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Enquete: Alles flexi, oder was?

Alles flexi

Bei der Enquete am 2. Mai werden aktuelle Studien zum Thema Arbeitszeitflexibilisierung präsentiert und Modelle von arbeitnehmerInnenfreundlichen Arbeitszeitmodellen in Betrieben vorgestellt.

Wir diskutieren und analysieren die Folgen für Gesundheit, Geschlechterverhältnisse, Zeitwohlstand, Verteilung der Arbeit. Wir beleuchten Arbeitszeitpolitik auf betrieblicher, österreichischer und europäischer Ebene. Und: Betroffene berichten selbst, wie sie mit flexibilisierter Arbeitszeiten zu Rande kommen, was für sie ein 12-Stunden-Arbeitstag und eine weitere Arbeitszeitflexibilisierung bedeuten würde und was sie für selbstbestimmtes Arbeiten brauchen.

Wir wollen mit euch Arbeitszeit neu denken, Arbeitszeiten menschlich gestalten.

 

PROGRAMM

 

14:00 Uhr Check in

14:30 Uhr Eröffnung

Begrüßung: David Ellensohn, Klubobmann der Grünen Wien

 

14:40 Uhr Panel 1

Kurzfilm 1
Impulsstatement: GRin Barbara Huemer (Grüne Wien)
KEYNOTE: Ansatzpunkte einer gleichstellungsorientierten Arbeitszeitpolitik. Status quo der Arbeitszeitverteilung in Österreich. Mag.a Christine Mayrhuber (WIFO)
Impulsstatement: MEP Monika Vana (Greens/EFA im EP): Arbeitszeitpolitik auf EU-Ebene, aktuelle Entwicklungen
Publikumsfragen

 

16:00 Uhr Panel 2
Kurzfilm 2
Vortrag: Arbeit und Erholung. Auswirkung langer Arbeitszeit und Erholungsmangel auf Gesundheit und Wohlbefinden. Dr. Gerhard Blasche (Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien)
Publikumsfragen

 

16:40 – 17:10 Uhr
Pause

 

17:10 Uhr Panel 3
Kurzfilm 3
Impulsstatement: Markus Koza (AUGE/UG Wien)
Vortrag: Pioniere der Arbeitszeitverkürzung: betriebliche Modelle in Österreich. Stefanie Gerold, MSc. und Michael Soder, MSc. MSc (beide Institute for Ecological Economics an der WU Wien)
Publikumsfragen

 

18:00 bis 19:00 Uhr
Kurzfilm 4
Sofa Talk: „Gute Arbeitszeit heißt für mich…“ mit
Jana Zuckerhut, Österreichische Plattform für Alleinerziehende
Georg Gehringer, Polizist
Sonja Müllner, Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester, Betriebsratsvorsitzende (FSW)
Walter Braunsteiner, Softwareentwickler
Adele Siegl, Fahrradzustellerin foodora, Betriebsrätin

 

Politisches Resümee: Barbara Huemer, Monika Vana, Markus Koza

Moderation: Nina Horaczek, Chefreporterin bei der Wiener Stadtzeitung Falter

Gemütlicher Ausklang

 

Anmeldung:
anmeldung.rhk@gruene.at

Anträge AK-Vollversammlung_30-03-2017

In der AK-Vollversammlung März 2017 stellten die 6 AUGE-KammerrätInnen zwei Resolutionen und fünf Anträge an die Bundes- und Landesregierung Steiermark.

Rechtliche Gleichstellung von Zeitausgleich und Urlaub

Keine neue staatliche Förderung für Gratismedien

Mängel am Steiermärkischen Baugesetz beheben

Steirisches Wohnunterstützungsgesetz nach Novelle ändern

Entgeltfortzahlungsfonds wieder einführen

Abgelehnte Asylsuchende nicht aus der Grundversorgung fallen lassen

Kapital basierte Abgaben zur Finanzierung unseres Sozialsystems einführen

AK-Fraktionen_Abstimmungsergebnisse der AUGE-Anträge

AUGE/UG, Koza: Nicht auf Rechentricks der Wirtschaftskammer reinfallen!

 „Höhere Mindestlöhne sind notwendig, damit die Menschen von ihrer Vollzeitarbeit leben können und nicht unter der armutsgefährdenden Niedriglohnschwelle bleiben.“ Koza erinnert daran, dass bei einem Brutto-Betrag von 1.700 Euro netto knapp über 1.300 Euro blieben – bei einer aktuellen Armutsgefährdungsschwelle von 1.163 Euro (Einpersonen-Haushalt).

 

Schon 2015 hätte 1.700-Euro-Mindestlohn gelten müssen

 

Tatsächlich orientiert sich die 1.700-Euro-Mindestlohn-Forderung an der sogenannten Niedriglohnschwelle. Diese liegt – laut Definition der OECD – bei zwei Dritteln des mittleren Stundenlohns von Vollzeitbeschäftigten. Der mittlere Stundenverdienst lag 2015 laut Einkommensbericht des Rechnungshofs bei 15,30 Euro brutto – inklusive Überstunden, aber exklusive Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Bereinigt um die Überstunden ergibt das einen mittleren Stundenlohn von 14,70 Euro bei Vollzeit. Die Niedriglohnschwelle – also zwei Drittel des mittleren Stundenlohns bei Vollzeit – liegt somit bei 9,80 Euro.

Hochgerechnet auf ein Monatsbruttoeinkommen bei Vollzeit liegt die Niedriglohnschwelle damit bei  1.695 Euro monatlich – ohne Sonderzahlungen. Inklusive Weihnachts- und Urlaubsgeld würde sich der Mindestlohn auf 1.980 Euro monatlich belaufen. Koza abschließend: „Der Rechentrick der WKÖ ist  unzulässig, widerspricht er doch der allgemein anerkannten und gängigen Definition von Niedriglöhnen. Damit entpuppt sich die Behauptung der WKÖ, wonach 1.700 Euro Mindestlohn ohnehin bereits erreicht wäre als reine Propaganda.  Auf derartig billige Tricks fallen wir jedenfalls nicht herein.“

Ministerielles Aus für Sonntagsruhe? Heftige Kritik der AUGE/UG NÖ an Sobotka-Aussagen zu flexiblen Arbeitszeiten

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NÖAAB-Obmann und Innenminister Sobotka in Interview mit Bezirksblättern für 13 Stunden-Arbeitstage und Parallelstrukturen zu BetriebsrätInnen!

„Was der Innenminister in diesem Interview als NÖAAB-Sicht vertritt, lässt bei uns die Alarmglocken schrillen“, betont Stefan Taibl, AK-Rat der AUGE/UG – Alternative, Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen in der Arbeiterkammer NÖ. „Es scheint, als habe Sobotka die laufenden Diskussionen rund um eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie, wie sie inzwischen längst auch in der ÖVP geführt werden, verschlafen.“

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