Alle Beiträge von Katharina Obenholzner

Klimaticket steuerfrei als „Jobticket“?

Kann der oder die Arbeitgeber*in dem oder der Arbeitnehmer*in das Klimaticket Now steuerfrei als „Jobticket“ zur Verfügung stellen?

Der oder die Arbeitgeber*in kann dem oder der Arbeitnehmer*in das Klimaticket Now steuerfrei zur Verfügung stellen oder die entsprechenden Kosten steuerfrei ersetzen. Für weitere Informationen: siehe die Homepage des zuständigen Bundesministeriums für Finanzen.

BM für Finanzen

„Bewegte Stadt“: Dialogtour

Dialog-Tour – Bürger*innen vor Ort befragen

 

Unter dem Motto „Rede mit! Gestalte mit!“ startet am Donnerstag, 16. September, am Glanspitz die Dialog-Tour „Bewegte Stadt“. Ab 17 Uhr können Bürger*innen hier ihre Ideen für Sport, Bewegung und Freiflächen in ihrem Viertel einbringen und mit Expert*innen diskutieren. Weitere Termine im Stadtgebiet bis Frühjahr 2022 sind geplant. Interessierte Bürger*innen können ihr Vorschläge auch direkt an bewegte.stadt@stadt-salzburg.at schicken.

(Quelle: Stadt Salzburg online)

Arbeit & Wirtschaft Artikel: Türkis an der Macht – Message in a Bottle

Den Spruch „jeder ist seines Glückes Schmied“, finden wir problematisch. Abgesehen davon, dass er sprachlich schon exkludiert.
 
Warum?
 
Er suggeriert, dass wir alle die gleichen Möglichkeiten & Chancen haben. Und schlussfolgert, dass wir selbst Schuld sind, wenn wir keinen Besitz haben, arm sind oder schlicht nicht erfolgreich sind.
 
Die ÖVP lebt nach dem Spruch. Warum der Glaube daran ein Denken privilegierter Gruppen ist, für die Gesellschaft gefährlich und warum wir gerade deswegen unbedingt einen funktionierenden Sozialstaat brauchen, erfährt ihr im untenstehenden verlinkten Artikel von Johannes Greß!
 

AUGE/UG Salzburg fordert Verdoppelung der Anrechnung von Zeiten für die Kindererziehung

Salzburg, 25.05.2021

 

PRESSEINFORMATION

 

Frauenpension in Salzburg um 40 Prozent niedriger als bei Männern

AUGE fordert Verdoppelung der Anrechnung von Zeiten für die Kindererziehung

 

Die Corona-Pandemie verschärft die Ungleichheit beim Einkommen von Frauen und Männern. Das eklatante Missverhältnis zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit tritt deutlicher zu Tage denn je. Die durchschnittliche Pension von Frauen ist in Salzburg derzeit um mehr als 40 Prozent niedriger als jene von Männern! Frauen in Pension kommen im Schnitt auf 1.170 Euro brutto pro Monat.

Der Grund für die schlechte Absicherung im Alter liegt in den vielen unbezahlten Arbeitsstunden, die Frauen leisten. Im Haushalt ebenso wie in der Kindererziehung oder bei der Pflege von Angehörigen. Erhebungen während des ersten Corona-Jahres zeigen, dass sich das Verhältnis zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit noch verschärft hat: Im Schnitt arbeiteten Frauen pro Werktag um 2,5 Stunden unbezahlt mehr als Männer.

„Die höhere Flexibilität im Home Office hat die Stellung der Frauen weiter verschlechtert“, erklärt AUGE-Landessprecher Klaus Brandhuber. „Unbezahlte Tätigkeiten in den Familien werden zu zwei Dritteln von Frauen geleistet. Am Ende stehen sie dann mit einer deutlich geringeren Pension da.“ Die Pension von Frauen liege im Schnitt um gut 100 Euro unter dem Schwellenwert zur Armutsgefährdung.

Die Alternativen, Grünen und Unabhängigen Gewerkschafter*innen fordern deshalb ein Modell, das eine längere Anrechnung der Kindererziehungszeiten vorsieht. Ein entsprechender Antrag wird in der Vollversammlung der AK Salzburg am 27.Mai eingebracht. Derzeit werden Erziehungszeiten höchstens bis zum 4. Lebensjahr des Kindes angerechnet. Der AUGE-Vorschlag sieht 8 Jahre vor.

„Das Pensionsrecht kann natürlich nur eine Stellschraube sein, wenn es um eine bessere Absicherung von Frauen geht“, sagt Klaus Brandhuber. „Es braucht unter anderem mehr Kinderbetreuungsplätze und eine höhere Väterbeteiligung, damit Frauen einer existenzsichernden Erwerbsarbeit nachgehen können.“

 

 

Kontakt:

Klaus Brandhuber
klaus.brandhuber@auge.or.at
Tel: 0660 / 653 27 66

 

 

 

Morgen geht’s los: ÖH-Wahl 2021 – 18.05.-20.05.

Wir wollen euch noch einmal an die ÖH-Wahl 2021 erinnern.

Studieren & Arbeiten

2019 waren knapp zwei Drittel (65 Prozent) der Studierenden in irgendeiner Form erwerbstätig – das ist ein Plus von vier Prozentpunkten gegenüber 2015. Praktisch unverändert blieb dagegen die Zahl der Vollzeit-Erwerbstätigen (11 Prozent) sowie die Zahl derjenigen, die sich als „in erster Linie erwerbstätig und nebenbei studierend“ sehen (22 Prozent). 

Das heißt, dass ein großer Teil der Studierenden auch Arbeitnehmer_innen sind.

Die Vereinbarkeit von Studium und Arbeit ist aber, gerade in klassischen Studienrichtungen an öffentlichen Hochschulen oft nicht gegeben, da die Studien als Vollzeitstudien ausgelegt sind & so viele Studienrichtungen für Studierende, die erwerbstätig sein müssen, um ihr Leben finanzieren zu können, nicht oder nur schwer studierbar. Das hat nichts mit gleichberechtigtem Hochschulzugang zu tun. 

Darum, aber auch aus vielen anderen Gründen, braucht es eine starke Interessensvertretung der Studierenden. 

Von 18.05.-20.05. können Studierende aller österreichischer Hochschulen ihre lokale Hochschulvertretung und bundesweite Hochschulvertretung wählen

Unsere Wahlempfehlung: die Grünen und Alternativen Student_innen (GRAS). Sowohl auf lokaler Ebene, z.B. der Paris Lodron Universität Salzburg (PLUS) als auch auf Bundesebene.

An der PLUS treten Laura Reppmann und Mario Steinwender als Doppelspitze für die GRAS zur ÖH-Wahl an. Ihre Themenschwerpunkte sind: eine klimaneutrale Uni, echte Chancengleichheit und Überwindung der Coronakrise, denn von dieser waren und sind Studierende strukturell besonders betroffen & zählen zu einer Personengruppe, die im Umgang mit der Krise wenig beachtet wurde. Bundesweit tritt die ehemalige Vorsitzende der ÖH Uni Salzburg, Keya Baier, als Spitzenkandidatin der GRAS an.

Die Kandidat_innen der GRAS

Laura Reppmann ist 22 und Studentin des interdisziplinären Kombinationsstudiums PPÖ (Philosophie, Politik & Ökonomie) (4. Semester), sie wuchs als Arbeiter_innenkind im Innviertel und Flachgau auf. Bevor sie sich in der GRAS engagierte, konnte sie in verschiedenen politischen (queerfeministischen) Kollektiven Erfahrungen sammeln. Auch auf der ÖH ist Reppmann seit September 2020 als Referentin für feministische Politik tätig und konnte dort einige Projekte umsetzen. Sie steht für Chancengleichheit in der Hochschule und eine Universität, die fit für eine gute Distanzlehre ist.

Mario Steinwender ist 21 und Student der Rechtswissenschaften (4. Semester), er war 3 Jahre lang Sprecher der Grünen Jugend Salzburg, bevor er sich bei der GRAS engagierte. Er konnte bereits viel Erfahrung in der ÖH sammeln: seit Sommer 2020 leitet er das Referat für Organisation, in dem er zuvor Sachbearbeiter war, und führt zudem seit Oktober 2020 ein Mandat in der Universitätsvertretung. Gemeinsam mit der GRAS möchte er sich nun für eine klimaneutrale Hochschule und eine Studierendenstadt Salzburg einsetzen.

Keya Baier ist 21 und Studentin der Politikwissenschaft (Uni Salzburg), sie wuchs in Schleswig-Holstein auf. Bevor sie sich bei der GRAS Salzburg engagierte war sie in einem Geflüchteten-Hilfsverband in Schleswig-Holstein und der Grünen Jugend – erst in Deutschland und dann in Österreich – politisch aktiv. Im Frühjahr 2019 war sie Spitzenkandidatin der GRAS Uni Salzburg bei den ÖH-Wahlen. Nach einem fulminanten Wahlerfolg (+17 % und +3 Mandate) führt Baier die Koalition an der Uni Salzburg seit zwei Jahren als ÖH-Vorsitzende an und möchte ihre Erfahrungen und ihr Wissen nun auch bundesweit für die ÖH & Studierenden einbringen & nutzen.

Was tun?

Liebe Studierende, vor allem auch jene, die neben dem Studium arbeiten (müssen), bitte geht unbedingt wählen und macht euer Kreuzerl lokal und bundesweit bei der GRAS.

Euer AUGE/UG Salzburg Landessprecher, Klaus Brandhuber & Katharina Obenholzner, ehem. ÖH-Vorsitzende an der Uni Salzburg & nunmehrige Mitwirkende bei der AUGE/UG Salzburg.

P.S.: wir freuen uns, wenn auch arbeitende Studierende zu uns stoßen & sich auch in der Arbeitnehmer_innenvertretung aktiv engagieren.