Alle Beiträge von Katharina Obenholzner

Petitionsübergabe „Wir haben Platz für Familien aus dem Zeltlager Lesbos“ an LH Haslauer: 13.01.2021, 12:00-13:00 im Chiemseehof

https://www.openpetition.eu/at/petition/online/wir-haben-platz-fuer-familien-aus-dem-zeltlager-auf-lesbos

zur Info von der Initiatorin:
„Wir bedanken uns herzlich für die Unterstützung unseres gemeinsamen Anliegens.
Besonders gefreut haben uns die vielen Kommentare!
Trotz mehrfacher Bemühungen haben wir leider keinen Termin für die Übergabe der Unterschriften bei Herrn Landeshauptmann Haslauer bekommen. Deshalb haben wir für Mittwoch, den 13.1. zwischen 12 und 13 Uhr eine Kundgebung am Mozartplatz (nicht wie ursprünglich) Chiemseehof, 5020 Salzburg angemeldet und werden dort versuchen, die Unterschriften zu übergeben.
Zu diesem Termin finden nämlich Ausschusssitzungen im Landtag statt und Herr Haslauer wird zugegen sein. Ob er die Petition persönlich entgegennehmen wird, ist noch ungewiss.
Ihr seid natürlich alle herzlich eingeladen, auch zu dieser Kundgebung zu kommen – bitte MNS nicht vergessen!
Außer uns Initiator*innen werden Vertreter*innen verschiedener Organisationen (Plattform für Menschenrechte, Solidarisches Salzburg, Katholische Kirche…) anwesend sein und für Gespräche zur Verfügung stehen.
Wie ihr vielleicht gesehen habt, war am Freitag, den 8.1.2020 ein Artikel über unser Ansinnen in den SN, eine weitere Presseaussendung wird nach der Kundgebung erfolgen.
Wir werden euch auf dem Laufenden halten, wie sich die Bemühungen für die Menschen im Flüchtlingslager auf Lesbos weiterentwickeln!
Mag.a Mathilda Kainz“

Wir brauchen keinen Applaus, sondern Personal! Interview mit Klaus Brandhuber, Betriebsrat im Diakoniewerk Salzburg.

Quelle: ÖGB

„Klaus Brandhuber ist Betriebsrat im Diakoniewerk Salzburg. Wir haben mit ihm über die aktuelle Situation in der Pflege gesprochen und über seine Vorschläge, wie man die Kolleg*innen besser entlasten kann.

 

Das Pflegepersonal ist gerade in der COVID-19 Pandemie noch mehr gefordert als ohnehin schon. Wo siehst du die größten Probleme im Moment?

 

Die Themen und wachsenden Herausforderungen für Arbeitnehmer*innen, die wir im Pflegebereich derzeit sehen, sind über die Jahre stetig gewachsen. Mit der COVID-19 Pandemie werden sie noch deutlicher sichtbar. Wir warnen seit vielen Jahren, dass wir in unseren Arbeitsfeldern Problemstellungen haben, die man nicht länger aufschieben kann. Mit der Pandemie hat sich das natürlich noch verschärft.

 

Wir brauchen grundsätzlich mehr Personal in der Pflege, vor allem müssen die Dienste besser besetzt sein. In den vergangenen Jahren war genau das Gegenteil der Fall, man hat das Personal immer weiter ausgedünnt. Wir dürfen nicht länger abwarten, es braucht ein sofortiges Umdenken und Maßnahmen zur Entlastung der Kolleg*innen.

 

Viele arbeiten seit Jahren an ihren persönlichen Grenzen, in den letzten Monaten noch verstärkt. Nur, wenn wir die Rahmenbedingungen ändern, werden auch die Sozialbetreuungs- und Pflegeberufe wieder an Attraktivität gewinnen. Es braucht also viele Maßnahmen, um hier gegenzusteuern.

 

Welche Maßnahmen braucht es noch?

 

In der mobilen Betreuung und Pflege sind die Kolleg*innen sehr stark eingetaktet, also haben sie nur wenig Zeit pro Einsatz. Damit die KundInnen, die Fürsorge und Betreuung erhalten, die sie auch brauchen, ist der Zeitfaktor am wichtigsten. Das wünschen sich die Kolleg*innen in der mobilen Betreuung und Pflege, dass sie mehr Zeit haben, um auch für die Menschen da zu sein. Dazu braucht es auch klare Regelungen für eventuell anfallende Ausfallzeiten.

 

Im Moment kommt hier überall das Menschliche zu kurz. Es geht eher in die Richtung, dass man Tourenpläne möglichst kostengünstig gestaltet, so wie in Oberösterreich. Gerade im Pflege- und Sozialbereich sollte aber das Finanzielle nicht die wichtigste Grundlage für Entscheidungen über Rahmenbedingungen sein. Letzten Endes nehmen wir damit als Gesellschaft unsere Verantwortung nicht wahr.

Setzt sich das finanzielle Problem, also die Unterfinanzierung, auch bei den Gehältern fort?

 

In den letzten Jahren kommt es immer wieder vor, dass über Kollektivverträge unterschiedliche Einstufungen für Pflege- und Sozialbetreuungsberufe entstanden sind. Vor allem die Betreuung und Begleitung von Menschen mit Behinderung und für Kinder- und Jugendliche wird hier tendenziell finanziell benachteiligt. Die Auswirkungen werden wir in den nächsten Jahren zu spüren bekommen. Die Personalsituation wird sich in die gleiche Richtung entwickeln wie momentan in den Pflegeberufen.

 

Was kann man dagegen tun? Was braucht es deiner Meinung nach?

 

Wir brauchen endlich eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in allen genannten Bereichen. Dafür braucht es einen gemeinsamen Kraftakt und nicht nur Lippenbekenntnisse und leere Versprechen. Es braucht endlich eine deutliche Arbeitszeitverkürzung, ohne sich darauf auszureden, dass dann erst recht wieder das Personal fehlt. Es fehlt ja jetzt schon, weil viele aus dem Beruf ausscheiden, weil sie die Belastung auf Dauer nicht mehr aushalten.

 

Mit einer Reduzierung der Arbeitszeit und einer Aufstockung des Personals werden die ausgebildeten Fachkräfte auch länger im Beruf bleiben. Im extramuralen Bereich haben wir eine durchschnittliche Teilzeitquote um die 80%, hier gehen mit einer Arbeitszeitverkürzung keine Stunden verloren. Es gibt auch viele Kolleg*innen, die gerne mehr als nur Teilzeit arbeiten würden. Aufgrund der momentanen Dienstplanerfordernisse ist das aber für Viele momentan gar nicht möglich. Außerdem muss auch die Bezahlung deutlich erhöht werden, und zwar muss man sich da an den gut verdienenden Branchen orientieren.

 

Es kann ja nicht sein, dass ausgerechnet der Pflege- und Sozialbereich immer nur aus Gründen der „Kosteneffizienz“ ständig kaputtgespart wird. Da braucht es ein generelles Umdenken und eine höhere Wertschätzung diesem Bereich gegenüber. Diese Forderung muss für alle umgesetzt werden, die in diesen Berufen arbeiten und nicht nur für jene, die einen Diplomberuf ausüben.

 

Wir müssen uns endlich mal als Gesellschaft die Frage stellen: Wie viel ist uns das Wohl unserer Mitmenschen, die auf Hilfe und Betreuung angewiesen sind, denn wert? Nach diesem Grundsatz müssen politische Entscheidungen gefällt werden und nicht nach der Frage, wo man denn noch sparen kann, um die Kosten möglichst gering zu halten.“

 „Salzburg hat Platz“ für Geflüchtete – Unterstützung seitens der Arbeiterkammer Salzburg

Die Arbeiterkammer Salzburg setzt ein klares Zeichen.

Im Sozialpolitischen Ausschuss der Arbeiterkammer wurde am 16.12.2020 aufgrund eines von der AUGE/UG Salzburg eingebrachten Antrags beschlossen, dass die Aktion der Plattform für Menschenrechte in Salzburg „Salzburg hat Platz“ für Geflüchtete seitens der Arbeiterkammer unterstützt wird.

Viele Initiativen der Zivilgesellschaft, religiöse Gemeinschaften und Gemeinden (wie z.B. Oberndorf) sind bereit, geflüchtete Menschen aufzunehmen oder zu betreuen. Vielen Dank von unserer Seite an euch alle dafür!

Die Plattform für Menschenrechte in Salzburg sammelt diese Angebote im Rahmen der Aktion „Salzburg hat Platz“, um vorhandene Kapazitäten in Salzburg sichtbar zu machen. Die Initiative kritisiert die Asylpolitik der Bundesregierung als unmenschlich. Auch Österreich muss geflüchtete Menschen von den griechischen Inseln übernehmen und fordert, dass Österreich etwas zur Versorgung von geflüchteten Menschen beiträgt. Auch Salzburg hat Platz für geflüchtete Menschen!

Bitte schaut euch die Initiative an: http://www.menschenrechte-salzburg.at/home/home-single-news/article/salzburg-hat-platz-fuer-menschen-aus-moria.html

Vielleicht könnt auch ihr etwas beitragen?

Dank gilt auch unseren beiden AUGE/UG Salzburg Mitgliedern und AK-Räten im entsprechenden Ausschuss, Mario Bandemer und Klaus Brandhuber, die die Wichtigkeit des Themas unterstrichen haben und die Unterstützung der Initiative durchgesetzt haben.

AUGE/UG Salzburg Monatstreffen 2021

Da wir nicht wissen, wie sich die Coronasituation weiterentwickelt, besteht die Möglichkeit, dass die Treffen virtuell stattfinden werden.

Bitte kurzes E-Mail an katharina.obenholzner@auge.or.at (Betreff: Monatstreffen), wenn ihr unsere Einladungsmails noch nicht erhaltet und in unseren Monatstreffen-Einladungsverteiler aufgenommen werden wollt! 

 

25.01.2021 (virtuell siehe Einladung vom 18.01.)

22.02.2021 (virtuell siehe Einladung vom 15.02.)

29.03.2021 (virtuell siehe Einladung vom 22.03.)

26.04.2021

31.05.2021

28.06.2021

20.09.2021

18.10.2021

22.11.2021

13.12.2021

Zu Silvester treffen wir uns Nachmittags am Alten Markt, um das Jahr ausklingen zu lassen (ab 15:00, Änderungen vorbehalten, Einladung folgt).

Wir freuen uns auf Dein Kommen!

AUGE/UG Salzburg Unterstützungsmöglichkeiten

Liebe AUGEn, liebe Freund*innen,

aktuell erreichen uns immer mehr Anfragen, ob wir Personen unterstützen können, die aufgrund ihres Hintergrundes und/oder der Coronasituation in einer schwierigen Lage sind. Wir helfen dort, wo wir direkt helfen können, immer gerne, oder versuchen zu vernetzen oder entsprechende Anfragen zu verbreiten, wenn wir nicht direkt helfen können.

  • Einige von euch wissen, dass wir AUGEn bei unseren Monatstreffen für unsere Spendenkasse Spenden einsammeln, damit wir hier auch Ressourcen für finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten haben. Dadurch, dass 2020 ein ganz besonderes Jahr ist, konnten wir uns nur selten gemeinsam an einem Ort „in echt“ treffen und trafen uns stattdessen virtuell. Dadurch gab es jedoch keine Möglichkeit Spenden für die Spendenkasse zu sammeln. Da wir aktuell wieder sehr viele Anfragen haben, bitten wir euch, wenn ihr Möglichkeiten und Kapazitäten habt, für die Spendenkasse über folgenden Weg zu spenden – wir freuen uns über jeden Betrag, seien es 5€, 10€ oder 20€…

 

Alternative und Grüne GewerkschafterInnen/UG
IBAN:  AT26 1400 0570 1030 0128

Kennwort/Verwendungszweck: „AUGE/Sbg Spendenkassa“

 

  • Falls ihr Sachmittel habt, die ihr Spenden könntet, wollen wir euch in diesem Rahmen eine Anfrage weiterleiten: wir suchen aktuell für eine Mutter mit Migrationshintergrund, die gerade in einer schwierigen Lage ist, für ihre zwei jugendlichen Söhne: eine Winterjacke in Größe S & eine Winterjacke in Größe M. Vielleicht habt ihr eine Jacke übrig, die ihr nicht mehr benutzt und gerne hergeben könnt? Bitte melden bei: katharina.obenholzner@auge.or.at 

 

  • Bei dieser Gelegenheit möchten wir euch noch erinnern, dass wir noch viele Weihnachtskarten, Reflektorbänder fürs Fahrrad und Borschüren zu unseren Themen lagernd haben, die ihr gerne nutzen könnt – falls Interesse, bitte melden bei: katharina.obenholzner@auge.or.at 

 

  • Zusätzlich wollen wir euch über eine tolle Initiative informieren, die ihr vielleicht schon kennt: carlavelorep. Das ist eine Fahrradwerkstatt, aber nicht irgendeine, denn sie schafft neue Perspektiven für junge Menschen, um am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Gemeinsam wird geschraubt, gelernt und die nächsten beruflichen Schritte geplant. Diese jungen Menschen freuen sich über Aufträge, da es in Coronazeiten recht wenig zu tun gibt. Und wir können aus eigenen Erfahrungen berichten, dass der Service wirklich sehr gut ist und auch preislich top.  carlavelorep – Elisabethstraße 17, 5020 Salzburg – carla@velorep.at – www.carlavelorep.at  falls ihr ein Fahrrad habt, das wieder mal einen Service benötigt oder vor dem Winterschlaf noch eine Generalüberholung bekommen darf, damit es im Frühling dann einsatzbereit ist…

 

Gerne könnt ihr diese Info auch mit Personen teilen!

Je mehr, desto besser können wir uns gegenseitig helfen!

 

Liebe Grüße,

Klaus, Robert, Magdalena und Katharina