Alle Beiträge von Melissa Bakic

Vollversammlung November 2025 – Antrag 3

Antrag  3

an die 04. Vollversammlung vom 13. November 2025
der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Steiermark

Schatten für alle

Seit mehreren Jahren wird es in den Sommermonaten immer heißer und was bei der älteren Bevölkerung zunehmend zum Problem wird, betrifft nun auch die jüngste Bevölkerungsgruppe. Die Spielplätze in der Steiermark sind nicht für derartige Temperaturen gerüstet. Die zum großen Teil aus Metall und Gummi bestehende Spielgeräte heizen sich in der Sonne tagsüber so auf, dass ab den Vormittagsstunden Verbrennungsgefahr für die Kinder besteht, wenn Sie diese Spielgeräte nutzen möchten (Messung haben bis zu 104 Grad auf Metallrutschen ergeben).

Auch ist die Beschattung der Spielplätze ein großes Thema geworden, worunter die Kinder, aber auch die Eltern in der Steiermark und in der Landeshauptstadt leiden müssen. Es werden neue Spielplätze errichtet ohne auf eine entsprechende Beschattung zu achten, Bäume werden gefällt um Spielgeräte zu installieren und danach wird keine entsprechende Beschattung mehr installiert. Hier hat die Stadt und das Land massiven Nachholbedarf. Auch eine entsprechende Trinkwasserversorgung ist zwar auf einigen Spielplätzen bereits eingerichtet, aber wird erst ab den Monaten Juni/Juli von der Stadt Graz (Holding) eingeschaltet. Hier stellt sich die Frage warum? Ein gutes Beispiel ist der Spielplatz in der Theodor-Körner-Straße, der zwar über genügend Schatten verfügt, auch einen Wasserspielplatz und einen Trinkbrunnen aufweist, diese werden aber von der Holding erst auf mehrmalige Nachfrage Mitte Juni eingeschaltet.

Da sich die Sommermonate immer weiter in den Frühling verschieben ist es hier absolut unverständlich, warum mit dem Einschalten der Trinkbrunnen so lange zugewartet wird, zumal ein Einfrieren der Leitungen ab dem Monat April nicht mehr gegeben ist.

Die Vollversammlung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Steiermark fordert von der steirischen Landesregierung sowie der Stadt Graz:

  • das lnstallieren von Beschattungen auf den steirischen und Grazer Spielplätzen durch Sonnensegel oder einer Pergola, wo eine Bepflanzung von Bäumen nicht oder nicht ausreichend möglich ist.
  • das Einschalten der Trinkbrunnen und Wasserspielplätze ab Anfang April, damit diese auch entsprechend genutzt werden können.

 

Für die Fraktion der AUGE/UG

DI Sandra Hofmann                                                     Graz, den 13. November 2025

 

Vollversammlung November 2025 – Antrag 2

Antrag  2

an die 04. Vollversammlung vom 13. November 2025
der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Steiermark

Gleichstellung der Ausbildungsförderung aller Gesundheitsberufe und

einheitliche gerechte Förderpraxis in ganz Österreich

Die zunehmende Herausforderung im österreichischen Gesundheitswesen insbesondere der Fachkräftemangel in allen Gesundheitsberufen ist die Attraktivität gesundheitsbezogener Ausbildungen ein zentrales Anliegen zur Sicherung der Versorgungssicherheit.

Es bestehen derzeit massive Ungleichbehandlungen auf finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten in den verschiedenen Gesundheitsberufen, deren Qualifikation ein vollzeitliches Studium erfordert und daher nicht nebenberuflich absolviert werden kann.

Studierende der Fachbereiche Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie, Psychotherapie und der medizinisch-technischen Berufe erhalten derzeit keine einheitliche finanzielle Unterstützung, obwohl diese Studierenden eine hohe Präsenzverpflichtung und laufend Praktika vonrweisen müssen um einen entsprechenden Studienerfolg zu erzielen.

Demgegenüber haben Auszubildende in Pflegeberufen finanzielle Anreize in Form von Ausbildungsgeldern, Stipendien und sonstige Ausbildungshilfen um die angesucht werden kann, sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene. Diese mangelnde Gleichstellung anderer Gesundheitsberufe im Bereich der Ausbildungsförderung wird von den Betroffenen als sachlich nicht gerechtfertigte Benachteiligung wahrgenommen und fördert damit weiterhin den bestehenden Fachkräftemangel.

Die Vollversammtung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Steiermark fordert die Bundesregierung äuf, die Finanzierung der Ausbildungsmaßnahmen für alle Gesundheitsberüfe zu übernehmen und diese als eigenständige, zweckgewidmeten Aufgabenbereich zu etablieren um eine gerechte Ausbildungsförderung sicherzustellen. Diese Förderungen haben unabhängig von der Berufsgruppe zu erfolgen, sich  an die Lebenshaltungskosten während der Ausbildung zu orientieren und für alle FH-Studierenden sowie Schüler:lnnen an Gesundheits- und Sozialberufsbildenen Schulen zu richten.

Für die Fraktion der AUGE/UG

DI Sandra Hofmann                                                     Graz, den 13. November 2025

 

Vollversammlung November 2025 – Antrag 1

Antrag  1

an die 04. Vollversammlung vom 13. November 2025
der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Steiermark

Kalte Progression

Viele Jahre lang hat sich die AK für die Abschaffung der kalten Progression eingesetzt. Die letzte Bundesregierung hat diese Forderung dann auch endlich umgesetzt. Es geht dabei um ein Steuervolumen von rund 1,2 Milliarden Euro jährlich, das nicht an den Finanzminister geht, sondern bei den Steuerzahlerinnen, insbesondere den Arbeitnehmerinnen, verbleibt.

Davon wurden und werden zwei Drittel über eine Anhebung der Steuersätze weitergegeben. Für das dritte Drittel gab es die soziale ldee, dass dieses Drittel insbesondere den einkommensschwächsten Gruppen zugute kommt. Beispielsweise wurden Alleinerzieherinnen und Alleinverdienerinnen, welche bislang automatisch 60,- pro Monat bzw. 720,- pro Jahr erhielten, finanziell unterstützt. Dieser Ansatz hätte im Laufe der nächsten zwei Jahre mit den dann zusätzlich zur Verfügung stehenden Mitteln zu einer echten Kindergrundsicherung ausgebaut werden können.

Die neue Regierung setzt den vollständigen Ausgleich der kalten Progression zu Gunsten des allg. Budgets aus. Sie schafft die soziale Umverteilung des dritten Drittels und damit den intelligentesten und sozial gerechtesten Teil der bisherigen Regelung ab.

Die Vollversammlung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Steiermark fordert die Bundesregierung auf, weiterhin die kalte Progression voll auszugleichen und ins besonders das dritte Drittel der Bevötkerung weiterhin durch Maßnahmen zurückzugeben, welches einkommensschwachen Gruppen zugutekommt und somit lnstrumente für soziale Gerechtigkeit und Umverteilung darstellen.

Für die Fraktion der AUGE/UG

DI Sandra Hofmann                                                     Graz, den 13. November 2025

 

Symposium „Aufrüsten und auf den Krieg vorbereiten – oder?“ – Veranstaltung 12.12.2025 18 Uhr

Die Grazer Initiative für Frieden und Neutralität lädt ein zum Symposium „Aufrüsten und auf den Krieg vorbereiten – oder?“, das am Freitag, 12. Dezember ab 18.00 im Festsaal der Arbeiterkammer Steiermark, Hans-Resel-Gasse 8–14, 8020 Graz stattfinden wird.
Der Eintritt ist frei, es wird aber um formlose Anmeldung unter info@giffun.at gebeten.
 
Referieren werden:
Univ.-Prof. Dr. Johannes Varwick: „Die Auswirkungen von Aufrüstung und Kriegsrhetorik auf die Staaten und Gesellschaften der EU und Österreichs“
 
Univ.-Prof. Dr. Manfred Nowak: „Die Krise der internationalen Institutionen der Zusammenarbeit und Friedenssicherung (UNO, OSZE etc.) und mögliche Auswege“
 
Irmgard Ehrenberger: „Die Möglichkeiten der Zivilgesellschaft und der staatlichen Institutionen Österreichs als neutraler Staat für Frieden fördernde und schaffende Initiativen“
 
Moderation: Martina Schmidt, langjährige ORF-Journalistin und „Report“-Redakteurin
 
Nach den Referaten und einer Podiumsrunde besteht die Möglichkeit, Fragen an die Referent:innen zu stellen sowie zur Publikumsdiskussion.
 
Das Symposium wird u.a. von der Stadt Graz unterstützt.
Weitere Informationen zu den Referent:innen, zu den unterstützenden Organisationen und zur Grazer Initiative für Frieden und Neutralität sowie Abstracts der Referate finden sich unter www.giffun.at.
 

Frauenbilder und Frauenrealitäten von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart – Veranstaltung 12.09.2025 18 Uhr

Veranstaltung im Literaturhaus bei freiem Eintritt:

Vortrag und Musik und danach eine Diskussion

80 Jahre nach Ende der Naziherrschaft wollen wir einen kritischen Blick auf die Entwicklung von Frauenbildern und Frauenrealitäten von der Nachkriegszeit bis zur Gegenwart werfen.

Für Frauen stellte die Nachkriegszeit v.a. wegen der katastrophalen Versorgungslage eine besonders große Belastung und Herausforderung dar, war aber auch durch die Einschränkungen und Zwänge einer patriarchalen Gesellschaft, in welcher sehr klare Erwartungen in Bezug auf Lebensmöglichkeiten von Frauen bestanden, geprägt, wobei diese Vorstellungen auch in den nachfolgenden Jahrzehnten gültig waren.

Eine maßgebliche Veränderung dieser Situation erfolgte erst ab den 1970er Jahren, als auch in Österreich – initiiert auch durch die Aktivitäten alternativer Bewegungen, wie etwa der Frauenbewegung sowie später der Grünen – eine längst fällige gesellschaftliche Modernisierung erfolgte und mit den bahnbrechenden gesetzlichen Reformen der Kreisky-Ära die Grundlagen für die rechtliche und gesellschaftliche Gleichberechtigung von Frauen gelegt wurden, wobei offen ist, ob und inwieweit diese in der Gesellschaft und in den individuellen Beziehungskonstellationen auch umgesetzt wurde.

Die Veranstaltung beleuchtet den Weg von den politischen und gesellschaftlichen Einschränkungen bis zu deren Veränderungen und den damit entstandenen Möglichkeiten der Gleichberechtigung von Frauen, ergänzt durch populäre Schlagermusik, die mit ihren realitätsfernen Klischees von Liebe und Harmonie nicht nur einen Kontrast zur Realität des Alltags, mit der Möglichkeit, dieser zu entfliehen, darstellte, sondern auch eine wichtige Rolle in der Zuschreibung von Geschlechterrollen spielte.

Referentin: Univ.Prof.i.R.Dr.in Karin Schmidlechner

Musik: Dr.in Irina Karamarkovic

Statement der Geschäftsführerin des Grazer Frauenrats Anna Majcan

Wann? Freitag, 12. September 2025, 18:00 – 20:00

Wo? Literaturhaus, Elisabethstraße 30, 8010 Graz – Freier Eintritt

Veranstalter*innen: Grüne Akademie Steiermark, Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung, Clio, Zukunft braucht Erinnerung, Grüne Senior*innen, AUGE/ UG Stmk, inspire thinking, Omas gegen Rechts