Alle Beiträge von Elisabeth Kerschbaum

Für eine starke AK: Bitte geht zur Wahl! Für eine mutige und unabhängige AK: Wählt die AUGE/UG

Die Arbeiterkammer ist eine, leider ohne Übertreibung, blutig erkämpfte Errungenschaft für uns ArbeitnehmerInnen.
Dass es sie gibt und sie enorme Arbeit für uns leistet, ist keine Selbstverständlichkeit. Und sie kann verloren gehen oder/und geschwächt werden.

Die Regierung hat schon Einschränkungen und Kürzungen für die AK angekündigt, bei Gesetzesentwürfen wird sie nicht einmal mehr zu Gesprächen eingeladen. Deswegen ist es umso wichtiger, das wir hier ein Zeichen setzen und uns an der AK-Wahl beteiligen.

Eine starke AK hilft uns allen, die Interessen der Beschäftigten durch zu setzen: Deshalb gerade jetzt:  Bitte beteilige Dich an der Wahl!

Eine mutige und unabhängige AK kämpft auch bei Gegenwind für den Ausbau der Rechte der ArbeitnehmerInnen. Unterstütze uns mit Deiner Wahl – Liste 4, AUGEUG!

Gerechtigkeit? Nur mit mehr Demokratie in den Betrieben!

Wieder eine Firmenschließung in NÖ. Die Serie der letzten Jahre reißt nicht ab. Die Husky-Werke in Waidhofen hatten durchgehend Gewinne für den Konzern erzielt. Jetzt sollen die Maschinen ins Ausland übersiedelt und von den 240 MitarbeiterInnen 196 entlassen werden.
Die AK ist vor Ort und kümmert sich um Sozialpläne und Ansprüche, das ist wichtig und löblich. Trotzdem  haben die MitarbeiterInnen des Betriebes verloren.  

Gerechtigkeit?

Unsere Vorstellung von Gerechtigkeit sehen anders aus! Wir haben sie in einem Antrag, den wir beim Bundesgremium der Gewerkschaft der Privatangestellten eingebracht haben, zusammengefasst:
„Weil die, die Waren und Dienstleistungen produzieren, auch mitbestimmen müssen und es dabei nicht nur um den von ArbeitnehmerInnen erschaffenen wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens geht – sondern auch (siehe Arbeitszeitdebatte!) um die Selbstbestimmung über Freizeit, Lebenszeit, ja, um das Leben an sich!“


Nur der Ausbau der Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates kann verhindern, dass Menschen weiter und noch mehr zum Spielball der Konzerne werden! 

Die AK soll sich bitte endlich offensiver für diese Anliegen der Beschäftigten einsetzen!

 Die Husky-Werke in Waidhofen sind nun leider ein weiteres Beispiel dafür, dass es noch lange nicht Allen gut geht, nur weil’s der Wirtschaft gut geht. Um zu verhindern, dass Menschen zum Spielball der Konzerne werden, müssen erst die Spielregeln geändert werden – und dafür muss die Arbeiterkammer kämpfen! Trotz – oder gerade wegen des aktuellen starken Gegenwindes von Seiten der Regierung.

Das braucht eine starke AK – also bitte gehen Sie zur Wahl!
Das braucht eine mutige AK – also wählen Sie die Liste 4, AUGE/UG

AK-Wahl 2019 – wer – wann – wo – warum die AUGE/UG

Wer wird gewählt?

bei der AK-Wahl wird die AK-Vollversammlung, das oberste Gremium der Arbeiterkammer, gewählt. 110 ArbeiterkammerrätInnen bestimmen in der Vollversammlung den politischen Kurs der Arbeiterkammer NÖ. Die AUGE/UG hat in den vergangenen 5 Jahren zahlreiche Anträge gestellt, die sie unter „unsere Initiativen“ nachlesen können.

Derzeit ist die AUGE/UG mit 3 ArbeiterkammerrätInnen in der AK-NÖ Vollversammlung vertreten. 

Nutzen Sie Ihr Recht auf Mitbestimmung! 

 

Wann wird gewählt? 

Die AK-Wahl findet in Niederösterreich (und auch in Wien) vom 20. März bis zum 2. April statt. Die Wahlkarten werden bereits ab 11. März zugestellt!

Wo wird gewählt?

hier gibt’s zwei Möglichkeiten:

  • im Betrieb (genauer Wahlort/Wahlzeit wird Anfang März per Brief mitgeteilt) – wer im Betrieb wählen könnte, aber lieber per Wahlkarte wählt, kann noch bis 17. März eine Wahlkarte beantragen.
  • per Wahlkarte (wird ab 11. März zugestellt) entweder im Wahllokal (AK-Bezirksstelle + SCS + Flughafen) – oder per Post (Briefwahl)

Wer den Brief der AK übersehen hat, kann im online-Wahlservice nachschauen, ob und wo er/sie wahlberechtigt ist (Achtung! Wenn du in Wien beschäftigt bist, findest du dich im Wiener online-Wahlservice!). 

Warum die AUGE/UG wählen?

Wir von der AUGE/UG , stehen für eine mutige, zukunftsgerichtete AK. Konsequent. Kompetent. Selbstbewusst:

  • Für Klimaschutz statt Profitemacherei auf Kosten von Mensch und Natur
  • Für Zusammenhalt statt Hetze und Angstmache
  • Für eine demokratische Arbeitswelt, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert, nicht an Konzerninteressen

Wir führen zusammen, was zusammengehört: Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit, Demokratie. Dafür machen wir uns stark. Darauf ist Verlass.

Hier findest du unser Programm als pdf:

Noch mehr Details zu unseren Schwerpunkten findest Du auf unserer Wahlkampfhomepage:

Klima vor Profit 
* Umwelt vor Konzerninteressen! * Schiene statt Straße * Sozial-Ökologische Steuerreform * Öffentliche Aufträge nur an Unternehmen mit hohen Umwelt-, Sozial- und Gleichstellungsstandards *

 Zusammenhalten – gerade jetzt!  *Arbeitslosigkeit bekämpfen, nicht Arbeitslose! * Für eine menschliche Asylpolitik! * Für ein Leben in Würde! * Keine Selbstbehalte und Leistungskürzungen bei der Gesundheit!*

mei Demokratie is ned deppat
* Mehr Mitbestimmung bei Auswahl von Vorgesetzten * Mehr Mitsprache bei der Verwendung von Gewinnen, bei Investitionen, bei Ausgliederungen oder Auslagerungen von Unternehmensteilen * Für starke Arbeiterkammern, Betriebsräte und Jugendvertrauensräte *

30 Stunden sind genug!
* Arbeitszeitverkürzung Richtung 30-Stunden-Woche und 6-Stunden-Arbeitstag * Überstunden eindämmen * Flexible Arbeitszeiten nach unseren Bedürfnissen * Recht auf berufliche Auszeiten (Karenzen) *

 Her mit fair!
* Soziale Absicherung von prekär und atypisch Beschäftigten * Mehr Steuergerechtigkeit * Einrichtung eines „Solidaritäts- und Qualifizierungsfonds“ * Öffentliche Investitionen in Jobs mit Zukunft *

Achtung Verwechslungsgefahr!

Als Liste 5 kandidieren auch diesmal wieder die „Grünen GewerkschafterInnen“ – eine Liste, die mit GRÜN nichts zu tun hat! Samir Kesetovic, ihr Spitzenkandidat, betreibt seit Jahren nur Polemik, die er vor einigen Wochen mit sexistischen Beschimpfungen auf die Spitze getrieben hat.

Wir von der AUGE/UG distanzieren uns ausdrücklich von den Grünen GewerkschafterInnen! Auch die Grünen unterstützen die AUGE/UG und distanzieren sich von Samir Kesetovics „Grünen GewerkschafterInnen.
(Ähnliches gilt für die AK-Wien und die Grünen Arbeitnehmer)

Jetzt Krawatten-Selfie machen und gewinnen!

Warum?

100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts verdienen Frauen in Niederösterreich im Durchschnitt (Medianeinkommen)noch immer 32,6 % weniger als Männer (das sind € 780/Monat bzw. € 180/Woche). 
Die AUGE/UG setzt sich für mehr Gerechtigkeit am Arbeitsmarkt ein (siehe auch Link zum Flyer): Unterstütze unsere Forderung durch dein Selfie (mit Krawatte) – und mit etwas Glück gewinnst du einen Gutschein für einen Thermentag oder symbolisch einen Wochen-Lohnausgleich (Einkaufsgutschein über € 180,-).
 

Wie?

Krawatte umbinden – Selfie machen – und an uns schicken – entweder per E-Mail (elisabeth.kerschbaum@auge.or.at), per Facebook-Nachricht (pn) oder einfach hier unter diesem Text als Kommentar posten. 
 

Wann?

Die Ziehung der Gewinnerin erfolgt am 18.3. (unter Ausschluss der Öffentlichkeit). 
Die Gewinnerin wird am 19.3. verständigt.
 

Was?

 Die Gewinnerin kann sich entscheiden für:
 einen Gutschein für einen Tag All Inclusive mit Übernachtung im La Pura Women’s Health Resort Kamptal im Wert von € 196,–
 
 
oder
einen Gutschein im Wert von  €180,– für einen shop ihrer Wahl (z.B. GEA, Grüne Erde, Avocadostore, ÖBB….)
 
 

Datenschutz:

Wir verwenden deine Daten ausschließlich für die Durchführung des Gewinnspiels! 
Zusendungen per Mail bzw. per Facebook-Nachricht werden nur auf Wunsch auf unserer Facebook-Seite veröffentlicht!

Frau Arbeit – Herr Chef? Denkanstöße zum Int. Frauentag

 

Unsere Denkanstöße zum Int. Frauentag kannst du hier auch im Folderformat lesen….

 

Es ist eigentlich schon ziemlich peinlich, in unserer Gesellschaft noch über Frauenrechte, die großteils schon vor über 100 Jahren von Frauen gefordert wurden, schreiben zu müssen.

 

Die Arbeitswelt spiegelt unsere Gesellschaft

Hier sind Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten KLAR sichtbar. In jedem Kollektivvertrag ist zu erkennen, ob vorwiegend Männer oder Frauen diesen Beruf ausüben, denn: Je mehr Frauen in einer Branche arbeiten, desto niedriger sind die Gehälter – denken wir nur an den Einzelhandel, an Pflege- und Sozialberufe, an pädagogische Berufe, an Reinigungskräfte. Viele Frauen kommen aus dem unfreiwilligen Teilzeit-Kreis- lauf nicht heraus, denn weniger Stunden Arbeit heißt weniger Gehalt, heißt niedrigeres Arbeits-
losengeld, heißt geringere Pension.

Anerkennung von Frauen in Niederösterreich heißt für uns von der AUGE/UG:

  • 30h-Woche Vollarbeitszeit sind genug!
    Damit die Arbeit nicht das Leben frisst!
  • Unterstützung bei der Rückkehr zur Vollarbeitszeit!
    Derzeit sind 85 Prozent aller Teilzeitbeschäftigten Frauen – jede 5. davon würden gerne wieder zur Vollarbeitszeit wechseln! (vgl. AK NÖ).
  • Flächendeckend gut ausgebaute Kinderbetreuungsangebote!
    Trotz letzter Entscheidungen auf Landesebene ist hier noch viel Luft nach oben.
  • Nachbesserung von Kollektivverträgen in Branchen, in denen viele Frauen tätig sind!
    Das durchschnittliche jährliche Bruttogehalt von Frauen die ganzjährig vollzeitbeschäftigt sind, liegt um 22,3 Prozent unter den Einkommen der Männer (vgl. AK NÖ).
  • Gerechte Karrieremöglichkeiten für Frauen schaffen!
    In Österreich ist der Frauenanteil in den Vorstandsetagen börsennotierter Unternehmen im Jahr 2018 von 6,0 auf 4,8 Prozent zurückgegangen.
  • Den neu eingeführten Familienbonus reparieren!
    Bis zu Euro 1.500,- je Kind kann seit 2019 von der Lohnsteuer abgesetzt werden. Wer keine Lohn- bzw. Einkommens- steuer zahlt, hat davon aber nichts. Das trifft vor allem Teilzeitbeschäftigte und NiedrigverdienerInnen – hauptsächlich Frauen.
  • Volle Anrechnung von Kindererziehungszeiten und Pflegezeiten
    bei allen Vorrückungen und Biennalsprüngen!

Deshalb nicht vergessen: Bei der AK-Wahl vom 20.3.-4.4.Liste 4, AUGE/UG wählen!

In der AUGE/UG NÖ entscheiden Frauen genau so viel wie Männer. Das kann man von der Arbeitswelt leider nicht behaupten.

Vom Unterschied und dessen Folgen

Ja, es gibt mittlerweile wesentlich mehr gut ausgebildete Akademikerinnen, die in ihren Arbeitsverhältnissen den Männern theoretisch um nichts nachstehen, doch wie sieht es in der Praxis aus?
Der Kollektivvertrag gilt für ALLE, doch die Karriereleiter steigen Frauen nicht so leicht hinauf, weil oft fragwürdige Argumente ins Spiel kommen, wie z.B.:

  • „Zu jung, kann schon demnächst ein Kind bekommen, ist unerfahren.“
  • „Hat schon Kinder, arbeitet nicht konzentriert genug.“
  • „Hat keine Kinder – ist egoistisch, zu ambitioniert“.
  • „Zu alt, entspricht nicht dem ,dynamisch-jungen‘ Image des Betriebs.“

Sogar bei schlecht bezahlten Arbeiten sind Frauen selten in Führungspositionen:

  • Vorarbeiterinnen
  • in Reinigungsbetrieben
  • Filialleiterinnen im Einzelhandel
  • Geschäftsführerinnen in Sozialeinrichtungen
  • Abteilungsleiterinnen in Wirtschaftsbetrieben
  • Leiterinnen in Pflegeheimen

Genau diese Berufsgruppen bekommen nach wie vor in unserer Gesellschaft nicht die Anerkennung, die sie verdienen. Es wird wohl damit zu tun haben, dass es meist Frauen sind (darunter viele mit Migrationshintergrund), die täglich unsere Eltern pflegen, unseren Dreck wegräumen und für unser Wohl sorgen.

Und da war dann noch…. Haushalts- und Familienarbeit gerecht aufteilen!

Eine gerechte Aufteilung von Haushalts- und Familienarbeit zwischen Männern und Frauen sollte eigentlich kein „Staatsakt“ sein!
Von „halbe-halbe“ im Haushalt können viel Frauen bis heute nur träumen. Wir meinen: Nein, es ist nicht damit getan, dass der Partner oder Ehemann „eh‘ schon das Geld heimbringt“. Und wir sagen: „Ja, auch Kindesväter sind mitverantwortlich, dass beim nächsten Mal die Schularbeit besser klappt, dass ein Kinderarzttermin eingehalten wird, dass ein Elternsprechtag wahrgenommen wird, und, und, und…“
Deshalb fordern wir nicht nur von politischen EntscheidungsträgerInnen:
Mehr Wertschätzung und Respekt für arbeitende und arbeitsuchende Frauen, egal, ob Arbeiterin oder Angestellte!
Mehr Wertschätzung für Männer, die Pflege, Kindererziehung und Haushaltarbeit leisten
wollen!

Beratung und Service

Austausch über Erfahrungen am Arbeitsmarkt, Erstberatung, Info über gewerkschaftliche Initiativen, Mitmachen
AUGE/UG – Alternative Grüne und Unabhängige GewerkschafterInnen
A-1040 Wien, Belvedereg. 10/1
Tel.: +43-1-505 19 52
www.auge.or.at | auge @ug-oegb.at

Kostenlose Beratung und Unterstützung z.B. zu arbeitsrechtlichen Fragen, Steuer & Einkommen, Beihilfen, Kosumentenschutz, Arbeit & Gesundheit:
Arbeiterkammer NÖ
www.arbeiterkammer.at
Tel.: +43 5 7171

Kostenlose Beratung und Unterstützung für einen Antrag bei der Gleichbehandlungs- kommission erhalten Sie bei der Arbeiterkammer Ihres Bundeslandes sowie bei der Gleich- behandlungsanwaltschaft, aus ganz Österreich zum Nulltarif 0800 206 119, bzw. auf
www.gleichbehandlungsanwaltschaft.gv.at