsschlüssel für Schutzsuchende in der EU. Die Positionen im Einzelnen:

  • sofortige Wiedereinführung der verstärkter und permanenter Such- und Rettungsaktionen im Mittelmeer im Sinne eines „Mare Nostrum 2.0“ durch gemeinsame Mittel aller EU-Mitgliedsstaaten

     

  • Nein zu militärischer Bekämpfung von Schlepperbooten

     

  • Schaffung sicherer und legaler Wege für schutzsuchende Menschen, um in der EU Asyl zu beantragen, z.B. über sichere Einreisekorridore und sichere Schiffspassagen, was Schleppern und Schleusern die Basis „ihres Geschäfts“ entzieht

     

  • rasche Einberufung eines EU-Gipfels der EU-Regierungschefs unter echter Einbindung der Zivilgesellschaft, um eine gemeinsame, menschliche europäische Flüchtlingspolitik zu erreichen

     

  • die Bewältigung der Flüchtlingsströme darf nicht den Anrainerstaaten am Mittelmeer alleine überlassen bleiben, die Verantwortung muss auf alle Staaten der EU verteilt werden; in diesem Sinn braucht es auch einen fairen und verpflichtenden Verteilungsschlüssel für Schutzsuchende in der EU.

     

  • keine Auffanglager in Kriegs- und Katastrophengebieten und keine Auslagerung der Kontrolle von Migration an Länder, in denen die Menschenrechte nicht eingehalten werden und in denen Menschen der Gefahr von Folter und Misshandlungen ausgesetzt sind.

Resolution „Flüchtlingsdrama und Massensterben im Mittelmeer beenden“

Antrag „Arbeitsmarktzugang für AsylwerberInnen“

Eine klare Positionierung der Arbeiterkammer hat die AUGE/UG auch in der Frage des Arbeitsmarktzugangs für AsylwerberInnen herbeigeführt. Hier fordert die AK – ebenfalls auf unsere Initiative – die österreichische Bundesregierung auf,

  • den „Bartenstein-Erlass“ aus dem Jahr 2004, der die Arbeitsmöglichkeiten für AsylwerberInnen auf Saisonarbeit beschränkt, aufzuheben,

     

  • jungen AsylwerberInnen den Zugang zu sämtlichen Lehrberufen ohne Arbeitsmarktprüfung bzw. über die Pflichtschule hinausgehenden (Aus-)Bildungseinrichtungen zu ermöglichen,

     

  • AsylwerberInnen zu ermöglichen, sich beim AMS arbeitssuchend zu melden und den Zugang zu Arbeitsmarktförderungen nicht länger zu verwehren.

In den Erläuterungen des Antrags heißt es u.a.:

„Nach wie vor ist es AsylwerberInnen in Österreich nicht möglich, selbst für ihren Unterhalt zu sorgen, da ihnen wegen des sogenannten „Bartenstein-Erlasses“ von 2004 derzeit nur die Möglichkeit bleibt, sich als Saisonarbeitskraft bzw. ErntehelferIn zu verdingen. Auch dies nur nach Durchführung eines Ersatzkraftverfahrens, in welchem das AMS überprüft, ob es für die in Aussicht genommene Tätigkeit keine geeigneten BewerberInnen mit Arbeitsmarktzugang gibt.

In der Praxis bedeutet dies, dass AsylwerberInnen aufgrund dieser Hürden kaum jemals dazuverdienen bzw. keine qualifizierte Ausbildung erhalten und unter finanziell unwürdigen Bedingungen leben müssen.

Viele UnternehmerInnen machen sich die Zwangslage von AsylwerberInnen zu nutze und beschäftigen sie zu Bedingungen, für die der Ausdruck Lohn- und Sozialdumping noch zu hoch gegriffen scheint. Dies verschärft deren prekäre Lage weiter und macht sie darüber hinaus zum Buhmann bestimmter politischer Gruppen, die AsylwerberInnen gerne als Bedrohung für die Bevölkerung darstellen.“

Und abschließend:

„Auf EU-Ebene tritt ab Juli 2015 eine Richtlinie in Kraft, nach der AsylwerberInnen spätestens neun Monate nach Antragsstellung der Zugang zum Arbeitsmarkt zu gewähren ist – Österreich hat also Handlungsbedarf … Es besteht auch für Österreich kein Grund AsylwerberInnen den Zugang zum Arbeitsmarkt länger zu verwehren.“

 

Zum Antrag „Arbeitsmarktzugang für AsylwerberInnen“

AUGE/UG: Unerträgliche Hetze der ÖVP gegen die Ärmsten der Armen muss aufhören

Linda Fairteilen

 

Fehlende Sachkompetenz der ÖVP

Auffällig dabei ist die fehlende Sachkompetenz der ÖVP: Ihre Aufforderung, arbeitslose Menschen stärker zu Teilzeitbeschäftigung zu zwingen, ist völlig absurd. Die Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden in Österreich, ist seit 2011 rückläufig (-1,7%). Der Zuwachs an Arbeitsplätzen geht also auf die Umwandlung von Vollzeitjobs auf Teilzeitjobs zurück. Die Forderung der ÖVP läuft somit darauf hinaus, noch mehr Menschen ihren Vollzeitarbeitsplatz wegzunehmen und in existenzgefährdende Arbeitsverhältnisse abzudrängen.

Die ÖVP-Attacke gegen die Zumutbarkeitsbestimmungen zielt ins Leere: in der Realität entfalten leider weder der Berufsschutz (100 Tage) noch der Entfernungsschutz irgendeine Schutzwirkung, welche angesichts der drohenden Verarmungsspirale dringend notwendig wäre. Der Entfernungsschutz ist in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit nicht wirksam: Um dessen Wirkungslosigkeit sicherzustellen, hatte die ÖVP schon bei Beschlussfassung des Gesetzes das Wort „tunlichst“ in die Schutzbestimmung geschummelt.

Die hohe Arbeitslosigkeit in Österreich ist nicht Folge des angeblich so superguten Sicherungssystems, denn immerhin hat Österreich in Relation zur Kaufkraft das niedrigste Arbeitslosengeld der EU. Die Arbeitslosigkeit ist eine Folge völlig verfehlter Politik: Wir brauchen öffentliche Investitionen in Beschäftigung und keine Neidpolitik gegenüber jenen, denen es ohnehin schon schlecht geht.

Wir brauchen dringlichst

 

  • Öffentliche Investitionen in Zukunftsbranchen wie Gesundheit, Pflege und Betreuung, Bildung, Soziales, Forschung, Kultur und Umwelt
  • Mehr Mittel für aktive Arbeitsmarktpolitik
  • Einen Rechtsanspruch auf Bildung und Qualifikation
  • Eine unternehmensseitige Verteuerung von Mehr- und Überstunden
  • Eine sechste Urlaubswoche für alle
  • Und vor allem  rasche und entschlossene Schritte in Richtung 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich

Bereits 2 Millionen Unterschriften gegen TTIP!

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Über  2 Millionen EU-Bürger_innen haben bereits die europäische Bürger_inneninitiative gegen das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP unterschrieben. Der Druck wirkt. Der sozialdemokratische EU-Parlamentspräsident Schulz hat eine Parlamentsabstimmung über TTIP verschoben – weil es ganz offensichtlich keine parlamentarische Mehrheit für die besonders umtrittenen Sonderklagsrechte (ISDS) für Konzerne gibt. Darum gilt: Wer noch nicht hat – auf stop-ttip.org unterschreiben und weiter Druck aufbauen!

 

AUGE/UG: Rechtsextreme Angriffe auf AntifaschistInnen und Gewerkschafter

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 In der Vergangenheit wurde wiederholt die Versorgung der eingesetzten BeamtInnen durch eine FP-nahe Personalvertretungsliste kritisiert. Bei Protesten gegen Rechtsextremimus stellt dies die Neutralität der Polizei in Frage und heizt damit die Stimmung zwischen Polizei und DemonstrantInnen unnötig an. Die Versorgung der PolizistInnen liegt in der Verantwortung des Innenministerium bzw. der einzelnen Dienststellen. Auch diesmal vernachlässigte der Arbeitgeber seine Fürsorgepflichten sträflich, so mussten BeobachterInnen der Gewerkschaftsplattform den durch die Hitze stark erschöpften PolizistInnen mehrmals Wasser reichen. „Die Polizeiführung muss bei der Einsatzplanung die Versorgung sicherstellen. Es liegt in ihrer Verantwortung, sowohl eine Provokation durch FP-nahe Personalvertretungslisten zu verhindern, als auch die BeamtInnen ausreichend zu versorgen“, fordert Klaudia Paiha, Bundessprecherin der Alternativen, Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen AUGE/UG, die Polizeiführung erneut auf.

 

Angriff von Rechtsextremen auf AntifaschistInnen

 

Nach der vorzeitigen Beendigung der Demonstration der Identitären am Reumannplatz, begleitete die Polizei die NeofaschistInnen mit der U-Bahn bis zum Stephansplatz. Die Identitären fuhren zum Praterstern weiter und sammelten sich dort erneut. Es kam zu massiven Attacken von Seiten der Identitären auf AntifaschistInnen. Dabei wurde zumindest eine Person verletzt und mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht. Bilder und Videos beweisen den massiven Angriff der RechtsextremistInnen. Die Polizei traf sichtbar erst nach dem Angriff am Praterstern ein. Immer wieder waren in der Demonstration der Identitären und deren Umfeld Neonazis aus dem „Unsterblich“/Blood & Honour-Umfeld zu sehen. Paiha: „Es ist unverständlich, warum die Polizei frühzeitig abzog und die Identitären in Folge auf AntifaschistInnen einprügeln konnten. Aber eines ist jetzt sicher: Die angebliche Gewaltlosigkeit, Rechts- und Demokratiefreundlichkeit der Identitären ist als Mär entlarvt worden“.

 

Angriff auf einen Beobachter der Gewerkschaftsplattform

 

Im Prater kam es zu einem Zwischenfall von Identitären mit einen eindeutig als Gewerkschafter gekennzeichneten Beobachter der AUGE/UG. Ein Identitärer verlangte das Handy von Stefan Steindl, Funktionär der GPA-djp und Stv. Landessprecher der AUGE/UG Wien, schlug auf dessen Kopf ein und schrie dabei „left side, left side, union, union“. Der Angriff richtete sich also gezielt gegen einen Gewerkschafter. Einer unmittelbaren Sachverhaltsaufnahme durch die Polizei entzog sich der Angreifer, eine Sachverhaltsdarstellung wegen gefährlicher Drohung, Körperverletzung und Nötigung wird eingebracht.

 

Dieser Angriff auf GewerkschafterInnen ist nicht der erste, der von gewaltbereiten RechtsextremistInnen erfolgt. 2013 stürmten Neonazis des ehemaligen Austria-Fanklub „Unsterblich“ eine Gewerkschaftssitzung der Arbeiterkammer-Fraktion Komintern und verletzten dabei einen Gewerkschafter schwer. Die sich verteidigenden Gewerkschafter wurden in Folge zu höheren Strafen verurteilt, als die Angreifer selbst.

 

„Das beweist einmal mehr, dass Rechtsextremismus und Faschismus seit jeher Gegner der organisierten ArbeitnehmerInnenschaft waren und sind. Wo immer auch die extreme Rechte an Schalthebeln der Macht saß, ging sie gegen ArbeitnehmerInnenrechte und GewerkschafterInnen vor. Es ist daher für Gewerkschaften eine Verpflichtung gegen Rechtsextremismus aufzutreten“, so Klaudia Paiha abschließend.

 

Ein umfassender Bericht der Polizeibeobachtung der AUGE/UG u.a. im Rahmen der Proteste gegen den Identitärenaufmarsch am 6. Juni demnächst auf dem Belvederegasse-BLOG.

AUGE/UG, Koza: „Standortdebatte geht in vollkommen falsche Richtung!“

markus koza aktuell 2012

 

‚More of the same‘ verschärft Krise

 

„Dem ewig vorgetragenen Mantra der Unternehmerseite, wonach Lohnkosten, Sozialleistungen, Pensionen, Steuern und Abgaben gesenkt werden müssten, um Österreich wieder wettbewerbsfähiger zu machen ist nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Wirtschaftskrise eine klare Absage zu erteilen,“ so Koza. Genau diese Wirtschaftspolitik des ‚bagger your neighbour‘ – das Unterbieten der Nachbarn bei Sozial- und Steuerstandards um kurzfristig Wettbewerbsvorteile zu erzielen – habe über die letzten Jahrzehnte hinweg zu Reallohnverlusten und steigender Atypisierung von Beschäftigung geführt. Zusätzlich wurde die Steuerlast von Kapital hin zu Arbeit verschoben, der Sozialstaat zurück gebaut und hat die Ungleichverteilung bei Einkommen und Vermögen noch deutlich zugenommen.  Die aus dieser Politik resultierenden makroökonomischen Ungleichgewichte in der EU – hier Export-Staaten mit hohen Leistungsbilanzüberschüssen, da Import-Staaten mit schuldenfinanzierten Leistungsbilanzdefiziten – waren mit entscheidend für den Ausbruch der Krise.

 

Koza: „’More of the same‘ würde die ökonomische und soziale Krise noch weiter verschärfen und einen neuerlichen Wettlauf nach unten bei Löhnen, Steuern, Sozial- und Umweltstandards auslösen. Das hätte einen weiteren, massiven Anstieg der Ungleichverteilung und einen weiteren dramatischen Verlust von Einkommen und Lebensqualität für die Mehrheit der Bevölkerung zur Folge. Die nächste Krise ist so vorprogrammiert.“

 

Für einen wirtschaftspolitischen Kurswechsel in Österreich und Europa!

 

Angesichts einer diagnostizierten massiven Nachfrageschwäche innerhalb der EU als einer Folge von Rekordarbeitslosigkeit, wachsender Armut und EU-weit betriebener Sparpolitik auf Kosten öffentlicher Investitionen und sozialer Sicherheit, braucht es tatsächlich einen grundlegenden Kurswechsel in der EU und auch in Österreich: „Dringend notwendig sind Maßnahmen zur Stärkung der Binnennachfrage in Europa über eine aktive Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und Armut –  EU-weit, aber auch in Österreich, etwa über Arbeitszeitverkürzung, Ausbau der ArbeitnehmerInnenrechte und Mindestlöhne. Zusätzlich brauchen wir zielgerichtete öffentliche Investitionen. Insbesondere dort, wo ein massiver Investitionsrückstau besteht – bei Bildung, beim sozialen Wohnbau, bei sozialen Diensten, bei der Ökologisierung und Modernisierung der Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur.“

 

Inzwischen hat selbst der Internationale Währungsfonds erkennen müssen, dass die restriktive Sparpolitik die Krise in Europa noch zusätzlich verschärft hat, argumentiert Koza. Eine Abkehr von der radikalen Austeritätspolitik in Europa sei daher dringend notwendig, etwa über eine ‚goldene‘ Investitionsregel, die  Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Soziale Dienste aus öffentlichen Schulden herausrechnet. Zusätzlich braucht es Vermögenssteuern um budgetäre Handlungsspielräume zurückzugewinnen sowie eine sozial-ökologische Steuerreform, die Arbeit entlastet und Umweltverbrauch stärker besteuert, um den sozial-ökologischen Umbau unseres Industriesystems voranzutreiben. „Verteilungs- und Chancengerechtigkeit, soziale Sicherheit und ökologische Nachhaltigkeit sind wesentliche Voraussetzungen für eine nachhaltige, stabile gesellschaftliche wie wirtschaftliche Entwicklung. Eine unter neoliberalen Vorzeichen, ausschließlich unter dem Aspekt der Wettbewerbsfähigkeit geführte Standortdebatte, steht diesen wichtigen gesellschaftlichen Zielen diametral entgegen und geht daher in die vollkommen falsche Richtung. Wirtschaftspolitik muss als zentrales Ziel die stete Verbesserung der Lebens-, Arbeits- und Umweltbedingungen für eine breite Bevölkerungsmehrheit zum Ziel haben. Sie ist es schließlich auch, die den gesellschaftlichen Wohlstand erwirtschaftet,“ schließt Koza.